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  3. Landkreis Augsburg: "Lied ist kaputt": "L'Amour Toujours" fliegt auf Partys aus Programm

Landkreis Augsburg
29.05.2024

"Lied ist kaputt": "L'Amour Toujours" fliegt auf Partys aus Programm

Ob im Club, auf der Gautsch oder dem Schützenfest: Gefeiert wird im Landkreis Augsburg in den kommenden Wochen oft. Zu "L'Amour Toujours" wohl aber eher selten.
Foto: Fabian Sommer, dpa (Symbolbild)

Ein Lied, das für die Liebe stehen soll, ist nun wegen rechtsradikaler Konnotation auf dem Oktoberfest verboten. Auch im Kreis Augsburg wird es seltener zu hören sein.

Im selben Jahrzehnt, in dem Gigi D'Agostino mit "L'Amour Toujours" einen Welthit landete, startete auch Stefan Egger als DJ durch. Zwar im etwas kleineren Rahmen als der Italiener, aber auch Jahrzehnte später wird Eggers "Cosmic Esmeralda" aus den 1990er-Jahren auf Youtube noch Hunderttausende Male angehört. Im Landkreis Augsburg und in der Region ist er auch als Betreiber der Diskothek PM in Untermeitingen und des Sommerkellers in Igling bekannt. Und dadurch mit der Kontroverse um "L'Amour Toujours" konfrontiert. Meist junge Menschen hatten auf Sylt, der Erlanger Bergkirchweih und an vielen anderen Orten "Ausländer raus" und weitere rassistische Parolen zur Melodie des Liedes skandiert. Auf der Wiesn darf es deshalb heuer nicht gespielt werden. Wie sieht es im Landkreis Augsburg aus?

"Wenn die Gefahr besteht, dass irgendwo ein paar Deppen dabei sind, die das grölen - dann spielt man es lieber nicht", sagt Stefan Egger, DJ und Betreiber des PM in Untermeitingen.
Foto: Marcus Merk (Archivbild)

Er sei aktuell lieber vorsichtig, sagt Egger. Auch wenn es schade um ein tolles Lied sei. "Wenn die Gefahr besteht, dass irgendwo ein paar Deppen dabei sind, die das grölen - dann spielt man es lieber nicht." Er selbst würde es aktuell nur bei eigenen Veranstaltungen der Cosmic-Community auflegen, bei denen er sich sicher sein könne, dass kein rechtes Gedankengut im Publikum vertreten sei. "Ich habe ein sehr multikulturelles Publikum", sagt er. Die Verunglimpfung des Liedes habe er bisher nie erlebt. Werde er auf Veranstaltungen als DJ gebucht, verzichte er aktuell dennoch darauf, den Hit zu spielen. Das sei auch im Interesse Gigi D'Agostinos. Es brauche ein paar Monate, "um den Deppen den Nährboden zu entziehen". 

Auf der Gautsch in Königsbrunn läuft "L'Amour Toujours" wohl nicht

Wie würde er reagieren, wenn jemand zu dem Lied die rassistische Parole grölt? "Ich würde als DJ sofort leise machen und heruntergehen und die Diskussion suchen." Den DJs, die in seinen Clubs auftreten, rate er, das Lied aktuell nicht zu spielen. Er lasse ihnen aber ihre künstlerische Freiheit. Seine Sicherheitsleute sensibilisiere er aber dafür, einzugreifen, falls der Song doch aufgelegt werde und es tatsächlich zum rassistischen Gesang kommen sollte. Die Grölenden fliegen dann laut Egger raus.

In seinen Zelten, wo nur Live-Musik gespielt werde, laufe das Lied wohl ohnehin nicht, sagt Festwirt Kurt Paiser aus Scherstetten. Die Debatte darum habe er gar nicht genau verfolgt. Er stellt klar: "Wir sind gegen rechts." Genaueres werde im Vorfeld nochmal mit den jeweiligen Gemeinden besprochen, vor der Gautsch, die Ende Juni ansteht, etwa mit der Stadt Königsbrunn. "Es gibt auch andere Songs, zu denen man Party machen kann."

In Kurt Paisers Zelten, wie hier heuer beim Volksfest in Mering, wird "L'Amour Toujours" wohl erstmal nicht mehr gespielt.
Foto: Eva Weizenegger (Archivbild)

"Gigi D'Agostino kann nichts dafür", sagt Maik Müller vom Schützenverein Steinekirch. Der Verein aus dem Zusmarshausener Ortsteil feiert von 6. bis 9. Juni sein 125-jähriges Bestehen. Wie Egger findet Müller, der ebenfalls seit Jahrzehnten selbst als DJ auflegt: "Schade um das Lied. Das war immer ein Dancefloor-Füller." Dennoch ist für ihn mit Blick auf das Schützenfest klar: "Wir haben einen Barbetrieb und bei diesem Barbetrieb wird das Lied nicht laufen." Wie lange dauert es, bis Gras über die Sache wächst? Man könne "L'Amour Toujours" wohl erst in zehn Jahren wieder spielen. "Das Lied ist jetzt kaputt", bedauert Müller.

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29.05.2024

Die Politik hat echt keine anderen Sorgen mehr. Wegen ein par Spinnern soll jetzt ein beliebtes Party-Lied nicht mehr gespielt werden. Da haben manche wirklich nicht mehr alle Latten am Zaun. Mitt Stefan Egger wurde wohl wieder ein "Opfer" gefunden, der natürlich Systemtreu "nachblabbert", das er das Lied nicht mehr in seinem Club spielt. Nun, wir werden es nun erst recht spielen. Man muss nicht auf jeden Zug mit aufspringen.

29.05.2024

ICh finde, Egger hat Anstand und Charakter. Ich gebe ihm vollkommen recht. Was Sie hier beschreiben, ist kindlicher Trotz.

29.05.2024

Die ganze Sache hat doch gezeigt, wie stark Ausländerhass in weiten Kreisen der Bevölkerung fußgefasst hat, sowohl bei Jungen wie bei Alten und nicht nur bei den Rechtsradikalen.
Eric T. und seine "Gesinnungsgenossen" : Sie argumentieren unlogisch, denn das "Lied" wird jetzt erst richtig bekannt.

29.05.2024

Haben wir in diesem Land noch andere Sorgen? Ein Minister der die Bürger "testet" ist für uns kein Aufreger!!!

29.05.2024

Mit Verboten kennt sich die Ampel und ihre Gesinnungsgenossen ja bestens aus. Was kann das Lied dafür? Steht dem Künstler Schadenersatz zu wegen nun entgangenen Einnahmen?

29.05.2024

Wo wird das Gesetz von der Ampel verboten? Wo gibt es bitte ein entsprechendes Gesetz oder Anordnung?
Es verzichten viele Veranstalter freiwillig darauf, dieses Lied zu spielen. Um eben solchen Leuten nicht in Versuchung zu bringen ...
Wegen Schadensersatz kann ja der Künstler sich an die aufrechten und besorgten Bürger im Sylter Video wenden. Diese sind dafür vorallem verantwortlich, dass andere Veranstalter das Lied nun nicht mehr bringen um nicht auch wegen ein paar Besorgten in die Schlagzeilen zu geraten. Missbraucht hat das Lied nicht die Ampel, sondern die, die einen alternativen Text gegröllt haben.

29.05.2024

Herr T., soweit ich weiß, wurde das Lied nicht verboten. Aber klar, Schaden entsteht schon. Erinnert mich an „Das ist die perfekte Welle“ und die damalige Flutkatastrophe in Asien.
Die meisten werden bereits selbst darauf gestoßen sein, Claudia Roth sagt dazu:
„Viel wichtiger als jetzt Lied-Verbote auszusprechen wäre es, dass die verantwortlichen Betreiber für Schulungen und Sensibilisierungen bei ihrem Personal sorgen, professionelle Awareness-Teams einsetzen und insgesamt klarmachen, dass es eine Null-Toleranz-Politik gegenüber jeglichen rassistischen, menschenfeindlichen und NS-verherrlichenden Äußerungen geben muss.“
(https://www.welt.de/kultur/article251745578/Kulturstaatsministerin-Claudia-Roth-gegen-Verbot-von-L-amour-toujours.html)

Helmut Eimiller

29.05.2024

Anmerkung zu Claudia Roth: wegen einem Lied -> Schulungen, Sensibilisierungen, Awareness-Teams ... -> allmählich wird mir klar warum die deutsche Wirtschaftsleistung stagniert.

29.05.2024

Das Lied ist nicht verboten, was reden Sie denn. Ein Veranstalter bzw. DJ mit Anstand und Verantwortungsgefühl wird es aus dem Programm nehmen. Das nennt man Eigenverantwortung. Die wird ja immer wieder gefordert, aber es ist halt blöd, wenn man selbst gefordert ist. Ist doch leichter, alles der Regierung in die Schuhe zu schieben, was einem nicht passt. Die rechte Szene hat das Lied missbraucht, vielleicht sollten sie auch den Künstler entschädigen, denn der kann wirklich nichts dafür, das es ein paar rechte Maulhelden in Deutschland gibt.

29.05.2024

@Wolfgang B.

Viele aus der Babyboomer-Generation sind der Gesellschaft das Wichtigste schuldig geblieben: Kinder. Beispielsweise ist unser Bundeskanzler die dritte Person in Folge in diesem Amt ohne eigene Kinder. Klar, „nix gwiß woas ma ned“, deshalb behaupte ich vielleicht besser, dass sie keine eigenen Kinder großgezogen haben.
„Die historisch einmalig bequeme Situation dieser Babyboomer – durch den Krieg ausgedünnte Rentnerjahrgänge vor ihnen und durch den eigenen Gebärstreik geringe Zahl zu versorgender Kinder – wird sich schlagartig in eine historisch einmalig unbequeme Situation wandeln: den immer schwächeren aktiven Jahrgängen der Nach-Babyboomer werden die stärksten Rentnerjahrgänge aller Zeiten mit historisch einmalig hohen Renten- und Pensionsforderungen gegenüber stehen“, schrieb hierzu die WiWo bereits 2014 unter der Überschrift „Rentenansprüche an Kinder, die nicht geboren wurden“.
Wenn also jetzt der notwendige Zuzug von ausländischen Arbeitskräften aufgrund von Ausländerfeindlichkeit verhindert wird, dann leidet die deutsche Wirtschaftsleistung doppelt.

Ich kenne Claudia Roth zwar nur von früher im Café Drexl – und auch da standen immer einige Tische zwischen uns – trotzdem wage ich eine Interpretation: Mit Schulung hat sie sicherlich nicht an einen vierwöchigen Sicherheitslehrgang gedacht.

Helmut Eimiller

29.05.2024

>>Das Lied ist nicht verboten, was reden Sie denn. Ein Veranstalter bzw. DJ mit Anstand und Verantwortungsgefühl wird es aus dem Programm nehmen. Das nennt man Eigenverantwortung.<<

Das ist so nicht ganz richtig. Für das Oktoberfest wird von einem Verbot des Spielens berichtet und Veranstalter dieses ist die Stadt München. Da kann man schon leichte Bauchschmerzen bekommen. Was soll das mit Anstand und Verantwortungsgefühl zu tun haben, das Lied eines Komponisten zu verbannen, das absolut nichts dafür kann, dass es missbraucht wird?

Wo bleibt den Anstand und Verantwortungsgefühl dem Autor gegenüber. Ein Kollateralschaden?

Nehmen wir mal ein Beispiel: Wenn auf einem Kinderspielplatz Kinder ausfällig werden, wenn ein dunkelhäutiges Kind dort spielen will und es als "N....." bezeichnen und rufen, es soll sich verpissen, soll man dann das Kind fern halten, damit sich die anderen nicht mehr daneben benehmen? Oder sollte man das Kind schützen.

Die Lösung sieht nur einfach aus, sie ist es aber nicht und wird als Schneeball beginnend zur Lawine werden.

Beim Song Layla war das was anderes. Der spielte mit dem Sexismus und dem Tabubruch.

Was schlagen Sie vor, wenn jemand auf die Haydnmelodie unserer Nationalhymne irgendwelche widerwärtigen Texte mit Konzentrationslagern dichtet, die man wieder errichten solle. Die Nationalhymne nicht mehr spielen? Da wären wir dann schon bei einer ziemlich großen Schneekugel, die talwärts rollt.

29.05.2024

Ich hoffe bei weiteren verbalen Trunkenheitsfahrten wird vom Hausrecht Gebrauch gemacht.
Wer nicht an sich halten kann mit dem was er sagt, muss halt mit den Folgen leben.

29.05.2024

Wenn ein Lied nicht mehr gespielt wird, finden die rechten Gedankengutträger eben etwas anderes für ihr dummes Gegröle. Ich fände es schön, wenn Zivilcourage die Gesänge im Moment des Geschehens beenden würde. Leute in der Nähe, die es mitbekommen, könnten verbal einschreiten oder anderswie Unmut zeigen, dass die einzelnen Schreihälse isoliert werden. Oder wenn der DJ aufmerksam wird einfach mal Zack - Musik aus.

29.05.2024

Gut beschrieben Frau ERIKA M. ich denke einige Männer sind schon sehr sonderbar und merken überhaupt nicht was sie tun in Ihrem Partyrausch. Sehr Schade das Lied so zu verhunzen!!!!

29.05.2024

Welch vorschnelle, unüberlegte, unsinnige und nichts bringende Maßnahme. Nicht das Lied ist das Problem sondern die Ursache, dass Personen das Lied zweckentfremdet haben! Hier gilt es doch die Ursachen zu bekämpfen, nicht das Lied verbieten. Genau durch solche widersinnigen Maßnahmen wird solchen Sachverhalten mehr und mehr Aufmerksamkeit zugetan als ihnen eigentlich zusteht. Und was ist wenn als nächstes ein anderes Lied zweckentfremdet ist? Wird dann Lied für Lied "verboten"? Aber so sind vorschnelle und nichts ausrichtende "Verbote". Noch ein "Verbot" drauf, noch einen "Verbot" drauf. Nachdenken ist angesagt! Auslöser sind zu bekämpfen, nicht die Auswirkungen!

29.05.2024

(edit/mod/NUB 7.2)

29.05.2024

@Nein, Herr G, rechts ist noch nicht überall angekommen. Es gibt auch noch tolerante und aufgeschlossene Menschen im Land. Und es sind nicht nur die Wähler der jetztigen Regierung. 17 % ist nicht "überall und in allen Bereichen". Und diese 17 % sollten sich mal genau anschauen, wem sie da nachlaufen. Glauben Sie mir, es würde sich lohnen und vielleicht dazu führen, dass manchen noch vor der Wahl ein Licht aufgeht. Und es gibt kein "Wahrheitsministerium", es gibt nur genügend Menschen, die rassistisches, nationalistisches Gedankengut richtig einordnen können. Sie scheinen nicht dazuzuehören.

29.05.2024

Die neue Leitkultur, man könnte auch sagen: Wie in der alten Täterääää.
Darauf einen Tusch, Konfetti und Abgang. Good night Tschörmany.

29.05.2024

Die Republik ist mal wieder kurz vor dem Herzinfarkt. Die Erregungswelle linker Moralisten erreicht soeben ihren Höhepunkt . Aber was ist eigentlich passiert? Auf einer Party wurden ausländerfeindliche Gesänge von betrunkenen Jugendlichen gegrölt. Haben sie die Auslöschung Israels gefordert, "From the River to the Sea" wie es derzeit auf Universitäten als Meinungsfreiheit verharmlost wird? Haben sie jemanden angegriffen und verletzt? Nein das haben sie alles nicht getan. Es handelt sich um ein paar trunkene Jugendliche, die sich einen schlechten und zurecht strafbaren Scherz gemacht haben.

Danach hat man daraus eine Staatsaffäre gemacht, wo die SPD "Deutschland den Deutschen Demokraten" postet und der Bundeskanzler seine Bestürzung weltweit mitteilt. Man hat die Jugendlichen damit politisch missbraucht, öffentlich an den Pranger gestellt, vorverurteilt und ihre Adressen im Internet verbreitet und ihre Familienangehörige bedroht. Einige haben ihren Job verloren oder sind von der Universität verwiesen worden. Den besonderen Schutz von Jugendlicher bei Straftaten gibt es nicht mehr. Ein rechtsstaatliche Verfahren findet nicht mehr statt. Für unsere überbordeten Moralisten und die freifallende SPD ein gefundenes Fressen.

29.05.2024

Wenn man als "linker Moralist" bezeichnet wird, wenn man rassistische Gesänge nicht in Ordnung findet, dann bin ich das gerne. Denn dann weiß ich mich in guter Gesellschaft mit vielen Menschen, die erkannt haben, das Worte in Taten umschlagen und man solches Zeug nicht hinnehmen muss. "Deutschland den Deutschen, Ausländer raus" ist nicht harmlos, sondern hirnlos und perfide. Dass Sie dies nehmen, um für Ihre Favoriten Stimmung zu machen – es war nicht anders zu erwarten. Die, die hinter vorgehaltener Hand grinsen, wenn es Beleidigungen und Übergriffe gegen ausländische Mitbürger gibt, sind genauso schuldig wie die, die mit Wort und Hand zuschlagen.

29.05.2024

Jugendliche? In Deutschland sind Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahre. Jugendstrafrecht kann bis 21 Jahren angewendet werden. Sie wissen also, dass die das gegröllt haben alle betrunken und unter 21 Jahren alt waren? Und es nicht nur eine Party sondern auf mehreren Parties. Und das die Beteiligten Jugendliche (unter 18 Jahren) waren, darf eher zudem stark angezweifelt werden. Und selbst unter 21 Jahren ist sehr zweifelhaft.
Und das Arbeitgeber nicht mit solchen Arbeitnehmer in Verbindung gebracht werden wollen, dürfte auch klar sein.
https://www.focus.de/politik/deutschland/video-sorgt-fuer-entsetzen-einige-arbeiten-in-fuehrungspositionen-das-sind-die-sylter-nazi-schnoesel_id_259976364.html
Die Betroffene haben die Möglichkeit gegen die Kündigung zu klagen. Wobei es bereits entsprechende Rechtsprechung gibt.
Ein rechtsstaatliches Verfahren gibt es. Oder ist jemand ohne Gerichtsverfahren verurteilt worden? Oder gar verhaftet?
Und wenn sich jemand dabei auch filmen lässt und die Aufnahme den Weg in die sozialen Medien findet ....

Und was soll der What-about zu den antiisraelischen Demonstrationen? Wollen Sie aus den Täter Opfern machen?
gegen die antiisraelischen Demonstrationen wird durchaus strafrechtlich vorgegangen.
https://www.tagesspiegel.de/berlin/palastina-protest-in-berlin-demonstranten-besetzen-innenhof-an-der-fu--polizei-sperrt-gelande-ab-11627366.html
https://www.tagesschau.de/inland/gesellschaft/meinungsfreiheit-pro-palaestina-demos-100.html
Übrigens, könnte man da ja auch sagen, das waren Jugendliche ....

Ausschwitz fing mit solchen Parolen im Endeffekt an. Aber "alles für Deutschland" usw. haben schon zu mehr Saloonfähigkeit geführt.

Und Alkohol ist keine Entschuldigung. Wer es betrunken skandiert ist lediglich zu feige es nüchtern zu tun. Eine politische Einstellung kann man sich nicht ansaufen.

29.05.2024

"Und Alkohol ist keine Entschuldigung"

Wir leben in einem Rechtsstaat und nicht in einem Gesinnungsstaat, den Sie sich hier manche vielleicht wünschen. Auch für diese Jugendlichen gilt die Unschuldsvermutung bis zu ihrer Verurteilung. Übrigens ist die unappetitlich gesungene Parole von der Meinungsfreiheit gedeckt, auch wenn es Ihnen vielleicht nicht schmeckt. Wohingegen die Veröffentlichung von Privatadressen und Bilder ohne deren Erlaubnis eine Straftat darstellt.

"Die Bürger sind rechtlich nicht gehalten, die Wertsetzungen der Verfassung persönlich zu teilen. Das Grundgesetz baut zwar auf der Erwartung auf, dass die Bürger die allgemeinen Werte der Verfassung akzeptieren und verwirklichen, erzwingt die Werteloyalität aber nicht. Die Bürger sind grundsätzlich auch frei, grundlegende Wertungen der Verfassung in Frage zu stellen oder die Änderung tragender Prinzipien zu fordern. Die plurale Demokratie des Grundgesetzes vertraut auf die Fähigkeit der Gesamtheit der Bürger, sich mit Kritik an der Verfassung auseinander zu setzen und sie dadurch abzuwehren (…).

https://verfassungsblog.de/bverfg-strkt-meinungsfreiheit-von-auslnderfeinden/

29.05.2024

Frau L. hab mir den Link mal angesehen, Michael Steinbeis, ist der Gründer des Verfassungsblogs, 1. ist der Link 10 Jahre alt, Sie sollten mal schauen, was er jetzt zur AFD sagt, Grundgesetz stärken gegen Verfassungsfeinde

29.05.2024

Frau B. Mir ist es egal wer den Block betreibt und was dessen persönliche Meinung ist. Ich beziehe mich nur auf das höchstrichterliche Urteile und die gelten auch noch heute. (edit/mod/NUB 7.3) So funktioniert unser Rechtssystem nun mal nicht. Das wäre nämlich Willkür. Justitia ist aus gutem Grund blind, aber nicht blöd.

29.05.2024

Frau L.
Die Betroffenen haben die Möglichkeit gegen die Veröffentlichung Ihrer Bilder und Adresse sich juristisch zu wehren bzw. gegen die Veröffentlicher in den sozialen Medien der ungepixelten Videos oder auch Adressen juristisch vorgehen. Viele Medien haben auch die Gesichter gepixelt gehabt. Adressen wurden weder von staatlichen Stellen noch von Medien veröffentlicht. Also was sollen Ihre Anschuldigungen?

Und wie Sie bereits auch schön aus dem Blog zitieren.
"Die plurale Demokratie des Grundgesetzes vertraut auf die Fähigkeit der Gesamtheit der Bürger, sich mit Kritik an der Verfassung auseinander zu setzen und sie dadurch abzuwehren (…)."
Also darf auch der Bürger, der damit nicht einverstanden sind und dies als abstoßend empfinden, dass ganz klar zum Ausdruck bringen und solche Gesinnungen, die mit Artikel 1 und den allgemein gültigen Menschenrechten nicht im Einklang stehen, damit abwehren.
Es wurde zudem niemand eingesperrt oder gar in eine Lager gesperrt. Selbst Verfassungsfeinde werden bei uns nicht interniert. Oder können Sie Beispiel und Lager nennen?
Eine verfassungsfeindliche Gesinnung zu haben ist auch nicht strafbar. Aber die Verfassung zu beseitigen, zur Beseitigung aufzurufen, Volksverhetzung zu betreiben, ... dagegen schon.
Somit haben wir aktuell auch kein Gesinnungsstaat und es hat keiner vor, einen Gesinnungsstaat zu errichten.
Aber es muss jeder damit rechnen, dass seine Gesinnung von anderen nicht widerspruchslos hingenommen wird.
Und das Zeigen von verfassungsfeindlichen Symbolen oder ausländerfeindlichen Parolen ebenfalls nicht.

Ob das Verhalten der Betroffenen strafbar ist, entscheidet ein Gericht. Und nicht Sie. Und Volksverhetzung ist strafbar. Ob eine solche hier vorliegt, wird geprüft und dann von Gerichten beurteilt. Deswegen sind sie ja auch aktuell nur Beschuldigte.
Das sie das gesungen und auch (angedeuteten Hitlergruß und Hitlerbärtchen) gezeigt haben, ist dagegen ziemlich unbestritten. Die Betroffenen haben es ja auch bisher weder bestritten noch die Echtheit des Videos in Frage gestellt.

Das ein Arbeitgeber keinen Arbeitnehmer haben will, der den Betriebsfrieden stört, dürfte selbstverständlich sein. Egal ob strafbar oder nicht strafbar. Ein Unternehmen das Arbeitnehmer mit vielen Nationalitäten beschäftigt, möchte bestimmt keinen haben, der "Ausländer raus" rumschreit und eventuell noch den Hitlergruß und Hitlerbärtchen dabei andeutet und damit den Betriebsfrieden massiv stört. Auch wenn es Ihnen und Ihren Gesinnungsgenossen nicht schmecken dürfte.
Vielleicht hat ja Herr Bystron noch Mitarbeiterstellen frei ... da stört es den Betriebsfrieden nicht. Im Gegenteil. Da könnte das Verhalten ja noch zu links sein im Vergleich zu anderen (ehemaligen) Mitarbeitern.
Gilt auch für Unis. In Berlin wurde auch wegen den antiisraelischen Protesten und Übergriffe auch dies verschärft. Nur mal so zu Ihrer Information. Aber nur gegen die armen betrunkenen Kinder in Sylt geht der Staat gegen vor ....
https://www.spiegel.de/panorama/bildung/berlin-verschaerft-hochschulgesetz-wer-zuschlaegt-riskiert-seinen-uni-abschluss-a-f56bf036-97dc-4bc4-be87-65013fdb9879

Auch waren die Aufnahmen nicht im privaten Bereich sondern in einer durchaus öffentlichen Rahmen. Die Lokalität war öffentlich. Auch wenn gegen Eintritt das dort nur möglich war.



29.05.2024

@Frau L.
Wenn es Ihnen egal ist, wer den Blog betreibt, auf dessen ziemlich veralteten Link Sie sich hier beziehen, das spricht Bände. Man sollte doch nicht allem vertrauen, was man im Internet findet. Merken Sie eigentlich, dass Sie sich immer mehr ins Abseits manövrieren, indem Sie mit alten Links und fadenscheinigen Angriffen auf "die linken Moralisten" um sich werfen, nur um ein paar Lümmel zu verteidigen, die nicht wissen, was sich gehört? Würde ein Chor etwas skandieren, was nicht zu Ihrer Gesinnung passt, wären Sie dann auch so um Verteidigung bemüht? Tatsache ist, dass dieses Lied immer wieder zu ausländerfeindlichen Parolen herausfordert. Schade um das Lied, das hier verunglimpft wird, deshalb ist es besser, es wird ein wenig zurückgestellt. Das ist keine Staatsaffäre und kein Drama, aber es ist schon ein Unterschied, ob man "Deutschland den Deutschen" skandiert oder im Fasching von der Zwiebel auf dem Kopf singt. Sie sollten also Ihr Mitleid in die richtigen Kanäle bringen und sich auf den Rechtsstaat verlassen – es wird Verfahren geben, die auf rechtsstaatlichen Gegebenheiten basieren, nicht nach politischem Gusto, da bin ich sicher. Dass die Bildzeitung mit der Veröffentlichung der Bilder und Namen vorgeprescht ist – ist das nicht die Zeitung, die Sie gerne mal zitieren? Haben die nicht immer recht(s)?

29.05.2024

Ich kenne das Lied nicht, weil ich mich auf solchen Events nicht rumtreibe. Aber viele Verbote, insbesondere unsinnige, ziehen oft ein "jetzt erst recht" nach sich. Ich bin mir sicher - die Presse wird darüber berichten... :))