1. Startseite
  2. Lokales (Schwabmünchen)
  3. Schokolade essen und Bäume pflanzen

Schule

05.11.2019

Schokolade essen und Bäume pflanzen

Schokolade gegen Bäume: Anna, Emily, Marie, Marco, Yannik, Jakob, Julius und Berra freuen sich über 40 neue Bäume in Mexiko.
Bild: Anja Fischer

Wie Kinder den Zusammenhang von Klimawandel und Umweltschutz lernen und selbst aktiv werden

Klimaschutz und Tierschutz gehören zum Lehrplan der vierten Klassen. Wie weit ein solcher Unterricht gehen kann und wie selbstverantwortlich Schulkinder ein Projekt dazu tragen können, das zeigte jüngst die Klasse 4c der Laurentiusgrundschule in Bobingen. Zusammen mit ihrer Lehrerin Anna-Lena Schretzmair verkauften sie über 200 Tafeln Schokolade und sorgten damit dafür, dass durch die Kinder- und Jugendinitiative Plant-for-the-Planet auf der Yucatan-Halbinsel in Mexiko Bäume gepflanzt werden.

Weiterlesen mit dem Plus+ Paket

Dieser Inhalt ist älter als 30 Tage und steht daher nur Abonnenten mit einem Plus+ Abo zur Verfügung.
Jetzt ab 0,99 € testen

Mit dem Thema Wald habe man sich in den letzten Wochen im Heimat- und Sachkundeunterricht auseinandergesetzt, erzählt Schretzmair. Die Kinder hätten bereits einen großen Wissensschatz mit in den Unterricht gebracht, und so habe man sich bald mit dem Klimawandel und dessen Auswirkungen beschäftigt. In Gruppen arbeiteten die Schüler dann Referate zu Themen wie dem Eisbären, der Nobelpreisträgerin Wangari Maathai oder über Gletscher aus und stellten sie den anderen Klassen vor. Dabei informierten sie auch über das Projekt Plant-for-the-Planet und den geplanten Schokoladenverkauf sowie die Zusammenhänge. Pro fünf verkaufte Tafeln wird in Mexiko ein Baum gepflanzt.

„Es war mir besonders wichtig, dass die Kinder die Zusammenhänge begreifen“, sagt Lehrerin Anna-Lena Schretzmair. „Sie sollten sich nicht nur über die Schokolade freuen, sondern verstehen, dass Bäume wichtig für unser Klima sind und das Projekt uns Zeit im Kampf gegen die Klimakrise verschaffen kann.“

Schokolade essen und Bäume pflanzen

Bei den Kindern ist das angekommen. Fragt man sie danach, erzählt Anna, dass die Bäume CO2 filtern und damit den Lebensraum der Eisbären erhalten würden.

Jakob weiß, dass man weniger Auto fahren sollte, und Maja hat vor, künftig weniger Fleisch zu essen. Auch auf richtige Mülltrennung wollen die Kinder künftig achten, nicht mehr in den Urlaub fliegen, weniger Plastik einkaufen und keine Kreuzfahrten machen. Die Bilder, die sie im Unterricht von Naturkatastrophen gesehen haben, und die Geschichten dazu haben sie tief beeindruckt.

Deshalb haben sie auch eifrig an ihrem Schokoladenverkaufsstand gearbeitet, diesen mit Tüchern, Infomaterial, selbst gestalteten Postern und Bildern ansprechend hergerichtet. Schließlich sollte jede Menge Schokolade an die anderen Schüler verkauft werden. (anja)

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren