1. Startseite
  2. Lokales (Schwabmünchen)
  3. Ostumgehung durch Königsbrunn: Bürger sind in Sorge

Königsbrunn

22.03.2015

Ostumgehung durch Königsbrunn: Bürger sind in Sorge

Copy%20of%20Koe-Osttangente-Au-3.tif
2 Bilder
Im Süden von Königsbrunn soll eine vierspurige Straße die B2 östlich des Lech mit der B17 verbinden. Die Bewohner dieses Bereichs sind in Sorge.
Bild: Hermann Schmid

Die Ostumgehung von Augsburg soll irgendwann vierspurig zur B 17 führen. Die Planung ist zwar noch nicht abgeschlossen, die Bewohner von Königsbrunn zeigen sich jedoch besorgt.

Heute Abend um 18 Uhr wollen sich besorgte Bürger im Gasthof Krone in Königsbrunn treffen und beraten, wie sie drohende Ungemach abhalten können. Weil man im Landkreis Aichach-Friedberg den möglichen Ausbau der B 2 zur vierspurigen „Osttangente“ von Augsburg verstärkt diskutiert, wird deutlich, dass diese Schnellstraße auch den Lech überqueren und irgendwo südlich von Königsbrunn an die B 17 anbinden wird.

Das hat Bürger und Kommunalpolitiker aufgeschreckt. Denn es kursiert eine Skizze (siehe Grafik), die den Verlauf der neuen Trasse im Süden von Königsbrunn zeigt. Dort im Außenbereich stehen einige großzügige Wohnhäuser, zudem mehrere Pferdepensionen und Reithallen. Eine vierspurige Schnellstraße passt so gar nicht in diese Idylle. Kissing pocht auf Augsburger Ostumgehung

Ostumgehung: Projekt noch in der Planung

Was die Skizze zeigt, sei aber noch nicht die endgültige Planung, betont Stephan Garbsch, der zuständige Abteilungsleiter beim Staatlichen Bauamt in Augsburg. „Wir haben für diesen Abschnitt eine konkrete Planung eingereicht, einfach damit man mal was in der Hand hat“, erläutert er auf Anfrage unserer Zeitung. Denn jetzt soll das Projekt in den Bundesverkehrswegeplan 2015 (siehe Infokasten) aufgenommen werden.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Dafür, so Garbsch, sind bundesweit über 2000 Projekte angemeldet. Die werden alle nach verschiedenen Aspekten bewertet und dann entweder als „Vordringlicher Bedarf“ oder als „Weiterer Bedarf“ eingestuft. Die Augsburger Ostumfahrung, geplant von der Autobahn nach Süden, an Friedberg, Kissing und Mering vorbei und über den Lech hin zur B 17, soll dabei in vier Abschnitten mit zwei Fahrbahnen mit je zwei Fahrspuren ausgebaut werden. Das Gesamtprojekt ist mit 180 Millionen Euro kalkuliert.

Projekt Ostumgehung im "weiteren Bedarf"

Garbsch schätzt, dass die damit mögliche Umfahrung von Kissing sehr hoch eingestuft wird, der vierte Abschnitt bei Königsbrunn werde seiner Einschätzung nach nicht in den dringlichen Bedarf kommen. „Das heißt, dass wir über eine Umsetzung in den nächsten zehn Jahren nicht nachdenken.“

Die Planungen seien, um Kosten realistisch zu schätzen, „verhältnismäßig konkret“ – unter anderem ist als Querung über den Lech eine Talbrücke mit 300 Meter Länge vorgesehen, um Eingriffe im Uferbereich zu vermeiden. Doch damit seinen noch keine Festlegungen getroffen, betont Garbsch. Von Norden her werde der Korridor für die Planung immer weiter. Für den Anschluss an die B 17 komme der ganze Bereich zwischen Königsbrunn-Süd und der Ausfahrt Lechfeld-Nord/Kleinaitingen in Betracht.

Gerade westlich des Lech sind für die endgültige Planung viele Aspekte zu berücksichtigen. Hier gibt es eine erweiterte Trinkwasserschutzzone, das Gebiet ist zudem für die Naherholung vorgesehen. Kürzlich informierte sich der Staatssekretär im Bundesbauministerium (und bayerische SPD-Vorsitzende) Florian Pronold vor Ort über das Projekt. Landtagsabgeordnete Simone Strohmayr und Stadtrat Florian Kubsch wiesen ihn auf die Konflikte im Königsbrunner Süden hin.

Bürgermeister lehnt Planung durch Königsbrunn ab

Auch wenn hier erst in zehn bis 15 Jahren gebaut wird, dieser Planung will Bürgermeister Franz Feigl keinesfalls zustimmen. Die vorgelegte Trasse zerschneide das Stadtgebiet von Königsbrunn, das ja ohnehin nicht sehr groß sei.

Schon der Ausbau bei Kissing und Mering werde den Verkehr auf der Staatsstraße 2380 im Süden und West von Königsbrunn verstärken, ist Feigl überzeugt, „dann haben wir mehr Verkehrslärm unmittelbar am Ort“.

Er könnte sich vorstellen, die Osttangte weiter südlich, etwa bei der Staustufe 21 über den Lech und zur B 17 zu führen. Dies hält Stefan Garbsch, auch wegen der dortigen Naturschutzgebiete, allerdings für sehr unwahrscheinlich.

Themen Folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Lesen Sie dazu auch
Copy%20of%20St._Christophorus_Kiga_25.tif
Schwabmünchen

St.-Christophorus-Kindergarten wächst und wächst

ad__web-mobil-starterpaket-099@940x235.jpg

Webseite und App freischalten!

Die schnellsten Lokalnachrichten - live,aktuell und multimedial.
Alle Online-Inhalte auf allen Endgeräten zu jeder Zeit, mtl. kündbar.
Damit sind Sie daheim und im Büro immer auf dem Laufenden.

Zum Web & Mobil Starterpaket