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Begegnung

14.09.2015

Willkommen im Café international

Der Treffpunkt ist immer gut besucht

Ein Projekt in Bobingen bringt Einwohner und Flüchtlinge zusammen

Das Auffälligste an den Besuchern des Café international ist, dass jeder ein Schild mit seinem Namen und seinem Herkunftsland trägt. Und es geht weitaus lebhafter zu als in einem anderen Café: An den großen Tischen werden Spiele gespielt, Kuchen gegessen und die Unterhaltung zwischen den Gästen ist angeregt und oft sehr gestenreich. „Willkommen!“ steht in vielen Sprachen an der Tafel im ehemaligen Schulsaal der alten Mädchenschule. Hier, wo jetzt der Treffpunkt Soziale Stadt ist, treffen sich jeden Freitag Flüchtlinge und Bürger, um einander besser kennenzulernen.

Zur Vorgeschichte: Nach dem sehr erfolgreichen Begegnungsabend zwischen Flüchtlingen und Bürgern im evangelischen Gemeinsaal im April dieses Jahres ging alles ganz schnell. Spontan bildete sich der Helferkreis Asyl, der sich für die Flüchtlinge engagieren wollte. Man schloss sich mit Quartiersmanager Bernd Beigl kurz, und schon am 3. Juli fand das erste Café international im Treffpunkt Soziale Stadt statt.

„Seither ist der Treffpunkt am Freitag immer sehr gut besucht“, freut sich Beigl. Und die Bobinger Künstlerin Tanja Leodolter vom Helferkreis erklärt, warum sie sich hier engagiert: „Ich war einfach neugierig auf die Menschen und wollte etwas tun, um ihnen zu helfen“, sagt Leodolter.

Willkommen im Café international

Ein weiterer Aspekt ist für sie, dass die Flüchtlinge hier soziokulturell sehen können, etwa „wie wir Dinge tun und miteinander umgehen“. Gerade gibt sie Getränke aus, während Barbara Rusch aus Wehringen selbst gebackenen Kuchen verteilt.

Das Café international soll eine Stätte der Begegnungen, des Kennenlernens, aber auch eine Anlaufstelle sein. Der Helferkreis Asyl kümmert sich nicht nur um sportliche und kulturelle Aktivitäten, er vermittelt Kontakte, unterstützt beim Deutschlernen und gibt Hilfestellung beispielsweise bei Behördengängen.

Von Kindern bis hin zu Senioren reicht das altermäßige Spektrum der kontakt- und hilfsbereiten Bobinger, die hier hereinschauen. Und die Flüchtlinge kommen regelmäßig und gerne, etwa Hossin und Jafar aus Afghanistan: „Wir fühlen uns wohl hier. Es hilft uns, Deutsch zu lernen. „Es ist Ruholla aus Afghanistan, der das übersetzt. Sein Deutsch ist schon relativ gut. „Wir fühlen uns nicht alleingelassen“, fügt er hinzu.

Das Café international findet in Bobingen jeden Freitag von 16 bis 18 Uhr im Treffpunkt Soziale Stadt in der Pestalozzistraße 1 statt. Ausnahme ist in der kommenden Woche: Da findet das Café international am Samstag, 19. September, am Bobinger Bewegungstag von 13 bis 16 Uhr mit Live-Musik aus Eritrea statt.

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