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Hurlach

02.08.2019

Wilhelm Böhm räumt seinen Stuhl

Wilhelm Böhm verzichtet auf eine vierte Amtszeit. Bei der Kommunalwahl wird deswegen ein neuer Bürgermeister ins Rathaus einziehen.

Hurlachs Bürgermeister Wilhelm Böhm tritt bei der Kommunalwahl nicht mehr an. Welches Amt er behalten möchte.

Bürgermeister Wilhelm Böhm wird bei den Kommunalwahlen im Frühjahr 2020 nicht mehr für dieses Amt in Hurlach kandidieren. Als Erste erfuhren das die Gemeinderäte in nichtöffentlicher Sitzung. „Weil sie mir in dieser Angelegenheit am Nächsten stehen“, so Böhm. Jetzt wurde auch die CSU-Kreistagsfraktion, deren Vorsitzender Böhm ist, von dem Rückzug auf kommunaler Ebene unterrichtet.

Der Entschluss sei länger gereift, so Böhm. Engen Vertrauten habe er im Frühjahr bereits gesagt, dass er zu 60 Prozent aufhöre. „Ich habe bis hierher drei schöne Perioden gehabt“, sagt der Bürgermeister. Auf den Gemeinderat sei stets Verlass gewesen. In dem Gremium sei konstruktiv diskutiert, Entscheidungen seien gemeinsam getragen worden. „Ich habe aber auch Glück gehabt“, erklärt Böhm. „Meine Amtszeit fiel in eine Zeit guter Konjunktur.“ Die Nachfrage nach Gewerbegrund und auch Flächen für Wohnbebauung stieg. Hurlach konnte beides anbieten. Für die Gemeinde konnte so ein finanzielles Polster erwirtschaftet werden, das die Umsetzung von Projekten möglich machte. „Was ich mir vorgenommen habe für den Ort, ist erreicht.“ Zuweilen sei dafür gutes Durchhaltevermögen erforderlich gewesen.

Böhm: Möchte selber bestimmen können, wann Schluss ist

Den Rückzug zum jetzigen Zeitpunkt empfindet Böhm, der im Oktober 62 Jahre alt wird, als guten Entschluss. „Ich möchte selber bestimmen können, wann Schluss ist“, erklärt er und betont: „Ich kann loslassen.“ Für den Gemeinderat werde er auch nicht kandidieren. Böhms Engagement im Kreistag allerdings soll noch nicht zu Ende sein. Vorausgesetzt, er wird erneut in dieses Gremium und auch zum Vorsitzenden der CSU-Fraktion gewählt, möchte er beide Ämter mit vollem Einsatz ausfüllen und die Arbeit dort intensiv betreiben.

Wilhelm Böhm ist ehrenamtlicher Bürgermeister. Zwei Tage pro Woche ging er seinem Beruf in München nach, verließ dafür das Haus in jüngster Zeit bereits vor 5 Uhr morgens. Das werde er auch abschließen, hat sich Böhm vorgenommen. Es soll mehr Zeit für die Familie geben. „Das Private kommt im Amt immer zu kurz.“ Deswegen hat er auch eine klare Meinung zu der Frage, ob das Amt des Bürgermeisters im Haupt- oder Ehrenamt ausgeübt werden sollte. „Eine prosperierende Gemeinde wie Hurlach ehrenamtlich zu verwalten, ist bei der zunehmenden Fülle an Aufgaben eigentlich nicht mehr möglich.“ Im Herbst werde er das im Gemeinderat thematisieren, zur Diskussion stellen und darüber abstimmen lassen, ob das nächste Gemeindeoberhaupt im Haupt- oder Ehrenamt arbeiten soll. (löbh)

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