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Ehrungen

07.01.2019

Neujahrsempfang nach der Brandnacht

Der Jugend gebührte die Ehre. Bürgermeister Konrad Dobler (rechts) würdigte Miriam Dreher, Oskar Gesser und Michael Eberhard (von links) für ihre besonderen sportlichen und beruflichen Leistungen.
Bild: Hieronymus Schneider

Bei der Feierstunde am ersten Tag des Jahres werden drei junge Menschen aus Langerringen für ihre Leistungen im Sport und Beruf gewürdigt

Für die Betroffenen und für die Feuerwehr Langerringen begann das neue Jahr alles andere als erfreulich, denn mit den ersten Feuerwerksraketen und Böllern erklangen auch die Sirenen, und die Feuerwehr musste zu einem Großbrand auf einem Pferdehof ausrücken. Deshalb waren einige Feuerwehrleute beim abendlichen Neujahrsempfang noch etwas angeschlagen. Die meisten anderen Besucher haben davon erst im Laufe des Tages oder bei der Zusammenkunft im Gemeindezentrum erfahren. Zuvor fand traditionell der Neujahrsgottesdienst in der Pfarrkirche St. Gallus statt, den Pater Sunil zelebrierte und den die Chorgemeinschaft mit ihren Liedern aus dem Altarraum heraus bereicherte.

Drei junge Langerringer wurden für herausragende Leistungen im Sport und Beruf im vergangenen Jahr gewürdigt. Miriam Dreher wurde bayerische Vizemeisterin im Dreisprung bei den Leichtathletikmeisterschaften in Erding in der Altersklasse „Unter 18“. Die 16-Jährige ist in der Leichtathletikabteilung des SV Untermeitingen aktiv. Mit der Disziplin Dreisprung hatte sie erst im Mai 2018 begonnen, und schon im Juli holte sie sich mit der persönlichen Bestweite von 10,78 Metern die Silbermedaille. Aber auch im Weitsprung und beim 100-Meter-Hürdenlauf erreichte sie jeweils das Finale.

Oskar Gesser gewann bereits mit neun Jahren die bayerische und die süddeutsche Meisterschaft im Wildwasser-Kanuslalom-Einer in der Altersklasse „Schüler C“. Die bayerische Meisterschaft wird als Cup in mehreren Rennen entschieden, die „Süddeutsche“ fand an einem Tag im Jahr 2017 in Fürth statt. Der inzwischen Elfjährige startet für den Augsburger Kajakverein und trainiert an der Olympiastrecke von 1972 am Augsburger Eiskanal. Sein Vater Vitus war übrigens als Wildwasserkanute Teilnehmer an den Olympischen Spielen 1996 in Atlanta, bei denen auch Langerringens Bürgermeister Konrad Dobler als Marathonläufer startete.

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Michael Eberhard zeichnete sich durch besondere Leistungen in seiner Berufsausbildung aus. Er schloss seine Lehrzeit zum Anlagen- und Maschinenführer mit dem Schwerpunkt Lebensmittel als Bester in der Industrie- und Handelskammer (IHK) Schwaben ab.

Sein Ausbilder Maximilian Mirlach und der Betriebsleiter der Firma Malteurop, Andreas Rest, sind stolz auf seine Leistung und werden ihn als fertig Ausgebildeten in der Produktion und im Silo der Mälzerei einsetzen.

Das olympische Motto „Immer schneller, höher, weiter“ habe zwar bei sportlichen Wettkämpfen seine Berechtigung, sagte Dobler und schränkte diesen Leitsatz für die Entwicklung einer Gemeinde ein: „Hier stellt sich schon die Frage, ob jede Erweiterung und alles Machbare auch sinnvoll für die Gemeinschaft ist.“

Dobler ging in seiner Ansprache auf das gute Miteinander der politischen Gemeinde, sowohl mit der katholischen als auch der evangelischen Kirchengemeinde ein. Die enge Verbindung zur katholischen Pfarrei ist auch durch das gemeinsame Pfarr- und Gemeindezentrum manifestiert. Die beiden Pfarrer, Sebastian Kandeth und Martin Kögel, bestätigten das gute ökumenische Miteinander, welches sich bei der gemeinsamen Bergmesse in Schwabmühlhausen, beim Seniorenkreis, den ökumenischen Bibeltagen für Kinder und einen Tag zuvor bei der Jahresschlussfeier in der evangelischen Kirche als lebendig erwiesen habe. Mit dem Zitat des evangelischen Theologen Dietrich Bonhoeffer „Mit Gottes Hilfe bleiben wir auf dem Wege nicht stehen“ übergab Pfarrer Kandeth das Wort an seinen evangelischen Amtsbruder. Die Zahl der evangelischen Gemeindemitglieder bleibe seit Jahren bei etwa 860 stabil. Mit der biblischen Jahreslosung aus dem Psalm 34 „Suche Frieden und jage ihm nach“ betonte Martin Kögel die Aufforderung, sich aktiv für den Frieden einzusetzen.

Bürgermeister Dobler würdigte die Leistungen der Jugend, allen voran das Jugendensemble des Musikvereins, das mit seinem Leiter Christian Mayr auch den Neujahrsempfang musikalisch garnierte. „Zusammen mit der Schlagwerkgruppe Gran Cassa des Musikschullehrers Matthias Mercineri haben diese jungen Musiker bei Benefizkonzerten etwa 15000 Euro als Spenden für das Neue Hauner Kinderspital in München eingespielt“, sagte Dobler.

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