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Klosterlechfeld

08.12.2019

So soll der Bus zum Bahnhof Klosterlechfeld kommen

Die Bushaltestelle soll an der Bahnhofstraße auf Höhe des alten Bahnhofsgebäudes (rechts) eingerichtet werden.
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Die Bushaltestelle soll an der Bahnhofstraße auf Höhe des alten Bahnhofsgebäudes (rechts) eingerichtet werden.
Bild: Hieronymus Schneider

Die Anbindung der Buslinie 712 an den Bahnhof in Klosterlechfeld könnte bereits im nächsten Jahr Wirklichkeit werden. Vier Varianten standen zur Auswahl.

Der Klosterlechfelder Bahnhof ist eine wichtige Mobilitätsdrehscheibe für das Lechfeld. Viele Pendler nutzen diesen Haltepunkt für ihren täglichen Weg zur Arbeit, zur Schule nach Augsburg oder über Kaufering nach München. Der Park-and-Ride-Platz bietet Autofahrern die Möglichkeit, ihr Auto stehen zu lassen und so im öffentlichen Nahverkehr die ohnehin starke Verkehrsbelastung zu vermindern. Vielleicht könnten etliche Autofahrer aber ihr Auto ganz zu Hause lassen, wenn auch noch der Bus des Augsburger Verkehrsverbundes (AVV) am Bahnhof halten würde. Denn trotz Bemühungen ist dies noch nicht gelungen.

Der Bus der Linie 712 fährt auf der Schwabmünchner Straße durch Klosterlechfeld und hält am Franziskanerplatz, weil er am Bahnhof nicht wenden kann und weil der Weg über die südlichen Wohngebiete den Anwohnern nicht zugemutet werden kann. Die Lösung des Problems könnte eine Buswendeschleife am Bahnhof sein. Deshalb hat Bürgermeister Rudolf Schneider zusammen mit dem Bauamt der Verwaltungsgemeinschaft Lechfeld nach räumlichen Möglichkeiten gesucht.

Kein Platz für eine Bushaltestelle nördlich des Bahnhofs in Klosterlechfeld

Der Tiefbauingenieur der VG, Christian Dobrindt, stellte dem Gemeinderat in der jüngsten Sitzung nun vier mögliche Varianten vor. Die erste Möglichkeit, nördlich der im Bau befindlichen Wohnanlage, biete zwar gerade noch ausreichend viel Platz für die Schleife, aber keinen Platz für eine Haltestelle zum sicheren Ein- und Aussteigen.

So soll der Bus zum Bahnhof Klosterlechfeld kommen

Bei der zweiten Variante östlich des Bahnhofsgebäudes sei der Radius dagegen viel zu eng. Möglich wäre hingegen die Nutzung des bestehenden Park-and-Ride-Platzes, wobei sieben Parkplätze für die Haltestelle und zwei Bäume im Kurvenradius geopfert werden müssten. Noch gravierender sei aber der Nachteil, dass die Belastbarkeit der Fahrbahnen des Parkplatzes nicht für Busse ausgelegt sei. Somit müsste die gesamte Teerdecke ausgebaut und erneuert werden.

Somit blieb als günstigste Möglichkeit nur die Neuanlage einer Wendeschleife südlich des Park-and-Ride-Platzes übrig. Dieser Platz reicht auch nur für die Wendung der Busse aus, die Haltestelle soll dann in der Bahnhofstraße auf Höhe des Bahnhofsgebäudes in behindertengerechter Ausführung angelegt werden. Die vorläufige Kostenschätzung von Christian Dobrindt liegt bei rund 120000 Euro. „Mit 50 Prozent Fördermitteln könne gerechnet werden“, sagte der Tiefbaufachmann.

Warum Elfriede Lösch von einem Bebauungsplan abrät

Im Hinblick darauf, dass die Fläche südlich des Bahnhofs als mögliches Bauland vorgesehen ist, regte Reinhard Hiller (CSU) an, gleich einen Bebauungsplan mit dem Plan der Wendeschleife zu verbinden. Davon riet aber Elfriede Lösch, die Leiterin des Bauamts der VG, ab: „Für die Wendeschleife ist keine Änderung des Flächennutzungsplans erforderlich, für einen Bebauungsplan aber schon. Dann würde sich das sehr verzögern.“

Bei einer zügigen Planung und Kostenberechnung könnte die Wendeschleife schon im kommenden Jahr fertig werden. „Dann könnte der AVV die neue Haltestelle schon bei der Fahrplanumstellung im Dezember 2020 berücksichtigen, hofft Bürgermeister Schneider. Der Gemeinderat stimmte der Planung dieser Buswendeschleife geschlossen zu.

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