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Jahreshauptversammlung

24.02.2015

Sänger wünschen sich einen Konzertsaal

Chor ehrt langjährige Mitglieder: (von links) Doris Hivner und Inge Diederich sind beide seit 20 Jahren im Chor aktiv, Anna Schmid, Brunhilde Lang und Martha Kinnhackl seit 40 Jahren Mitglieder im Verein. Dahinter: (von links) Chorleiter Josef Hauber, Vorsitzender Peter Henkel und Sängervorstand Manfred Gallitzendörfer.
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Chor ehrt langjährige Mitglieder: (von links) Doris Hivner und Inge Diederich sind beide seit 20 Jahren im Chor aktiv, Anna Schmid, Brunhilde Lang und Martha Kinnhackl seit 40 Jahren Mitglieder im Verein. Dahinter: (von links) Chorleiter Josef Hauber, Vorsitzender Peter Henkel und Sängervorstand Manfred Gallitzendörfer.

Vox Corona will Neuausrichtung fortsetzen. Was der Namenswechsel bewirkt hat

„Was haben München und die Brunnenstadt gemeinsam?“ Diese Frage stellte Vorsitzender Peter Henkel bei der Jahreshauptversammlung von Vox Corona den rund 70 anwesenden Chormitgliedern und Gästen im Trachtenheim. „Beide Städte haben keinen Konzertsaal“, löste er das Rätsel – und hatte damit den Bogen geschlagen zur Problematik, die sich für Aufführungen des Chores immer wieder ergeben. Großer Aufwand und schwierige Terminabsprachen, bei-spielsweise mit dem Gymnasium Königsbrunn, seien dabei nur zwei Punkte, so Henkel. Sein Vorschlag: eine akustisch geeignete Turnhalle entsprechend auszustatten.

Bürgermeister Franz Feigl, der ebenso wie die Stadträte Norbert Schwalber und Florian Kubsch gekommen war, nahm dazu kurz Stellung und erklärte, dass der Ruf nach einer eigenen Stadthalle ein ständiges Thema im Stadtrat sei. „Es ist ein finanzieller Aspekt“, sagte Feigl und nannte ein paar Zahlen zu den jährlichen Betriebskosten von Stadthallen im Umland von Augsburg, die durchweg Defizite produzieren, die pro Jahr in die Hunderttausende gehen.

Der Stadtrat suche aber nach Möglichkeiten, so berichtete Feigl, einen sogenannten „Kulturstadl“ zu schaffen. Wenn man hier auf umfangreiche, fest installierte Veranstaltungstechnik verzichte, so der Bürgermeister, könnte so ein Saal kostengünstig betrieben werden.

Der fehlende Konzertsaal war nicht der einzige Wermutstropfen beim Jahresrückblick des Chores. 2014 sind einige Mitglieder verstorben, in einer Gedenkminute wurde an sie erinnert. Auch an Angela Hauber, langjährige Sängerin und Ehefrau des Chorleiters, die Anfang des Jahres überraschend verstorben ist. Henkel dankte Josef Hauber, dass er sein Engagement trotz dieses Schicksalsschlags aufrechterhalten habe.

Seit rund einem Jahr tritt der langjährige Gesangverein Liederkranz mit dem neuen Namen Vox Corona auf – und damit hat sich noch mehr verändert. Vom optischen Erscheinungsbild durch neue Kleidungsaccessoires bis hin zur Modernisierung des Programmes habe sich viel getan, betonte Peter Henkel. „Grund für diese Erneuerung ist, dass wir auch jüngere Leute auf uns aufmerksam machen und begeistern wollen! Nicht nur als Publikum, sondern auch gerne, um bei uns mitzusingen,“ erklärte Chordirektor Josef Hauber im Gespräch mit unserer Zeitung.

„Die Rechnung ist aufgegangen, unsere Konzerte waren alle sehr gut besucht und wir konnten einige neue Chormitglieder gewinnen“, berichtete Peter Henkel. Er bat seine Vereinskollegen auch um Mithilfe:. „Wenn euch gute Stimmen irgendwo auffallen, dann sprecht die Leute an, auch wenn das nicht immer leicht ist.“

Die Stimmung im Verein ist gut, so war bei der Jahreshauptversammlung zu spüren. Es wurde nicht nur zusammen gesungen, sondern auch Ausflüge unternommen, und auch bei städtischen Veranstaltungen zeigte sich Vox Corona präsent. Beim Markt der Vereine hätten die gebackenen Violinschlüssel von Martha Schuster großen Anklang bei den Königsbrunner Bürgern gefunden, war zu hören..

Für die Zukunft ist einiges geplant. Chorleiter Hauber möchte den eingeschlagenen Weg der musikalischen Neuausrichtung weitergehen. Neben den neu ins Programm aufgenommenen Schlagern werden Lieder von Gershwin, Karl Jenkins und eine Vertonung von Hauber zum „Psalm der Berge“ einstudiert. Auch wird es erstmalig eine CD – Titel „Wir stellen uns vor“ – für Fans geben, damit sich diese Chorstücke aus vier Jahrhunderten in Ruhe zu Hause anhören können.

Finanziell steht der Verein glänzend da, war dem Bericht von Schatzmeister Anton Gruber zu entnehmen. Es konnte ein sattes Plus im letzten Vereinsjahr erwirtschaftet werden. Dafür und auch für die Transparenz gab es ein Lob von Bürgermeister Franz Feigl: „Eine Kassenführung und Rechenschaftsbericht dieser Art gibt es nicht in jedem Verein!“

Nach den Ehrungen für langjährige Mitgliedschaften (siehe Infokasten) gab es noch für jedes Mitglied neue Anstecknadeln mit dem gar nicht mehr so neuen Namen.

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