Wasser ist ein belebendes Element. Das gilt nicht nur für den Körper, sondern auch für die Seele. Darum halten wir uns gern an Flüssen und Seen auf. Und darum sind wohl auch sprudelnde Brunnen in unseren Innenstädten kaum wegzudenken.
Mehrere Bobinger Brunnen fallen derzeit aber nicht durch sprudelnde und glucksende Wasserspiele auf. Sie verstecken sich immer noch hinter ihrem winterlichen Holzkleid. Woran liegt das?
Ein Abwasserrohr verhindert den Einsatz der Rathausbrunnen
Auf dem Rathausplatz sind die beiden Brunnen, die den steinernen Platz etwas beleben sollen, weiterhin mit Holz verschlossen. Auf Nachfrage erklärte die Pressestelle der Stadt Bobingen dazu: „Der Grund dafür, dass die Brunnen auf dem Rathausplatz derzeit nicht in Betrieb sind, liegt im Defekt an einer alten, bislang nicht dokumentierten Abwasserleitung. Kamerabefahrungen haben ergeben, dass diese Leitung einen starken 90-Grad-Knick aufweist und deshalb immer wieder verstopft. Eine Reparatur wäre sehr aufwändig und steht in keinem wirtschaftlichen Verhältnis, weshalb diese aufgrund der momentanen Haushaltslage zurückgestellt wurde. Der Brunnen wurde daher vorerst stillgelegt.“ Wie lange „vorerst“ dauert, wird nicht näher ausgeführt.
Auch vor der Singoldhalle ist der große Brunnen, eines der prägenden Elemente dort, noch trocken. Doch hier gibt es bessere Nachrichten: „Der Brunnen wurde Anfang August des vergangenen Jahres repariert. Im Rahmen der Reparaturarbeiten musste die Pumpe ausgetauscht werden. Der Brunnen wird jedes Jahr erst zu Pfingsten in Betrieb genommen.“ Es sei geplant, den Brunnen noch im Laufe der Woche betriebsbereit zu machen, so die Pressestelle.
Am Brunnenplatz in der Siedlung gab es längere Zeit eine Baustelle. Dort wurde von der Stadt Bobingen, aber auch von der Siedlergruppe und den Bürgerinnen und Bürgern der Siedlung viel Wert darauf gelegt, dass der Dr.-Kämpf-Brunnen an der Ecke Winterstraße/Grenzstraße erhalten bleibt. Seit Samstag, dem 30. April, läuft dort das Wasser wieder. Gepflegt und instand gehalten wird der Brunnen von der Siedlergruppe.
Einen Brunnen gibt es auch vor der Liebfrauenkirche im Süden der Stadt. Der gehört zur Kirche, reiht sich aber in den optischen Eindruck in Bobingen ein. Das Wasser läuft nicht und Unkraut fängt an, sich breit zu machen. Dabei stellt doch die Liebfrauenkirche ein, nicht nur optisches Kleinod in Bobingen dar. Deshalb sollten doch eigentlich die Anlagen um die Kirche besonders gepflegt sein. Dagegen sind die Wasserspiele auf dem Gisela-Heim-Platz bereits aktiv und bieten, vor allem für Kinder, einen Anziehungspunkt in Bobingen. Nicht alleine wegen der Wasserspiele stellt sich der Platz mittlerweile als der schönste in Bobingen heraus.
Das „Bobinger Büble“ hat schon bessere Tage gesehen
Und dann ist da noch das Wahrzeichen der Stadt. Das Büble. Es hat zwar keinen Brunnen bekommen, steht aber am verkehrsreichsten Platz der Stadt. Es wird also täglich von vielen Menschen aus Bobingen, aber auch von Nicht-Bobingern wahrgenommen. Aber es hat schon bessere Zeiten gesehen. Die kleine Statue ist stark mit Moos überzogen und erscheint mittlerweile eher grün als hellbeige.
Dazu kommen Straßenschmutz und wohl witterungsbedingte Abplatzungen. Das Büble ist nicht nur das Bobinger Wahrzeichen, es gibt der Stadt auch etwas, das nicht jede Gemeinde für sich beanspruchen kann: Eine eigene Sage. Seinen Satz „So geht’s Bobingen zu!“ kann man öfter hören. Er geht zurück auf Erzählungen, die aus der Zeit um 1800 stammen.
Um kommentieren zu können, müssen Sie angemeldet sein.
AnmeldenSie haben noch kein Konto? Kostenfrei registrieren