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Schwabmünchen

17.11.2017

Reisen, studieren oder ab ins Arbeitsleben?

Vertreter der Polizei warben beim Berufsinfotag in Uniform und mit Ausrüstung für ihren Beruf.
Bild: Hans-Peter Freudenberger

Bei der Berufsberatung von Rotary Schwabmünchen berichten Praktiker aus über 40 Berufssparten. Doch es gibt auch Tipps für kostenlosen Urlaub.

Was wollen die Gymnasiasten von heute einmal werden? Interessant wirken auf sie derzeit, wohl auch wegen der guten Verdienstmöglichkeiten, unter anderem das Ingenieurwesen. Auch Psychologie, Lehramt und Wirtschaftsmanagement werde viel nachgefragt, Physik beispielsweise gar nicht. Das ist ein Ergebnis des jüngsten Berufsinfoabends, bei denen 70 Referenten aus der Praxis des täglichen Arbeitslebens Rede und Antwort standen.

Der Ansturm war sehr groß. Über 500 Schüler aus vier verschiedenen Gymnasien füllten die Mensa des Leonhard-Wagner-Gymnasiums und warteten wissbegierig auf Informationen, die sie an diesem Abend erhalten werden. Es war der Abend der 10. Studien- und Berufsinformation des Rotary-Clubs Schwabmünchen, der Neuerungen bereithielt.

„Lieber früher investieren als später reparieren“

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Erstmals waren bei dieser beliebten Veranstaltung gleich vier Gymnasien vertreten: Schwabmünchen, Königsbrunn, Türkheim und Buchloe. Erstmals nutzte der Rotary-Club diesen Abend aber auch für Eigenwerbung. Die neue Präsidentin Susanne Bock, die beruflich Studienberaterin ist, stellte das Projekt „in 30 Tagen 30 Länder sehen“ vor. Der Schwabmünchner Club verschenkt 30 Interrail-Tickets an junge Menschen, die sich regelmäßig sozial engagieren. Einsendeschluss ist der 28. Februar.

Schulleiter Alexander Pfaffendorf betonte gegenüber den Schülern der elften und zwölften Klassen die Wichtigkeit einer guten und rechtzeitigen Berufsberatung. „Lieber früh investieren als später reparieren“ nannte er eines seiner Mottos.

Von Allgemeinmedizin bis zur Bundespolizei

Was Rotary eigentlich ist, das erläuterte Prof. Albert Gilg: „Eine Organisation beruflich erfolgreicher Personen mit nationalem und internationalem ehrenamtlichen Engagement.“ Dabei geht es um Themen wie Gesundheit, Frieden und Hilfe für andere. Der immer stärker werdende Bereich Jugendarbeit wird von Austausch- und Unterstützungsaktionen geprägt. Das Jugendprogramm „Rotaract“ stellte Jasmin Nimar vor. „Lernen – Helfen – Feiern“, das sind die tragenden Säulen, die unter anderem Studenten in verschiedenen Situationen unterstützen sollen.

Nach der Einführung standen den Schülern rund 70 Informanten aus über 40 verschiedenen Berufssparten zur Verfügung, von Allgemeinmedizin und Anwalt über Bundeswehr und Bundespolizei bis hin zu Medienfachleuten, Schauspiel, Verfahrenstechnik und Wirtschaftsprüfer. Dabei ergaben sich spannende Vorträge und Fragerunden.

Beratung ist wichtig, um Frustration zu vermeiden

Inwieweit der Abend zu einer Entscheidungsfindung bei den Schülern, die mit Begeisterung bei der Sache waren, beitrug, ist schwer zu sagen. Susanne Bock, die ja beruflich ständig mit angehenden Studenten zu tun hat, meint: „Ich stelle große Ängste bei den Schülern fest, sich durch die Wahl eines Studiengangs fürs ganze Leben festzulegen. Das ist aber heutzutage keinesfalls so. Denn das spätere Einsatzspektrum ist breit gefächert.“

Sie erfährt auch immer wieder, dass sich Schüler erst nach dem Abitur, etwas spät, ernsthaft mit dem Thema Berufswahl auseinandersetzen. Bock weiß aber eben so gut wie Pamela Göttler, Beratungslehrerin und Koordinatorin für berufliche Orientierung am Leonhard-Wagner-Gymnasium, dass die Schüler derzeit gerne zunächst einmal ein „Soziales Jahr“ machen, auf Reisen gehen oder mit irgendeinem Studiengang beginnen, um später wieder umzusatteln. Deshalb sind sich beide einig: Beratung ist wichtig, um Frustration und Zeitverschwendung zu vermeiden.

Und noch etwas weiß Bock jetzt schon: „Bei der 11. Studien- und Berufsberatung des Rotary-Clubs Schwabmünchen in zwei Jahren sind wir noch breiter aufgestellt, um noch mehr und bessere Information bieten zu können.“

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