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Königsbrunn

29.06.2017

Wasser muss nicht mehr abgekocht werden

Die Bürger in Königsbrunn dürfen das Leitungswasser wieder ganz normal nutzen.
Bild: JLO_FOTO, Fotolia.com (Symbolbild)

Jetzt steht fest: Es gab zu keiner Zeit gefährliche Erreger in der Flüssigkeit. Rathaus informiert Königsbrunner am Freitag mit Handzetteln.

Darauf haben die Bürger sieben Tage lang gewartet: Seit Donnerstagnachmittag dürfen sie das Leitungswasser wieder ganz normal nutzen. Die Stadt Königsbrunn hat die Abkochanordnung aufgehoben. „Das Wasser hat Trinkwasserqualität. Es war zu keinem Zeitpunkt mit Krankheitserregern versetzt“, sagte Marc Schlachter vom Gesundheitsamt. Bürgermeister Franz Feigl erklärte, dass alles im Normbereich sei. Schon die erste entnommene Wasserprobe am Montag habe keine gefährlichen Erreger enthalten.

Nachdem am vergangenen Freitag die Wasserwerkversorgung kurzzeitig ausfiel, konnte nicht ausgeschlossen werden, dass sich Krankheitserreger im Wasser befinden. Der Ausfall der Pumpen in der Anlage führte zu einem Druckabfall. Dadurch lösten sich kleine Ablagerungen im Leitungsnetz, die normalerweise durch den Wasserdruck an der Wand gehalten werden. Labortechniker entnahmen deshalb in den vergangenen Tagen an verschiedenen Stellen des Leitungsnetzes Proben und prüften diese auf Krankheitserreger. Das sei auch nötig gewesen, weil das Wasser zeitweise trüb war, erklärte Schlachter.

„Es hätte noch viel schlimmer kommen können“

Er sagt weiter, dass es sein kann, dass noch bräunliches Wasser aus Wasserhähnen kommt, die in den vergangenen Tagen nicht genutzt wurden. Er forderte die Bürger deshalb auf, diese Wasserhähne bis zu fünf Minuten laufen zu lassen, bis das Wasser wieder klar ist. Um alle Bürger von den neuesten Entwicklungen zu informieren, bleibt das Rathaus am Freitagmorgen geschlossen. „Unsere Mitarbeiter werden in der ganzen Stadt Handzettel verteilen“, sagte Bürgermeister Feigl. Bei zusätzlichen Fragen können sich die Menschen weiter an das Bürgertelefon der Stadt Königsbrunn wenden (Telefon 08231/606-0).

Feigl entschuldigte sich bei den Bürger für die Unannehmlichkeiten. Es sei schlicht ein Unglück gewesen, dass die Maschinen ausgefallen sind. Der Bürgermeister sagte auch, dass es nur ein „kleiner Unglücksfall“ gewesen sei. „Es hätte noch viel schlimmer kommen können, wenn wir die Maschinen gar nicht mehr in Gang bekommen hätten.“ Momentan laufen drei der vier Pumpen im Wasserwerk wieder. Dadurch sei eine Stabilität da. Es fehle jedoch der „doppelte und dreifache Boden.“ Man arbeite mit Hochdruck daran, die Versorgungssicherheit wiederherzustellen.

Feigl bedankte sich bei allen Beteiligten im Rathaus, dem Gesundheitsamt, bei den Stadtwerken und der Feuerwehr für das gute Krisenmanagement. Als Beispiel nannte er Andreas Penner, Wassermeister bei den Stadtwerken Königsbrunn. Penner habe mehrere Nächte im Wasserwerk übernachtet, um alles zu überwachen. Auch die Feuerwehr habe sehr gut reagiert. Sie habe innerhalb von zwei Stunden das Stadtgebiet abgefahren und die Bürger per Lautsprecher über die Situation informiert. Der Festbetrieb auf der Gautsch konnte zudem ohne größere Probleme weitergehen, berichtete Feigl. „Königsbrunn hat großen Zusammenhalt bewiesen und viel Disziplin aufgebracht“, sagte er.

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