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Bobingen

13.07.2020

Rupert Reichinger kümmert sich um Blaumeisenküken

Vogelfachmann Rupert Reichinger päppelt die Blaumeisenküken liebevoll auf – bis sie fit genug sind, in Freiheit zu überleben.
Bild: Anja Fischer

Plus Der Bobinger Rupert Reichinger ist ein Vogelfachmann. Derzeit päppelt er drei Blaumeisenküken wieder auf. Die Sonne war Schuld an ihrer Misere.

Es war ein Bild des Jammers: Bei Rupert Reichinger wurde jüngst ein zerbrochenes Nest abgegeben. Drei kleine Blaumeisen lagen darin, sperrten ihre Schnäbel auf und bettelten mit lautstarkem Piepsen um Futter. Für den erfahrenen Vogelfachmann Rupert Reichinger kein Problem: Obwohl er sonst meist Greifvögel zur Pflege oder zur Aufzucht bekommt, nahm er sich der drei Blaumeisenwaisen an und kümmert sich jetzt liebevoll um sie.

Anfangs alle zwei Stunden fütterte er die kleinen Vögelchen mit Mehlwürmern und Sonnenblumenkernen. Er schätzt das Alter der Tiere auf etwa vier Wochen ein. Die Vögelchen seien im besten „Bettelflugalter“, erzählt er und erklärt: „Sie begleiten jetzt die Altvögel auf ihren Flügen, um von ihnen verschiedene Fähigkeiten zu erlernen, werden aber immer noch gefüttert.“ Die Rolle der Altvögel übernimmt nun Reichinger, der den Tieren zwar keine Tricks beim Insektenfang zeigen kann, dafür aber für eine regelmäßige Fütterung und ein sicheres Nest sorgt.

Nicht immer kann Rupert Reichinger die Vögel retten

Die Sonne war übrigens schuld, dass die drei kleinen Blaumeisen bei Rupert Reichinger abgegeben werden mussten. Die Altvögel hatten ihr Nest in einem Rolladenkasten in einem Haus in Schwabmünchen gebaut. Als mit dem Sommer der Rolladen öfter betätigt wurde, brach eines Tages das Nest mit den Vögelchen herunter und landete auf der Terrasse.

Bei Rupert Reichinger haben die drei Blaumeisen dann eine gute Unterkunft gefunden. Öfter päppelt er verletzte oder kranke Vögel auf, die zu ihm gebracht werden. Nicht immer kann er die Tiere retten, aber den kleinen Blaumeisen stellt er ein gutes Attest aus. „Die beiden größeren Blaumeisenjungen waren schon so fit, dass sie eines Tages beim Füttern einfach entwischt sind“, lacht Reichinger. Für die Tiere kein Problem, sie haben schon selbstständig gefressen.

Auch das kleinste der drei Küken frisst bereits selbstständig, lässt sich aber auch gerne mit der Pinzette noch den einen oder anderen Leckerbissen geben. Es darf noch bleiben, solange es keine Anstalten macht, seinen Geschwistern zu folgen. Dann wird Rupert Reichinger auch die letzte kleine Blaumeise gerne wieder in die Freiheit entlassen.

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