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Königsbrunn

19.11.2019

Was steckt hinter der Königsbrunner Massenschlägerei?

Ein Großaufgebot der Polizei war vor Ort, um nach der Massenschlägerei in Königsbrunn für Ruhe zu sorgen.
Bild: Alexander Kaya (Symbolbild)

Die Polizei sucht das Motiv für den Tumult in Königsbrunn, bei dem vier Jugendliche und Polizisten angegriffen wurden. Was erste Ermittlungen ergeben haben.

Der Tumult vor einer Königsbrunner Bar hat am Wochenende viele Menschen aufgeschreckt. Für die Polizei beginnt nach der ersten Aufarbeitung der Ereignisse jetzt die eigentliche Ermittlungsarbeit. Eine größere Gruppe junger Männer hatte am frühen Samstagmorgen vor der Gaststätte vier andere Männer verprügelt, einige gingen später auch noch auf Polizisten los. Eine Frage, die sich die Polizei stellt: Warum kam es eigentlich zu der Schlägerei?

Laut Artur Dachs, dem Leiter der Bobinger Inspektion, hat sich bei den ersten Ermittlungen noch kein klarer Auslöser für die Tat ergeben. Die Bar in der Königsbrunner Innenstadt sei bislang aus polizeilicher Sicht nicht negativ aufgefallen. An dem Abend habe normaler Gaststättenbetrieb geherrscht. Die vier Geschädigten seien einfach an der Bar vorbeigelaufen und offenbar aus der größeren Gruppe heraus angesprochen worden. Nach einem Wortwechsel seien dann die Fäuste geflogen: „Stand jetzt sie es so aus, als wären die vier Geschädigten zur falschen Zeit am falschen Ort gewesen. Im Fall der Täter könnte es ein Massenphänomen gewesen sein: Einer springt zuerst, andere hinterher.“

Polizisten setzen Pfefferspray gegen Angreifer ein

Die Ermittlungen hätten allerdings gerade erst begonnen. In den nächsten Tagen werden die 16- bis 19-Jährigen Geschädigten vernommen, danach auch noch einmal die Beschuldigten und weitere Zeugen. Die Opfer wurden kurzzeitig im Krankenhaus behandelt, stationär aufgenommen mussten sich nicht werden. Polizisten wurden bei dem anschließenden Handgemenge mit der größeren Gruppe nicht verletzt. In der großen Gruppe wurden einige Beteiligte durch das von den Polizisten eingesetzte Pfefferspray getroffen.

Was steckt hinter der Königsbrunner Massenschlägerei?

Die Beamten wurden angegangen, als sie einen besonders aggressiven Mann in Gewahrsam nehmen wollten. Sie riefen Verstärkung, sodass zwischenzeitlich bis zu zwölf Einsatzwagen vor Ort waren. Die Beamten haben von zahlreichen Personen die Personalien aufgenommen und ist zuversichtlich, dass man damit zumindest die meisten Tatbeteiligten erfasst hat, sagt Artur Dachs: „Aber es kann sich natürlich während der Zeugenbefragungen noch herausstellen, dass noch andere Personen beteiligt waren.

Angreifer in Königsbrunn hatten Alkoholpegel bis zu 2,5 Promille

Bei der Gruppe aus der die Schläger kamen, handelt es sich um junge Männer im Alter zwischen 18 und 23 Jahren. Einige von ihnen hatten einiges getrunken. Bei den Atemalkoholkontrollen kam Werte bis zu 2,5 Promille heraus. Alle Beteiligten sind deutsche Staatsangehörige, bei manchen gebe es einen osteuropäischen Migrationshintergrund, heißt es von der Polizei. Insgesamt 14 Männer erwartet Stand jetzt ein Strafverfahren unter anderem wegen Landfriedensbruch, gefährlicher Körperverletzung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, den Angriffen auf die Beamten, versuchte Gefangenenbefreiung und Beleidigung.

Zeugen der Tat sollen sich bei der Polizei in Bobingen melden unter Telefon 08234/9606-0.

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