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Ulrichkaserne

24.05.2012

Überlebenshilfe für Flieger in der Bundeswehr

Marc Worch

Das „Zentrum elektronischer Kampf fliegende Waffensysteme“ ist nun endgültig am Lechfeld angekommen. Der Umzug aus Trier ist nun abgeschlossen

Kleinaitingen Seinen zehnten Geburtstag feierte das „Zentrum elektronischer Kampf fliegende Waffensysteme“ nun am Lechfeld – und gleichzeitig den Abschluss seines Umzuges von Trier. Bereits 2001 wurde es im Zug einer Bundeswehrreform angekündigt. Seit Jahren arbeitet und forscht am Lechfeld eine Vorhut. Nun ist die Verlegung abgeschlossen. Die Bundeswehr hatte dazu eigens einen hochmodernen und als Sicherheitstrakt abgeschotteten Neubau errichtet.

Die Hauptaufgabe: der Selbstschutz fliegender Waffensysteme der Bundeswehr. Fluggeräte von Heer, Marine und Luftwaffe werden durch Einbauten vor feindlichen Angriffen aus der Luft oder vom Boden geschützt. Denn Gefahren drohen viele, sei es durch Geschosse, Raketen oder Strahlung. Eine schwere Panzerung ist bei Hubschraubern oder Flugzeugen nicht immer die ideale Lösung. Elektronische Selbstschutzanlagen sind hingegen unter Umständen ein besseres und leichteres Mittel. Längst bekannt sind zum Beispiel sogenannte Täuschkörper, mit denen Truppentransport feindlichen Raketen falsche Ziele bieten.

Zum Geburtstag und ihrem Einzug am Lechfeld war der stellvertretende Befehlshaber des Luftwaffenführungskommandos, Brigadegeneral Helmut Schütz, an seine ehemalige Wirkungsstätte am Lechfeld zurückgekehrt und hielt die Festansprache. Er betonte: „Diese Einheit hat einen Unikat-Charakter in der gesamten Bundeswehr und eine äußerst sensible Aufgabe: den Selbstschutz unserer Soldaten.“

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Schütz freute sich, dass die Verlegung und der aufwendige Neubau sowie die kurzfristigen Umplanungen endlich abgeschlossen seien und die rund 130 Mitarbeiter nun ihrer schwierigen Aufgabe mit völlig neuer Infrastruktur nachgehen könnten. Stolz zeigte sich der Leiter des „Zentrums elektronischer Kampf fliegende Waffensysteme“, Oberstleutnant Marc Worch, dass „in Zeiten fundamentalter Neuausrichtung der Bundeswehr“ ein derart enger Zeitplan eingehalten werden konnte. „Wir sind Dienstleister der Verbände der Bundeswehr und müssen flexibel, kreativ und offen reagieren. Weil uns das gelingt, tragen wir zur Überlebensfähigkeit unserer Soldaten bei.“

Die letzte Rede des Nachmittags hielt vor vielen Ehrengästen der stellvertretende Standortälteste, Oberstleutnant Thomas Dohler. Er betonte ebenfalls die Wichtigkeit der Aufgabe dieser Spezialeinheit, würdigte die Attraktivität des Standorts und dessen Freizeitwert sowie das hervorragende Verhältnis zur Bevölkerung. Umrahmt wurde die Feier vom Luftwaffenmusikkorps 1 München Neubiberg, einer Fahnenabordnung und dem Ehrenzug des Jagdbombergeschwaders 32 sowie einer Präsentation der beiden Waffensysteme Patriot und Jamcar. "Kommentar

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