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Schwabmünchen
13.06.2017

Lederhosen-Blues auf drei Gitarren

Hannes Hopp, der Barde in der Lederhose, interpretiert seine spezielle Zupftechnik auf drei verschiedenen Gitarren.
Foto: Hieronymus Schneider

Hannes Hopp spannt mit Gitarre und Texten den Bogen vom Mississippi bis nach Bayern. Was an diesem Abend im Blauen Haus in Schwabmünchen alles geboten war.

Als Hannes Hopp alias Hannes Guitar seine drei Gitarren positionierte, drehte sich das Spanferkel noch im „Ganzkörpergrill“ im Biergarten des Blauen Hauses am Bahnhof. Mit Ur-Blues aus dem frühen 20. Jahrhundert und Folk-Klassikern malte Hannes ein Mississippi-Feeling in den lauen Frühsommerabend, das so recht zur Stimmung der mehr und mehr eintrudelnden Gäste passte.

Die Liedtexte hat Hannes Hopp selbst ins Bayerische übersetzt, „weil bayerisch zum Blues viel besser passt als Hochdeutsch“, wie er sagt. So wurde die Wartezeit auf das von Wirt Manuel Schneider portionierte Spanferkel und die anderen Speisen im mittlerweile prall gefüllten Biergarten auf angenehme Weise überbrückt, denn die Küche und die Bedienungen hatten alle Hände voll zu tun. Und nach dem Essen konnten sich die Gäste im Schein des Lagerfeuers ganz der Musik der leiseren Töne hingeben.

Von STS bis Fredl Fesl

Von alpenländischen Klassikern wie „I will wieder hoam“, „Irgendwann bleib i dann durt“ oder „Großvatter“ von STS über Anleihen aus dem Austropop von Fendrich, Ambros, Danzer und Hubert von Goisern bis hin zum Wiener Zentralfriedhof gehören ebenso zu Hannes’ Repertoire wie urbayerische Texte und Lieder von Fredl Fesl und anderen. Seine oberfränkische Heimat lässt der Barde am späten Abend mit Mundarttexten durchklingen. „Musik mache ich schon seit meiner Kindheit. Mit fünf Jahren habe ich angefangen, Klavier zu lernen, mit neun Jahren dann Trompete. Ich war elf, als mir unsere Nachbarin die ersten Griffe auf der Gitarre gezeigt hat“, erklärt der Barde in der Lederhose Die Begeisterung für dieses Instrument war so groß, dass er sich von seinem Taschengeld ein Gitarrenlehrbuch gekauft habe. Damit habe er sich das Gitarrespielen selbst beigebracht – Noten lesen konnte er ja.

Musikalische Grundausbildung im evangelischen Posaunenchor

Hannes Hopps musikalische Grundausbildung fand auch im evangelischen Posaunenchor in Naila und Hof statt. Im Laufe der Zeit hat er seine Fertigkeiten auf der Gitarre mit spezieller Fingerpicking-Technik durch Teilnahme an zahlreichen Workshops bei namenhaften Gitarristen wie Werner Lämmerhirt, Peter Finger, Dave Goodman oder Peter Crow C. erweitert. Im Herbst 2015 hat er im Tonstudio seine erste CD – Lederhosenblues – aufgenommen.

Weitere Informationen über den 60-jährigen freiberuflichen Softwareentwickler aus Schwabmünchen sind auf seiner Homepage www.HannesGuitar.de zu finden. Dort können auch Auftritte von ihm angefragt werden.

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