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Planung

15.11.2019

Wann kommt der neue Bauhof?

Gerhard Mößner

Seit Jahren wird in Oberottmarshausen über einen Neubau gesprochen – nun kommt Fahrt in das Projekt. Bürgermeister Gerhard Mößner nennt einige Hintergründe zu dem Vorhaben

So mancher Bürger in Oberottmarshausen mag im Mai 2017 etwas neidisch auf die Nachbargemeinde Kleinaitingen geblickt haben. Damals wurde in der dortigen Rudolf-Diesel-Straße der neue Bauhof eingeweiht, der sich seitdem auch zu einem Forum für Veranstaltungen wie das Open-Air-Kino entwickelte. Erste Überlegungen hierfür gab es 2011, sechs Jahre später stand das Gebäude. Auch in Oberottmarshausen wird seit einigen Jahren über einen neuen Bauhof nachgedacht, nur passiert ist seitdem nicht sonderlich viel – bis jetzt.

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Oberottmarshausens Bürgermeister Gerhard Mößner gibt einen Einblick in das Vorhaben. Das noch nicht bebaute Grundstück im Gewerbegebiet Nord ist seit Jahren für den neuen Bauhof und dessen drei Mitarbeiter reserviert. Dort soll das Gebäude einmal errichtet werden – und zwar in sehr naher Zukunft. Eine Gewerbehalle in Gessertshausen habe er bereits angeschaut, ein Entwurfsplan für den Bauhof wurde vom Architekten in Abstimmung mit dem Gemeinderat und den Bauhofmitarbeitern erstellt. 44 Meter lang und 20 Meter breit soll der Bauhof werden, berichtet Mößner. „Eine richtig große Halle mit Sozialräumen und allem Drum und Dran. Das wird eine gelungene Sache, denn wir werden etwas Großartiges bauen“, sagt der Bürgermeister. Denn es soll nicht nur ein Bauhof werden. Im ersten Stock sind Sozialräume vorgesehen. Diese können eventuell auch für Vereine genutzt werden. Aber Genaueres stehe noch nicht fest, sagt Mößner.

Derzeit befindet sich der Bauhof in einer alten Scheune eines stillgelegten Bauernhofs. Ende 2012 ergriff ein Bürger während der Bürgerversammlung erstmals das Wort: Er war der Ansicht, dass die Gemeinde über die Errichtung eines Bauhofgebäudes nachdenken solle. Die alte Scheune sei für Geräte und Fahrzeuge nicht mehr geeignet. Wenige Wochen nach dieser Versammlung stellten die Freien Wähler den Antrag auf „Realisierung eines neuen Bauhofes“. Die Platzverhältnisse werden demnach nicht mehr den aktuellen Anforderungen gerecht. Aus diesem Grund sollte die Gemeinde innerhalb von vier Monaten die Planungen aufnehmen und entsprechende Finanzmittel zur Verfügung stellen. Bürgermeister Gerhard Mößner stellte sich 2013 hinter die Notwendigkeit eines Um- beziehungsweise Neubaus, bezeichnete den Zeitplan damals aber als ambitioniert. Und er sollte recht behalten.

Wann kommt der neue Bauhof?

Zwar stellte der Gemeinderat in den folgenden Jahren jeweils einen sechsstelligen Betrag in den Haushalt ein, das Projekt ging allerdings kaum voran. Vergangenes Jahr kochte das Thema Bauhof während der Bürgerversammlung hoch. Ein Bürger bemängelte den Stillstand und bezifferte die angebliche Preissteigerung eines Neubaus auf einen sechsstelligen Betrag. Mößner versprach, dass der neue Bauhof im Gewerbegebiet Nord noch 2019 in Angriff genommen werde. Dafür seien Finanzmittel in Höhe von 600000 Euro bereitgestellt. Diese werden aber in diesem Jahr definitiv nicht komplett benötigt, so der Bürgermeister. Für eine Kostenschätzung sei es allerdings noch zu früh.

Mößner hofft, dass der Spatenstich im Frühjahr 2020 sein wird: „Das wäre ein schöner Abschluss meiner dann 18-jährigen Amtszeit als Bürgermeister, die mit der nächsten Kommunalwahl endet.“ Die Kritik, die vereinzelt an der langen Zeitspanne von der Absicht bis zur Umsetzung des neuen Bauhofs kommt, kann Mößner nur zum Teil nachvollziehen. „Ein Neubau ist notwendig, aber wir konnten die Aufgaben noch gut erfüllen. Auch deswegen brannte das Thema nicht unter den Nägeln“, sagt der Bürgermeister. Er ist überzeugt, dass Projekte nur sehr gut werden, wenn man sie permanent begleite: „Man kann manchmal nicht auf drei Hochzeiten tanzen, auch wenn es wünschenswert wäre.“

Der barrierefreie Umbau der Grundschule sowie der kommunale Wohnungsbau hatten für Mößner dieses Jahr mehr Priorität. Nachdem diese Projekte fast abgeschlossen sind, rücken nun andere Themen in den Vordergrund – so wie der Bauhof.

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