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Walkertshofen: Funkmast könnte teuer werden

Walkertshofen

Funkmast könnte teuer werden

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    Einig wurden sie sich nicht: Dr. Buchner, Physiker aus München (links) und Werner Wagner von Diginet referierten über digitalen BOS-Funk.
    Einig wurden sie sich nicht: Dr. Buchner, Physiker aus München (links) und Werner Wagner von Diginet referierten über digitalen BOS-Funk. Foto: Andrea Strahl

    Wie vereinbart, organisierten Bürgermeister Sven Janzen und Oberrothaner Bürger eine Informationsveranstaltung über den digitalen Behördenfunk. Die Einwohner des Walkertshofer Ortsteils setzen sich dafür ein, dass der Standort eines geplanten BOS-Mastes, der 200 Meter vor ihrem Ort errichtet werden soll, in einem wesentlich größeren Abstand zu ihrem Dorf versetzt wird.

    Eingeladen hatte Rita Fischer aus Oberrothan den Münchner Physiker Dr. Klaus Buchner, der zu Nachteilen und Gefahren dieses Systems referierte. Werner Wagner von Diginet erklärte den Behördenfunk aus Sicht des Betreibers. „Die zentrale Frage ist, welche gesundheitlichen Auswirkungen von Digitalfunk ausgehen“, so Bürgermeister Sven Janzen. Er begrüßte gut 20 Oberrothaner Bürger und die Gemeinderäte.

    „Die Polizei muss den bestmöglichen Funk haben, aber einen, der weder ihnen noch uns schadet“, so Buchner. Mehrere Beispiele würden zeigen, dass diese neue Technik nicht funktioniert – dem allerdings widersprach Wagner von Diginet mit eigenen Erfahrungen. Im Zentrum des Vortrags von Buchner standen zahlreiche Gesundheitsrisiken, die in unabhängigen wissenschaftlichen Studien erforscht seien: „Der Digitalfunk beeinflusst die Gehirnströme, biochemische Reaktionen wie Dopaminmangel wurden nachgewiesen und Erbgutveränderungen durch die Hochfrequenzstrahlung. Er zeigte Bilder von missgebildeten Kälbern. „Die Strahlung greift direkt an den Zellen an, woraus wir alle bestehen.“

    Wagner kannte die Fotos und widersprach: „Man hat dem Bauern nachgewiesen, dass die Missbildung nicht vom Funk kommt. Die wissenschaftlichen Studien ließen sich nicht wiederholen.“ Das Problem sei, dass die Ergebnisse stets abhängig vom Auftraggeber sind. Es gebe noch keine Langzeitstudien.

    Versuchskaninchen jedoch wollen die Oberrothaner absolut nicht sein. „Wir haben Angst. Angst um unsere Gesundheit und unsere Tiere, die unseren Lebensunterhalt bedeuten. Wir haben Angst um unsere Kinder, wenn sich Erbschäden erst in späteren Generationen zeigen.“

    Aber welche Möglichkeit gibt es noch, den Bau zu verschieben, wo doch der Standort bereits seit 2010 mit der Kommune abgesprochen wurde? „Die Standortänderung würde einen sechsstelligen Betrag kosten, den die Gemeinde wegen des bereits unterzeichneten Vertrags zu übernehmen hätte“, so Wagner von Diginet, „der Mast wird dieses Jahr gebaut“.

    Auf einen Appell an Sven Janzen hin, alles zu versuchen, den Mast doch noch zu verschieben, wird sich der Bürgermeister nochmals mit Diginet in Verbindung setzen, um obige Fragen zu klären.

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