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Handball

19.01.2019

Vieles erinnert ihn an den letzten WM-Gewinn

xxxxx Holger Hübenthal Handball TSV Schwabmünchen
Bild: Verein

Was der langjährige Schwabmünchner Spieler, Trainer und Funktionär Holger Hübenthal zur Handball-Euphorie sagt und wie er die deutschen Chancen einschätzt.

Spieler, Trainer, Funktionär, Fan – Holger Hübenthal hat in den letzten Jahrzehnten Handball in all seinen Facetten kennen gelernt. Klar, dass der Trainer der Schwabmünchner Bezirksoberliga-Frauen auch bei der Heim-WM mitfiebert und es ihn freut, wenn sein Sport auf einmal in aller Munde ist.

Doch einen nachhaltigen Boom erwartet der 55-Jährige nicht für seine Sportart: „Da erinnert mich vieles an 2007, als Deutschland im eigenen Land den WM-Titel errungen hatte. Auch damals war das Interesse riesig und es kam das eine oder andere Kind mehr zu uns in die Halle. Aber einen nachhaltigen Boom hat auch das nicht ausgelöst. Fußball ist in Deutschland Sportart Nummer eins, und daran wird sich so schnell auch nichts ändern.“ Nur einmal hat aus seiner Sicht eine andere Sportart einen regelrechten Boom erlebt: Als Steffi Graf und Boris Becker in den achtziger Jahren einen Titel nach dem anderen gewannen und dafür sorgten, dass Tennis populär wurde.

Den Titelgewinn 2007 hat er live miterlebt

2007 hat er den deutschen WM-Gewinn live miterlebt. Auch diesmal schaut er sich das eine oder andere Spiel in München an, aber Karten fürs Halbfinale oder Finale hat er diesmal nicht geordert. „Wir sehen uns mit anderen Handballern die deutschen Spiele im Fernsehen an. Das ist schon der Wahnsinn, wie toll die Stimmung in Berlin ist. Spätestens ab dem Halbfinale wollen wir in Schwabmünchen auch Public Viewing in der Sporthalle anbieten.“ Denn das traut er dem deutschen Team durchaus zu: „Wir haben abgesehen von Uwe Gensheimer und Andreas Wolf zwar keine absoluten Weltklasse-Spieler in unseren Reihen, aber das war 2007 auch nicht viel anders.

25.01.2019, Hamburg: Handball: WM, Deutschland - Norwegen, Finalrunde, Halbfinale. Deutschlands Steffen Weinhold l und Fabian Wiede reagieren nach dem Spiel. Foto: Soeren Stache/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
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Die Triumphe und Enttäuschungen des deutschen Handballs
Bild: Soeren Stache

Mit dem Publikum im Rücken und der starken Abwehr ist das Halbfinale durchaus drin. Und ab dann ist alles möglich.“ Allerdings sind die Deutschen für ihn nicht der Topfavorit: „Ich glaube, dass Dänemark die WM gewinnt“, so sein Tipp.

Zu Beginn sei er etwas skeptischen gewesen, räumt Holger Hübenthal ein: „Nach dem schwachen Abschneiden bei der letzten WM bin ich jetzt positiv überrascht, wie gut es läuft.“ Auch der Ärger mit Trainer Christian Prokop ist aus seiner Sicht beigelegt: „Letztes Jahr hat es nicht gepasst und auch ich war überrascht, dass er im Amt geblieben ist. Aber er hat aus seinen Fehlern gelernt und das macht jetzt alles einen guten Eindruck. Die Mannschaft ist eine Einheit, und es macht viel Spaß, ihnen zuzuschauen.“

Mit dieser Mannschaft geht Deutschland in die Handball-WM 2019.
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Deutscher Kader für die Handball-Weltmeisterschaft 2019
Bild: Soeren Stache, dpa
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