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Bau

15.07.2020

Räte lehnen Wohnungen im Gewerbegebiet ab

Die Mitglieder des Gemeinderates stimmen gegen eine Bauvoranfrage

Eine Bauvoranfrage ist bei den Untermeitinger Gemeinderäten in der jüngsten Sitzung durchgefallen: Dabei ging es um das Vorhaben zweier Bauherren, einen Gewerbekomplex im Gewerbegebiet „ Lechfeld I“ an der Brünnerstraße in Untermeitingen zu errichten. Auf einem 2000 Quadratmeter großen Grundstück sollen sechs Gewerbeeinheiten mit bis zu 200 Quadratmetern entstehen. Jeweils eine Einheit wollen die Bauherren für sich nutzen. Dieses Bauvorhaben sahen die Gemeinderatsmitglieder zunächst unkritisch.

Doch der Plan der Bauherren, auf dem Dach zwei Penthouse-Wohnungen als Betriebsleiterwohnungen mit je 200 Quadratmetern zu errichten und diese ebenfalls selbst zu nutzen, stieß auf breiter Front auf Ablehnung. „Betriebsleiterwohnungen sind laut Bebauungsplan Ausnahmen, und das sollten sie auch bleiben“, sagte Karl Strass (CSU). Er sehe hier keine Ausnahme.

Peter Daake (Grüne) sah in der Errichtung solcher Wohnungen mit Blick in die Zukunft immer Ärger aufkommen, Ines Schulz-Hanke (BL) stellte fest: „Es gibt Smart- homes, da braucht es keine Betriebsleiterwohnungen.“

Die Vermutung, die Bauherren wollen auf den günstigeren Gewerbegrundstücken Wohnraum schaffen, konnte nicht ausgeräumt werden. Ebenso erschien den Räten das Verhältnis zwischen Gewerbe- und Wohnungsfläche als nicht tolerabel. Abschließend votierten alle Ratsmitglieder gegen die formelle Bauvoranfrage, die Entscheidung liegt nun alleinig beim Landratsamt.

Auch in der restlichen Sitzung herrschte bei den Räten Einigkeit. Dabei wurde die bauliche Weiterentwicklung von Untermeitingen deutlich. Denn auf der Tagesordnung standen ausschließlich Bauanträge und Voranfragen. Den meisten Projekten wurde nach kurzen Aussprachen das gemeindliche Einvernehmen erteilt.

Kurze Aufregung herrschte, als plötzlich mehrere Feuerwehrmelder losgingen und die Frage von Bürgermeister Simon Schropp „Müssen wir raus?“ in den Raum schallte. Doch schnell stand fest, dass dies nicht der Fall war und die Sitzung normal weiterlaufen konnte.

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