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28.05.2010

Pfiffiger Musikgenuss

Vom Tango bis zum Swing-Arrangement. Das Repertoire des Blöckflöten-Ensembles "Von Dü" überraschte mit unkonventionellen Rhythmen. Auf den unterschiedlichsten Instrumenten der Blockflöten-Familie zeigten die Musikerinnen ihr Können. Foto: Maria Steber
Foto: Maria Steber

Schwabmünchen Es war nicht der kulinarische Genießer, der beim Auftritt der Gruppe "Von Dü" in der Feldkapelle Schwabmünchen voll auf seine Kosten kam. Nicht Gaumenschmaus, sondern Ohrenschmaus war die Devise des vierköpfigen Blockflöten-Ensembles, das seine Zuhörer mit verschiedenen Musikarrangements aus unterschiedlichen Epochen begeisterte.

So eingängig und harmonisch das erste Stück des Abends, "Ground" von Henry Purcell, klang, so unkonventionell, fast überraschend präsentierte sich das zweite Stück. Das Werk, das unter dem absurden Titel "Die Mäusebeerdigung" von Lance Eccles extra für das Ensemble geschrieben wurde, verlor schnell an Absurdität.

Die unterschiedlichen Stimmungen, ausgehend von der Trauerfeier bis hin zum Leichenschmaus, wurden von den Flötistinnen gekonnt auf eine musikalische Ebene transferiert.

Jammerlaute und dunkle Untertöne, basierend auf dem "Dies Irae" einerseits, zackig-fröhliche Klangexperimente andererseits - man hätte die kontrastiven Stimmungen einer Beerdigung nicht besser einfangen können.

Von 17 Zentimetern bis zu zwei Metern

Doch nicht nur für die Ohren, sondern auch fürs Auge wurde einiges geboten. Denn die professionellen Musikerinnen zeigten ihr Können auf allen Instrumenten der Blockflötenfamilie, die vom kleinen, schrillen Garkleinflötlein mit einer Länge von nur 17 Zentimetern bis zur zwei Meter langen Subbassflöte reicht.

Dass mit diesen verschiedenen Flöten gleichzeitig auch unterschiedliche musikalische Effekte erreicht werden können, konnte man beim Stück "A swing in the park" von Lyndon Hilling spüren. Gekonnt übertrugen die Musikerinnen die rhythmisch-dynamische Bewegungsform des Swings auf das Spiel mit der Blockflöte und bewiesen, dass auch mit der einfachsten Flöte wahrer Swing möglich ist.

Mit dem "Concerto a-Moll" von Georg Philipp Telemann ging es facettenreich weiter, in ganz unterschiedlichem Temperament kamen die einzelnen Sätze daher.

Voller Temperament war auch das letzte Stück des Abends. Der Tango "La Cumparsita" von Lance Eccles wirkte leidenschaftlich und mitreisend und sorgte für ein gelungenes Ende dieses pfiffigen Hörgenusses.

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