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Gymnasium

13.07.2016

Unterstufe bringt „Fernseh-Freund“ auf die Bühne

Nach einer Verfolgungsjagd durch Polizei und Bürger haben Anton und Oma (hinten Mitte) bei Karl im Fernseher Zuflucht gefunden.
Bild: Michaela Christa

Theatergruppe der 5. bis 7. Klassen beeindruckt mit Eigenproduktion

Ernste Themen wie Scheidung der Eltern oder übermäßiger Medienkonsum lassen sich auch humorvoll auf die Bühne bringen. Das bewies jetzt die Theatergruppe der Unterstufe des Gymnasiums unter der Leitung von Lehrerin Michaela Christa. In zwei Aufführungen präsentierten die 13 Schülerinnen und Schüler der 5. bis 7. Klasse die Geschichte vom „Fernseh-Freund“.

Der elfjährige Anton, textsicher und mit beeindruckender körperlicher und stimmlicher Präsenz dargestellt von Christoph Koloska, hat es nicht leicht. Seine Eltern streiten andauernd und seine Freunde lassen ihn im Stich, als es in der Schule Probleme gibt. Kein Wunder, dass er seine Freizeit am liebsten vor dem Fernseher verbringt.

Doch dann kann er plötzlich Verbindung zu Karl aufnehmen, der in seinem Fernseher wohnt. Der zwölfjährige Valentin Mößner spielt den väterlichen Freund und Berater, der den Fernseher sogar verlassen kann, souverän und einfühlsam. Seine Mitstreiterin im Kampf gegen die ignoranten Eltern ist Antons Oma, überzeugend dargestellt von Antonia Mößner. Unerschrocken greift sie zu illegalen Mitteln, als es gilt, Karl zu retten, weil die Mutter seinen Fernseher vom Schrotthändler abholen lässt. Polternd tritt dabei Anton Bader als Vater gegen die Mutter an, die Sina Sonnfelder als zickiges und egoistisches Nervenbündel darstellt.

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Die Vorlage für die tragikomische Geschichte über echte und virtuelle Welten hat die Kinderbuchautorin Christine Nöstlinger in Tagebuchform erzählt. Die Schülerinnen und Schüler der Unterstufe setzten den Stoff mit selbst verfassten Dialogen und einer eigenen Interpretation in Szene. „Wichtig ist uns, dass nicht nur einige Schüler in Hauptrollen auf der Bühne zu sehen sind, sondern dass alle Spieler präsent sind“, so Michaela Christa, die Regie führte.

Deshalb waren immer wieder choreografische Elemente, untermalt von Musik, im Stück eingebaut, etwa der Auftritt einer Fußballmannschaft. Auch das reduzierte Bühnenbild – hohle weiße Quader und Würfel, gepaart mit einer ausgefeilten Lichttechnik – trugen dazu bei, dass diese Produktion beeindruckte. Die zahlreichen Zuschauer quittierten die Leistung der Jüngsten des Gymnasiums dann auch mit langem Applaus. (AZ)

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