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Bobingen

02.07.2020

Stadtentwicklung: In Bobingen sind 36 neue Wohnungen geplant

Die großzügigen Außenanlagen sollen mit viel Grün und einem Spielplatz aufgewertet werden.
Bild: Knöchel

Plus Wohnraum für Menschen mit weniger Geld entsteht in Bobingen. Die ersten Mieter sind eingezogen. Im südlichen Landkreis gibt es noch mehr große Projekte.

Insgesamt 36 Wohneinheiten, aufgeteilt in Ein-, Zwei-, Drei- und Vierzimmerwohnungen, entstehen in der Bobinger Koloniestraße. Drei Gebäudeeinheiten inklusive Tiefgarage und großzügigem Innenhof bilden das gesamte Ensemble. Die ersten Mieter sind bereits eingezogen – sie sind glücklich über die neue Heimat.

Heidi Berger gehört zu den neuen Mietern. „Bisher habe ich in der Siedlung gewohnt. Nachdem ich durch die Kessler-Insolvenz meinen Arbeitsplatz verloren habe, bin ich sehr froh, nun eine günstigere Wohnung gefunden zu haben“, berichtet sie. In der Siedlung sei man ohne eigenes Auto sehr eingeschränkt. Alles mit dem Bus zu erledigen sei auf Dauer doch recht mühsam. Heidi Berger hofft, dass es ihr nun mit ihrer zentraler gelegenen Wohnung gelingt, einen Arbeitsplatz zu finden.

Einer anderen Bewohnerin mit türkischen Wurzeln ist schon etwas aufgefallen: „Die Menschen sind so freundlich und hilfsbereit. Ich freue mich wirklich darauf, hier einzuziehen.“ Sie kommt aus Göggingen und wird mit ihrem Mann einziehen. Um eine Wohnung zu bekommen, musste das junge Paar die Einkommensverhältnisse offenlegen – so wie alle Bewerber.

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Die finanziellen und auch die familiären Verhältnisse sind Kriterien bei der Vergabe. Ein Berechtigungsschein ist nicht nötig, da die Wohneinheiten keine ausgewiesenen Sozialwohnungen sind. Die Miete von 7,50 Euro pro Quadratmeter liegt deutlich unter dem für Hartz-IV-Empfänger geförderten Satz, der über acht Euro pro Quadratmeter beträgt.

Das Wohn-Projekt in Bobingen kostet 8,7 Millionen Euro

Die Gesamtkosten von rund 8,7 Millionen Euro für das Projekt stammen aus unterschiedlichen Töpfen: Das Grundstück für die Wohnanlage hat die Stadt beigesteuert. Ein Zuschuss von 3,1 Millionen Euro kommt vom Freistaat und die restlichen 5,5 Millionen Euro konnten im Rahmen eines Förderprogramms als zinsloses Darlehen finanziert werden.

„Wir sind der Meinung, dass es Vorbildcharakter hat, wenn die Stadt und nicht ein privater Investor so ein Projekt umsetzt“, sagt Stadtbaumeister Rainer Thierbach. Damit ein offenes und entspanntes Wohnklima entsteht, hatte Hans Heuberger einen Blick auf die Mischung der Mieter. Er betreute das Vergabeverfahren der Stadt und sorgte dafür, dass alles möglichst unbürokratisch und schnell erledigt wurde. Abgeschlossen ist das Projekt aber noch nicht.

Bislang ist nur eines der drei Gebäude bezogen. Im Juli und August sollen die restlichen Mieter kommen. Die Außenanlagen sollen im September fertiggestellt werden. Bürgermeister Klaus Förster freut sich: Es sei gelungen, ein attraktives Umfeld für Mieter mit geringerem Einkommen zu schaffen. Für die großzügigen Außenanlagen sei viel Grün geplant. Und ein großer Spielplatz. Dieser soll auch für die Bewohner umliegender Häuser und Einrichtungen offen stehen. Im Süden von Bobingen soll eine Art grünes Zentrum entstehen – ein Treffpunkt und ein Ort, an dem Kinder einen Platz zum Spielen haben.

Derzeit entstehen im südlichen Landkreis noch weitere Wohnungen. Das ist nur eine Auswahl der größeren Projekte.

Heidi Berger freut sich darauf, nun im Zentrum von Bobingen wohnen zu können.
Bild: Knöchel

Die Stadt plant sozial geförderte Wohnungen

Im Südwesten der Stadt soll ein neues Baugebiet entstehen. Auf einer Fläche von 11,2 Hektar sollen bis zu 900 Menschen eine neue Bleibe finden. Geplant ist ein Gebiet mit mehrgeschossigen Gebäuden, Reihen-, Doppel- und Einfamilienhäusern. Die Stadt will zudem sozial geförderte Wohnungen errichten – sowohl zur Miete als auch zum Kauf.

Im Zentrum in der Singoldstraße werden 21 Eigentumswohnungen für Betreutes Wohnen gebaut. Neu-Schwabmünchner werden auch auf dem ehemaligen Burger-Grundstück wohnen. Außerdem entstehen entlang der Lechfelder- und Gartenstraße neun Reihenhäuser und ein Mehrfamilienhaus mit sieben Wohneinheiten, beides mit Tiefgarage. Ein weiteres Großprojekt: An der Ecke Mindelheimer Straße und Luitpoldstraße gegenüber der Schwabmünchner Stadtpfarrkirche sind 33 Wohnungen geplant.

2022 soll ein viergeschossiges Solitärgebäude im Zentrum bezogen werden. Im Obergeschoss sind im frei finanzierten Wohnungsbau Zwei- und Dreizimmer-Wohnungen sowie eine Gewerbeeinheit geplant. Eine Projektentwicklungsgesellschaft will aktuell auf dem Areal der ehemaligen Aral-Tankstelle an der Haunstetter Straße und dem nördlich angrenzenden Grundstück eine Wohnanlage errichten, die an der alten B17 Studentenapartments und dahinter reguläre Wohnungen umfassen soll. Am östlichen Stadtrand soll weiteres Bauland entstehen.

Neue Baugebiete in Reinhartshofen

Mit einem neuen Bauprojekt (19 Wohnungen auf drei Vollgeschossen) will die Gemeinde mehr Platz für betreutes Wohnen schaffen. In zentraler Lage ist ein Wohnquartier mit fünf Doppelhäusern in aufgelockerter Bebauung vorgesehen. Vor dem Bahnhof entsteht eine geförderte Anlage mit zwölf Wohnungen.

Um neuen Wohnraum zu schaffen, sollen neue Baugebiete im Ortsteil Reinhartshofen und im Süden von Großaitingen entstehen. Auch kommunale Wohnungen sind geplant. Anfang des Jahres war Spatenstich für den Bau eines Arzt- und Pflegezentrums mit Wohnungen. Rund 6,5 Millionen Euro werden investiert.

Im Neubaugebiet sollen Einfamilienhäuser, zwei Reihenhauszeilen und ein Mehrfamilienhaus mit günstigen Wohnungen entstehen. In der wachsenden Gemeinde kommt der geförderte Wohnungsbau voran: Am Lechring entstehen 22 Ein- bis Dreizimmer-Wohnungen. Sowohl für Singles als auch für bis zu vierköpfige Familien mit niedrigem Einkommen ist das Projekt geeignet.

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