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Oberottmarshausen

30.07.2020

Paarhäuser in Oberottmarshausen: Neue Wohnungen gegen hohe Mietpreise

Ein Projekt gegen die Wohnungsnot in der Region: Am westlichen Ortseingang von Oberottmarshausen sind die beiden Paarhäuser entstanden.
Bild: Hieronymus Schneider

Plus Die Paarhäuser in Oberottmarshausen sind fertig. Wer dort einzieht und wie hoch die Miete der zwölf geförderten Wohnungen ist.

Mit der Fertigstellung der beiden Paarhäuser erhält der Ortseingang aus Richtung Bobingen ein neues Gesicht und Oberottmarshausen ein Alleinstellungsmerkmal. Was die neuen Wohnungen bieten - das zeigt eine Besichtungstour.

In diesen Häusern ist alles doppelt vorhanden. Drei Wohnungen auf jeder Seite eines Hauses auf drei Ebenen in der Ulmenstraße und das gleiche noch einmal gegenüber in der Eschenstraße. Die klare Struktur der Häuser sticht beim Befahren des Kreisverkehrs am Ortsbeginn ins Auge. Die lebhaftere Seite mit den Terrassen und Balkonen wird erst von den Wohnstraßen aus sichtbar. Mit dem vier Millionen teuren Projekt hat die Gemeinde in der kurzen Bauzeit von zwei Jahren einen Meilenstein für den sozialgeförderten Wohnungsbau geschaffen.

Zwölf hochwertige barrierefreie Wohnungen warten auf den Einzug der Mieter im August. Bürgermeister Andreas Reiter lobte bei der Eröffnung seinen Vorgänger Gerhard Mößner und den vorherigen Gemeinderat für die beherzte Entscheidung, ein Zeichen für die Daseinsvorsorge ihrer Bürger angesichts explodierender Mietpreise zu setzen.

Gemeinderat hat die neuen Mieter in Oberottmarshausen ausgesucht

Der neue Gemeinderat hat in einem zügigen Auswahlverfahren in sechs Wochen die Wohnungen unter einer großen Bewerberliste vermietet. „Hier werden Familien wohnen, die Eigenbedarfskündigungen hinnehmen mussten oder deren Wohnung zu klein oder im Alter zu groß wurde oder die sich trennen und trotzdem in Oberottmarshausen bleiben wollen. Unter den Mietern sind auch junge Erwachsene, die von daheim ausziehen oder als Partner erstmals eine Wohnung beziehen.


Alle haben einen Bezug zu Oberottmarshausen und auch eine Asylbewerberfamilie fand hier eine Wohnung. Die Zusage löste bei allen überschwängliche Freude und Dankbarkeit aus“, sagte der neue Bürgermeister und betonte, dass die Einkommensgrenzen beachtet worden seien. „Es ist ein sozial geförderter Wohnungsbau, aber kein Sozialbau. Es gibt keine Vermietung mit Berechtigungsschein vom Amt“, so Reiter. Alle Wohnungen sind mit einer Einbauküche ausgestattet und haben einen Autostellplatz und eine Fahrradbox.

Paarhäuser: Miete beträgt etwa 8 Euro pro Quadratmeter

Acht Wohnungen im Parterre und erstem Obergeschoss haben drei Zimmer mit einer Wohnfläche von insgesamt rund 70 Quadratmetern. Die vier Wohnungen im zweiten Obergeschoss haben nur zwei Zimmer bei rund 60 Quadratmetern Wohnfläche und eine große überdachte Loggia.

Blick ins Innere: Alle Wohnungen sind mit einer Einbauküche ausgestattet.
Bild: Hieronymus Schneider

Der monatliche Mietpreis einschließlich Betriebskostenvorauszahlung beträgt rund 700 Euro für die kleineren und 800 Euro für die größeren Wohnungen, das entspricht einer Kaltmiete von rund acht Euro pro Quadratmeter. Der Bürgermeister lobte die Zusammenarbeit mit dem Architekten Josef Egger und seinem Team mit dem Bauleiter Johannes Wiedemann, die ein zeitloses Gebäude als Erkennungszeichen für Oberottmarshausen geschaffen haben. Egger zeigte sich begeistert von der hochwertigen Bauausführung. Im Keller und Treppenhaus wurden durch unverputzte Sichtbetonwände Kosten eingespart, die dann in die formschöne Holzverkleidung an der Fassade gesteckt werden konnten.

Anstelle einer Schlüsselübergabe verteilte Egger kleine Modelle der Paarhäuser aus einem 3-D-Drucker an die geladenen Gäste. Staatsministerin Carolina Trautner überzeugte sich davon, dass die Förderung von einer Million Euro des Freistaats hier gut angelegt wurde. Die Einweihung der kommunalen Wohnanlage nahmen Diakon Armin Pfänder von der katholischen Pfarreiengemeinschaft Großaitingen und der evangelische Pfarrer von Bobingen, Peter Lukas, gemeinsam vor. Anschließend durchschnitten die Bürgermeister der alten und der neuen Wahlperiode und Ehrengäste das Band zum Eingang der Wohnungen in der Ulmenstraße und gaben diese zur Besichtigung frei.

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