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Warum das Gesundheitsamt richtig reagierte

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Kommentar Von Daniel Weber
04.04.2019

Weil das Gesundheitsamt Schüler vom Unterricht ausschloss, beschwerten sich Eltern. Das macht die Entscheidung nicht weniger sinnvoll.

Das Gesundheitsamt hat im Windpockenfall in Königsbrunn schnell gehandelt. Aber auch angemessen? In den unvermeidlichen Kommentaren mancher Skeptiker zu Impfschäden und einem Gewinnstreben der Pharmaindustrie trat unvermeidlich die Frage auf, warum eigentlich gerade diejenigen vor den Windpocken geschützt werden, denen sie nicht gefährlich werden.

Kinder verkraften die Krankheit schließlich gut und sind danach lebenslang geschützt, nur die Erwachsenen sollten sich vor ihr hüten. Sollten also nicht besser die Kinder Windpocken bekommen, damit sie später immun dagegen sind? Will hier etwa jemand den Impfstoff-Verkauf ankurbeln? Natürlich nicht.

Auf Windpocken kann eine Gürtelrose folgen

Die Antwort ist einfach: Erwachsene hatten zum größten Teil bereits Windpocken. Kinder werden geimpft, damit ihnen kein Risiko droht. Denn: Obwohl die Krankheit in jungen Jahren einfach verläuft, kann auf Windpocken Jahrzehnte später eine Gürtelrose folgen. Beides wird durch gleiche Viren ausgelöst. Die Krankheit, die sich wie vom Wind getragen verbreitet, geht zuweilen mit Komplikationen einher und löst brennende Schmerzen aus. Ist es sinnvoll gegen so etwas zu impfen? Und ist es sinnvoll, die Windpocken auszurotten? Leichte Frage.

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