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Was bleibt von der Debatte zur Ilsesee-Gastronomie?

Was bleibt von der Debatte zur Ilsesee-Gastronomie?
Kommentar Von Adrian Bauer
14.03.2020

Das Wahlkampfgetrommel hat etwas überlagert, dass die Entscheidung des Bauausschusses nun kein Riesenschritt war. Erfreulich sind die Erkenntnisse trotzdem.

Der Ilsesee gehört nicht nur im Sommer zu den beliebten Ecken Königsbrunns. Daher ist es höchst erfreulich, dass in (hoffentlich) naher Zukunft einige Ärgernisse rund um das Gewässer beseitigt werden. Ein schöner Rundweg wertet den See ebenso auf, wie vernünftige Umkleidekabinen und Toilettenanlagen mit ausreichend Kapazität. All dies kann die Stadt nun als Eigentümer in Angriff nehmen. Das Geld für den Kauf ist mit Sicherheit gut angelegt.

Bei der Debatte zur Gastronomie geht im Donnern der Wahlkampftrommeln ein wenig unter, was letztlich das Resultat ist: Man hat sich grundsätzlich darauf verständigt, dass man es nicht völlig abwegig fände, wenn dort ein richtiges Speiselokal errichtet wird. Nun werden Kriterien erarbeitet, die Auskunft darüber geben, was ein Investor erfüllen muss, um eine Chance auf den Bauplatz zu haben.

Investor muss sich für die Gastronomie am Ilsesee finden

Dann muss sich ein Investor finden, der diese Kriterien erfüllen möchte. Und der muss wiederum das Gebäude errichten. Bei aller Sympathie für die Vorstellung am Seeufer ein Glas Wein zu genießen – bis es soweit ist, lohnt es sich, den heimischen Weinkeller noch einmal gut zu füllen.

Erfreulich an der Debatte war, dass zwei etwas merkwürdige Ideen aus den schriftlichen Einlassungen nicht aufgegriffen wurden. Im Antrag von Nicolai Abt ist die Rede davon, dass die Stadt die Gastwirtschaft planen und bauen möge – was in der Diskussion zurecht von allen Fraktionen nicht als sinnvolle Option oder Aufgabe einer Kommune gesehen wurde. Getoppt wird das noch von der Anmerkung in der Stellungnahme der Verwaltung, eine attraktive Gastronomie am Ilsesee könne die innerstädtische Entwicklung beeinträchtigen. Eine 30.000-Einwohner-Stadt sollte mehr als ein zusätzliches attraktives Gasthaus aushalten können, könnte man meinen.

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