Newsticker

Bundesregierung erklärt fast ganz Österreich und Italien zu Risikogebieten
  1. Startseite
  2. Lokales (Schwabmünchen)
  3. Vorzeigemodell für ein friedliches Miteinander

Besuch

22.04.2015

Vorzeigemodell für ein friedliches Miteinander

Senol Isci (Mitte) und weitere Vertreter der Muslimgemeinde empfingen in der Moschee in Bobingen die heimischen Abgeordneten Carolina Trautner (links von ihm) und Hansjörg Durz (rechts von ihm).
Bild: Stephan Dölle

Abgeordnete sind beeindruckt von deutsch-islamischer Verständigung in Bobingen. Muslim-Jugend klopft bei Kirchen an

In Bobingen haben die Stadt, Kirchen und Bürgergruppen schon zu Zeiten der Blütezeit von Hoechst gelernt, mit Menschen anderer Kulturen friedvoll umzugehen. Es gab und gibt vielerlei Initiativen zur Verständigung. Und ein jahrzehntelanges Bestreben zur Integration durch ehemalige Gastarbeiter, ihren Nachfahren in zweiter und dritter Generation, aber ebenso durch Flüchtlinge aus anderen Teilen der Erde in jüngerer Zeit.

Kein Wunder, dass Bobingen bei mancher Meinungsbildung als Vorzeige- und Vergleichsmodell dient. So auch jetzt durch zwei Abgeordnete. Miteinander statt übereinander sprechen – nur so könne ein respektvoller Dialog der Religionen und der Gesellschaft insgesamt aussehen. Darüber waren sich der Bundestagsabgeordnete Hansjörg Durz, die Landtagsabgeordnete Carolina Trautner, die CSU-Ortsvorsitzende Miriam Streit und der Vorsitzende der islamischen DitiB-Gemeinde, Senol Isci, bei einem Treffen in der Moschee in Bobingen einig.

Die Abgeordneten freuten sich zu hören, dass in der Stadt Bobingen ein reger Austausch zwischen katholischer, evangelischer und der Muslimgemeinde stattfindet, wie etwa durch gemeinsame Veranstaltungen mit dem deutsch-türkischen Freundschaftsverein. Dadurch könnten gegenseitige Vorurteile abgebaut und das Verständnis füreinander gestärkt werden.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Islamische Jugendgruppe sucht Kontakt

Dazu passt es auch, dass sich kürzlich eine Jugendgruppe von DitiB gegründet hat, die in Zukunft die Zusammenarbeit mit katholischen und evangelischen Jugendgruppen vor Ort suchen möchte.

Carolina Trautner, die im Landtag Mitglied des Bildungsausschusses ist, nahm außerdem positiv auf, dass die Muslimgemeinde großen Wert darauf legt, dass der in einigen Schulen bereits angebotene Islamunterricht in deutscher Sprache stattfinden muss. Es wäre für muslimische Kinder und Jugendliche überaus wichtig, ihren christlichen Freunden etwas über ihre Religion in deutscher Sprache erklären zu können. Hier sei der Islamunterricht ein ganz wesentlicher Baustein, so Senol Isci.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren