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Schwabmünchen

08.09.2020

Spielen vor Publikum: Die Sportler im Augsburger Land atmen auf

Vor rund einem Jahr standen sich der TSV Schwabmünchen und das Team aus Hankofen in der Bayernliga gegenüber. Nach der coronabedingten Pause soll der Spielbetrieb nun wieder vor Publikum starten.
Bild: Nadine Kruppe

Ab 19. September dürfen Bayerns Amateursportler wieder vor Zuschauern in den Ligabetrieb. Wie die Meldung bei den örtlichen Vereinen ankommt.

Klaus Köbler hat sich die Pressekonferenz von Ministerpräsident Markus Söder am Dienstag extra angesehen. Und für den Fußballtrainer hat es sich rentiert. Denn es wurde bekannt, dass die sogenannten Kontaktsportarten wie Fußball oder Handball in Bayern ab dem 19. September mit dem Wettkampfbetrieb starten können – mit Zuschauern, ähnlich eingeschränkt wie bei Kulturveranstaltungen. So dürfen 200 Zuschauer in Hallen oder 400 bei Freiluftspielen dabei sein.

Kein Wunder, dass sich Köbler freut. „Das ist super. Endlich geht es los“, sagt der Trainer der Fußball-Kreisligateams der SpVgg Langerringen. „Seit Monaten halten wir uns mit allem Möglichen über Wasser. Wir haben schon an den Jungs gemerkt, dass es Zeit wird“, so Köbler. Sein Team ist bereit, denn wie die meisten anderen Fußballmannschaften auch, war die Vorbereitung auf Anfang September fokussiert.

Handballer freuen sich über baldigen Start

In Sachen Zuschauer kommen da auf die Fußballer im Landkreis-Süden wenig Probleme zu. Die meisten lockt Bayernligist Schwabmünchen an. Der Schnitt liegtbei 350. „Schade ist nur, dass unser Heimspiel gegen Schwaben Augsburg aussteht. Da wären deutlich mehr als 400 Zuschauer gekommen. Aber damit müssen und werden wir leben. Wichtig ist, dass es weitergeht“, erklärt Schwabmünchens Fußballchef Germar Thiele. Der Rest der Region wird solche Sorgen nicht haben. Außer Klaus Köblers Langerringern knackt kein Verein die 200er-Marke. Somit sollte es im Amateurfußball bald weitergehen wie gewohnt.

Ähnliche Freude herrscht auch bei den Handballern. Lars Lammich, Abteilungsleiter und Trainer der Landesliga-Damen, ist froh, dass es losgehen kann. Bei den Handballern ist der 3. Oktober als Starttermin geplant gewesen. Doch es gibt noch eine Hürde: Noch ist nicht klar, ob allen Vereinen eine Halle zur Verfügung steht. „Da läuft vom Verband gerade eine Umfrage, dann wissen wir mehr“, so Lammich.

Hygienekonzept könnte nicht dem üblichen Zuschaueranspruch entsprechen

Hier könnte den Handballern ein weiterer Beschluss der Staatsregierung zugute kommen. Denn Kultusminister Piazolo hat die außerschulische Nutzung von Schulsportanlagen wieder zugelassen. So dürften auch hier die meisten Sorgen vom Tisch sein. Eine Sorge, die die Handballer in Schwabmünchen nie wirklich hatten. Die städtische Grundschulturnhalle durften sie schon länger nutzen, seit Kurzem liegt auch die Freigabe für die LWS-Hallen vom Landkreis vor. Lammich geht davon aus, dass das Hygienekonzept für die Hallen wohl nicht ganz dem üblichen Zuschauerzuspruch der Schwabmünchner entsprechen wird. „Das ist zwar schade, aber damit werden wir leben können.“

Beim Volleyball ist es so ähnlich wie beim Handball – hier war der Saisonstart auch für Anfang Oktober vorgesehen. Gleichermaßen Freude herrscht beim EHC Königsbrunn. „Wir sind wahnsinnig froh. 200 Zuschauer sind auch genug für uns“, sagt der Vorsitzende Tim Bertele. Am 2. Oktober soll die Bayernliga starten, sofern alle Teams mitziehen. Diese Entscheidung könnte heute bei einem Treffen aller Teams fallen.

Auch im Eishockey darf wieder gespielt werden.
Bild: Horst Plate

Auch in der Politik kommt die Entscheidung gut an. Max Deisenhofer, sportpolitischer Sprecher der Landtagsgrünen, sieht in der Entscheidung einen Erfolg vom Opposition und Sportverbänden. Deisenhofer hat zuletzt mehrfach den Re-Start im Sport offen eingefordert. „Nun bin ich froh, dass die Entscheidung jetzt und nicht erst wie geplant nächste Woche gefallen ist. „Das war überfällig. Die Benachteiligung des Sports gegenüber Anderen war nicht mehr zu vertreten“, sagte der ehemalige Handballer aus Niederraunau.

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