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Lechfeld

28.03.2019

Runder Tisch mit der Bundeswehr zum Thema A400M

Transportmaschinen vom Typ A400M haben schon mehrfach den Flugplatz Lechfeld angeflogen. Sogar schon 2012 unter widrigen Wetterverhältnissen. Bis solche Maschinen hier dauerhaft stationiert werden können, muss die Bundeswehr allerdings noch viel investieren.
Bild: Frank Schmidl

Die Luftwaffe informiert Bürgermeister über die A400M-Pläne am Lechfeld und die Folgen. Lärmschutz für die Gemeinden ist dabei ein großes Thema. Diese hoffen auf weniger Auflagen.

An einem vom CSU-Bundestagsabgeordnete Hansjörg Durz angeregten „Runden Tisch“ sind nun Bürgermeister vom Lechfeld mit Vertretern der Bundeswehr zusammengekommen. Sie sprachen über die künftige Nutzung des Bundeswehrstandortes und Möglichkeiten zur Verkleinerung der Lärmschutzzone, um die bauliche Entwicklung der Gemeinden nicht zu sehr einzuschränken. Erstmals sprach die Bundeswehr dabei die Möglichkeit an, die Schutzzone C aufzuheben oder zu verkleinern, sagte Durz nach dem vertraulichen Gedankenaustausch.

Ein Ersatz für die Lärmschutzkommission

Das Treffen sollte auch die gute Zusammenarbeit der beteiligten militärischen und zivilen Interessenvertreter weiter ausbauen. Durz hatte dies angeregt, nachdem Kommunalpolitiker mehrfach aus Berichten unserer Zeitung Hintergründe und Details der geplanten Stationierung von Transportflugzeugen des Typs A400M erfahren hatten, ohne selbst eingeweiht zu sein.

Als das JaboG32 und später kurzzeitig das Eurofighter-Geschwader aus Neuburg am Lechfeld stationiert war, gab es einen Informationstausch zwischen Militär und Bürgermeistern unter anderem durch jährliche Tagungen einer Lärmschutzkommission. Der Runde Tisch soll dies künftig ersetzen.

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Nach dem Treffen im Offiziercasino der Lechfeldkaserne zog Oberst Dirk Niedermeier, der Standortälteste für die Bereiche Lechfeld und Augsburg, ein positives Fazit: „Ein regelmäßiger Austausch über den aktuellen Sachstand ist für alle Seiten von Vorteil.“

Nach der Bekanntgabe der Entscheidung des Bundesministeriums für Verteidigung, im Fliegerhorst Lechfeld zehn Maschinen vom Typ A400M zu stationieren, sei eine enge Zusammenarbeit aller Beteiligten wichtiger denn je, sagte Hansjörg Durz. Ihm ist es wichtig, alle Entscheidungsträger auf dem Lechfeld zusammenzubringen.

Schutzzonen sind im Gespräch

Vertreten waren neben den Bürgermeistern der umliegenden Gemeinden sowohl die beiden Bürgerinitiativen gegen Fluglärm sowie Pro Lechfeld, als auch das Landratsamt Augsburg. Für die Zukunft sind regelmäßige Termine geplant, bei denen Neuerungen zeitnah kommuniziert werden sollen. Zusätzlich wird der Kreis des Gremiums um den Markt Kaufering sowie das Landratsamt Landsberg am Lech erweitert werden, da nach der Auflösung des Lufttransportgeschwaders 61 am Standort Penzing eine Neuaufteilung des Luftraumes zu erwarten ist. Bis die ersten Bagger auf dem Fliegerhorst rollen, wird es allerdings noch dauern. Rund 500 neue Dienstposten sollen zukünftig besetzt werden. Um die dafür notwendige Infrastruktur zu schaffen, wird der Bund nach aktuellem Stand rund 170 Millionen Euro in Renovierungs- und Neubaumaßnahmen investieren. Doch zuerst müssen verschiedene luft- und baurechtliche Genehmigungen eingeholt werden. Davon hängt auch ab, wie stark die Lärmschutzzonen zurückgenommen werden können. Hintergrund: Der A400M ist noch leiser als das Vorgängermodell Transall.

A400M des Lufttransportgeschwaders 62
17 Bilder
Geschichte, Zahlen, Pannen: Das ist der Transport-Flieger A400M
Bild: Holger Hollemann

Spätestens 2025 sollen die ersten Transportflugzeuge auf dem Lechfeld stationiert werden. Bis 2028 soll die Umstellung mit insgesamt zehn Maschinen abgeschlossen sein. (pit)

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