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Bayern: Windkraftgegner feiern Stopp ungeplanter Windparks im Regionalplan Augsburg

Bobingen

Erstes Windkraftziel erreicht: So reagieren die Windkraftgegner

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    Groß war das Interesse am jüngsten Treffen der Mitglieder des Regionalen Planungsverbands.
    Groß war das Interesse am jüngsten Treffen der Mitglieder des Regionalen Planungsverbands. Foto: Maximilian Czysz

    Es ist ein Novum in Bayern: Im regionalen Planungsverband Augsburg, dem Stadt und Landkreis Augsburg sowie die Landkreise Aichach-Friedberg, Dillingen und Donau-Ries angehören, wurde Mitte der Woche für den Windenergie-Regionalplan das Teilflächenziel von 1,1 Prozent festgestellt. Das bedeutet: Damit entfällt die bisher geltende gesetzliche Privilegierung von Windkraftanlagen im Außenbereich. Helmuth Reitmayer von der Initiative „Die zügellose Planung von Windparks nach Gutdünken privater Betreiber ist damit erst einmal gestoppt. Das ist ein wichtiger Schritt hin zu mehr Augenmaß und Standortqualität.“

    Mit der Entscheidung im Planungsverband sei das Ziel des Antrags von Landrat Martin Sailer erreicht, den Ausbau der Windenergie in der Region besser zu steuern und gleichzeitig den Naturpark Westliche Wälder als Landschaftsschutzgebiet zu bewahren. Die Bürgerinitiative hofft, dass die Bedenken der Unteren Naturschutzbehörde, die bereits in der Regionalplanung als Einwendung beziehungsweise Stellungnahme eingebracht worden seien, im Genehmigungsverfahren hinreichend berücksichtigt werden. „Insbesondere die Pläne für zehn Windräder bei Burgwalden müssen sorgfältig geprüft werden. Wir erwarten, dass Natur- und Artenschutz ernst genommen werden und die Westlichen Wälder nicht durch überdimensionierte Vorhaben zerstört werden“, so Reitmayer. Vor einigen Wochen wurde der Genehmigungsantrag zum Bau des Windparks westlich von Bobingen eingereicht. Das bedeutet: Im Rahmen des gesetzlich vorgeschriebenen Verfahrens werden jetzt insgesamt 19 Fachbehörden die Umsetzbarkeit des Vorhabens prüfen.

    Wirtschaftlichkeit und Ökologie zusammendenken

    Die Bürgerinitiative begrüßt außerdem die Ankündigungen von Bundeswirtschaftsministerin Reiche, in der Energiepolitik neue Wege zu gehen und Wirtschaftlichkeit beim Ausbau der Erneuerbaren wieder stärker zu berücksichtigen. „Wir wollen eine Energiewende, die ökonomisch sinnvoll und ökologisch verantwortbar ist. Dass jetzt wieder Fakten statt Ideologie zählen, ist gut für die Region, für unsere Wälder und für die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler“, heißt es seitens der Bürgerinitiative.

    Die Bürgerinitiative Gegenwind-Augsburg setzt sich für eine maßvolle, naturverträgliche und wirtschaftlich tragfähige Energiewende in der Region Augsburg ein. Im Mittelpunkt stehen der Schutz des Naturparks Westliche Wälder, die Stärkung kommunaler Planungshoheit sowie die Wahrung von Landschafts- und Lebensqualität. Beim jüngsten Treffen des Planungsverbands hatten Mitglieder der Initiative ihre Forderungen auf einer Tischvorlage ausgeteilt. Vertreter der Bürgerinitiative „Gegenwind Marxheim-Schweinspoint“ waren in neongelben Westen mit einem Protestplakat gekommen.

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