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  3. Landkreis Augsburg: Sind Männer in Kindertagesstätten nach wie vor eine Seltenheit?

Landkreis Augsburg
27.03.2024

Sind Männer in Kindertagesstätten nach wie vor eine Seltenheit?

Fühlt sich nicht stigmatisiert: Nicholas Scherl ist der einzige männliche Kinderpfleger in der Kita St. Christopherus in Schwabmünchen.
Foto: Marcus Merk

Im Landkreis Augsburg arbeiten im bundesweiten Vergleich wenige Männer in den Kindertagesstätten. Von den männlichen Betreuern, die es gibt, profitieren alle.

„Männer gehören zur Gesellschaft und darum auch in die Kindertagesstätten.“ Das ist die Ansicht von Kita-Leiterin Elke Kratzsch. Im vergangenen Jahrzehnt gab es hier in Deutschland eine Entwicklung. In den Jahren zwischen 2012 und 2022 verdoppelte sich der Anteil des männlichen pädagogischen Personals in Kindertagesstätten fast. Von 4,1 auf 7,9 Prozent, wie das Statistische Bundesamt 2023 veröffentlichte.

Eine Entwicklung, von der Kinder in Kindertagesstätten profitieren können. Männliche Betreuer seien eine Bereicherung, insbesondere als männliches Rollenvorbild für Kinder von alleinerziehenden Müttern. So die Einschätzung von Elke Kratzsch, sie leitet drei städtische Kindertagesstätten in Gersthofen. In 14 Gruppen arbeiten dort aktuell insgesamt sechs Männer. Den ersten Erzieher hat Kratzsch mit Martin Mehling 2015 eingestellt. Negative Reaktionen auf die männlichen Betreuer gebe es keine. 

Gerne spielt Kinderpfleger Nicholas Scherl im Kindergarten St. Christophorus in Schwabmünchen zusammen mit den Kindern Fußball.
Foto: Celina Jenik

Auch Nicholas Scherl hat als aktuell einziger Kinderpfleger im Schwabmünchner Kindergarten St. Christophorus bisher nur positive Rückmeldungen von Kindergarteneltern bekommen. Die Kinder selbst seien begeistert von Scherl, berichtet seine Kollegin Celina Jenik. Die männlichen Betreuer toben und spielen anders mit den Kindern, auch kicken sie eher mal mit ihnen zusammen. 

Betreuer im Landkreis Augsburg berichten von positive Erfahrungen

Nicht nur für die Kinder, auch für das Betreuer-Team sind Männer eine Bereicherung. Celina Jenik hat ein ruhigeres und harmonischeres Miteinander als nur unter Frauen feststellen können. 

Elke Kratzsch sieht das Pädagogen-Team in ihren Einrichtungen durch die Perspektive der männlichen Kollegen ebenfalls bereichert. Gerade im Umgang mit Konfliktsituationen oder aggressivem Verhalten der Kinder sind ihrer Beobachtung nach Männer oftmals besser. Männliche Kräfte einzustellen, sei, besonders im Hort, eine bewusste Entscheidung. Mit dem Anteil der Männer am pädagogischen Personal in ihren Einrichtungen ist Kratzsch zufrieden, in Zukunft will sie den Anteil halten. Die Männer in ihren Einrichtungen sind keinesfalls alle Berufsanfänger. Die männlichen Betreuer sind teils im mittleren Alter und zum Beispiel als ursprünglich ausgebildete Lehrer im Zweitberuf tätig. 

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Der Männeranteil an Kita-Betreuern in der Region liegt unter dem Bundesdurchschnitt. Im ganzen Bistumsgebiet Augsburg sind rund 2,5 Prozent der Mitarbeiter in Kindertagesstätten des Bistums, die mit Kindern arbeiten, Männer. In den städtischen Einrichtungen in Gersthofen ist der Anteil mit 5,4 Prozent höher, hier sieht man seit 2020 sogar einen Anstieg des Männeranteils. Beide Träger liegen damit aber hinter dem bayerischen Anteil der in Kindertageseinrichtungen tätigen Männer am Stichtag 2023 von 5,9 Prozent zurück. Bayern ist den Zahlen des Statistischen Bundesamts zufolge in diesem Punkt deutsches Schlusslicht. 

Bayern ist beim Thema Männeranteil in Kitas bundesweites Schlusslicht

Nicholas Scherl fühlt sich trotzdem nicht stigmatisiert. Der geringe Männeranteil im Kindergarten war ihm bei der Berufswahl „eigentlich wurscht“, er hat sich dafür entschieden, um Kindern zu helfen. Nichtsdestotrotz sagt er, dass es als Mann in seinem Beruf von Vorteil sei, wenn einem egal sei, was andere denken. Er habe bisher keine negativen Erfahrungen gemacht, berichtet aber, dass die Leute „im Fußballverein schon sehr überrascht“ von seiner Tätigkeit als Kinderpfleger seien. Auch für Martin Mehling haben die wenigen männlichen Kollegen bei seiner Berufsentscheidung keine Rolle gespielt. Er hat Spaß an der Arbeit mit Kindern und allem, was dazugehört.

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Nicholas Scherl nimmt eine der größten Schwierigkeiten seines Berufs in geringer Bezahlung und Wertschätzung wahr. Besonders da die Verantwortung, Kinder beim Aufwachsen zu begleiten, viel größer sei als in anderen Berufen. Auch Martin Mehling sieht in seinem Beruf große Verantwortung, meint aber, über die Bezahlung dürfe er sich beispielsweise im Vergleich zum Handwerk nicht beschweren. 

Mehr männliches Kita-Personal in Zukunft ist nicht unrealistisch: Elf Prozent machen die männlichen Auszubildenden bei den Kinderpflegern im Beruflichen Schulzentrum Neusäß momentan aus.

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