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Bobingen

09.09.2020

Wie soll der Verkehr in Bobingen fließen?

Eine Beruhigung und Entzerrung sowie mehr Sicherheit für Radfahrer soll das Ziel in der Hochstraße sein.
Bild: Elmar Knöchel

Plus In Bobingen machen sich die Verantwortlichen in den Fraktionen Gedanken über die Mobilität der Zukunft. Das sind ihre Vorschläge.

Noch vor der Sommerpause hat der Bobinger Stadtrat die Fortschreibung des zehn Jahre alten Verkehrskonzeptes auf den Weg gebracht. Wir haben bei den Fraktionen nachgefragt, was sie sich für die zukünftige Mobilitätsgestaltung wünschen.

Am fleißigsten waren die Grünen. Ihre Vorschläge für ein zukunftssicheres Bobingen füllen mehrere Seiten. Über allem steht der Klimaschutz. Bobingen soll mit gutem Beispiel vorangehen und wenn möglich die Pariser Klimaziele erreichen. Dazu wünschen sich die Grünen einen besser aufgestellten öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV), mehr Fahrräder auf den Straßen, ein gutes Carsharing-Angebot, Rufbus, Lastenräder und neue Radwege. Kurzum: Bobingen soll zur Fahrradstadt werden.

Augenmerk auf Schulwegsicherheit in Bobingen

Weiter auf der grünen Wunschliste stehen der barrierefreie Ausbau des Bahnhofes und ein Stopp sämtlicher Straßenneu- und ausbauten. Zusätzlich setzen sie ihre Hoffnungen auf den Ausbau des Seniorenfahrdienstes und die Schaffung einer Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge. Abwartender geht die CSU-Fraktion an die Sache heran. Dort verweist man auf das jetzt in Auftrag gegebene Verkehrskonzept. Es sollte zuerst einmal eine Ermittlung der tatsächlichen Verkehrsströme erfolgen. Denn gerade durch die Sanierung der Hochstraße hätten sich diese doch spürbar verändert. Daher müsse man auf die neuen Zahlen der Verkehrszählung warten, um den Bedarf für konkrete Maßnahmen besser einschätzen zu können. Großes Augenmerk will die CSU auf die Schulwegsicherheit und Verkehrsberuhigung vor Schulen und Kindergärten legen. Auch eine bessere Beleuchtung solle dazu beitragen.

Wie soll der Verkehr in Bobingen fließen?

Ähnlich sieht das Rainer Naumann von den Freien Wählern: „Eine Wunschliste zum jetzigen Zeitpunkt ist verfrüht. Erst einmal sollen die Verkehrsplaner ihre Hausaufgaben machen.“

Die Aufgabe des Stadtrates sei dann, den Bürgern die neuen Konzepte wie Carsharing, Rufbus und Mitfahrerbänke schmackhaft zu machen. Die Freien Wähler wollten verstärkt darauf achten, dass neue Angebote möglichst effektiv und unkompliziert zu verwirklichen sind.

Fahrräder und Bahn – ist das die Zukunft? Dafür aber gibt es in Bobingen noch zu wenig Stellplätze am Bahnhof.
Bild: Elmar Knöchel

Detaillierte Vorschlagsliste der Stadträte

Bei der FBU dagegen, setzt man schon zu diesem frühen Zeitpunkt auf eine detailliertere Vorschlagsliste. Dazu gehören verschiedene Einzellösungen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit, der Ausbau des ÖPNV, die Entzerrung der Parkflächen in Bobingen und umfangreiche Verbesserungen am Bahnhof. Um zukunftssicher zu bleiben, setzt auch die FBU auf die Einführung von Ladestationen und den Aufbau von Wasserstofftankstellen. Lastenräder sollen ebenfalls ein Thema werden. Die SPD schließlich möchte, dass in den neuen Planungen stärker berücksichtigt wird, dass im Bobinger Hauptort in Zukunft sämtliche Straßen Gemeindestraßen sein werden. „Damit wächst unser Gestaltungsspielraum immens“, so Edmund Mannes. Es seien Maßnahmen wie ein generelles Tempolimit von 30 Stundenkilometern im gesamten Ortsgebiet und die Einführung eines Tempo-20-Bereiches in der Hochstraße denkbar. Anstatt auf „zu viel Regelwut“ zu setzen, solle man eher Lösungen suchen, die ein gleichberechtigtes und rücksichtsvolles Miteinander aller Verkehrsteilnehmer anregen. Zudem stehe die SPD-Fraktion in engem Kontakt zur Bobinger Feuerwehr, um auch deren Meinung mit einfließen zu lassen.

Die detaillierten Wunschlisten der Fraktionen finden Sie im Internet unter www.geirhos.rocks/mehr-mobilitaet-weniger-verkehr/ (Grüne), www.csu.de/verbaende/ov/bobingen/aktuelles/august-2020/verkehrskonzept-csu-rueckmeldung/ und FBU – www.fbu-bobingen.de/2020/02/04/verkehr-gesamtkonzept-anpacken/

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