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Schwabmünchen
12.01.2022

Taekwon-Do-Kämpfer erfolgreich trotz vieler Einschränkungen

Auf ein erfolgreiches Jahr blicken die Taekwon-Do-Kämpfer der Sportschukle Chon-Ji zurück (von rechts): Trainer Martin Bauer, Margarethe Ringler, Keyhan Afkhamiund, Trainer Guido Blätz.
Foto: Blätz

Trotz zahlreicher Einschränkungen durch die Pandemie können die Aktiven der Taekwon-Do-Sportschule Chon-Ji auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken.

Das vergangene Jahr war ein schweres Jahr für den Amateursport - vor allem, wenn es sich im Indoor-Sportarten gehandelt hat. Das hat auch Guido Blätz, Leiter der Kampfsportschule Chon-Ji in Schwabmünchen erlebt. "Wir mussten immer wieder ans Limit gehen", stellt er rückblickend fest. "Manchmal war es auch rechtlich nicht einfach, weil nicht immer klar war, was wir eigentlich machen dürfen", ergänzt er. Aber Blätz und sein Trainerteam haben immer wieder neue Lösungen gefunden. Ob Online-Training, Kleingruppen oder Einheiten im Freien, es wurde vieles für die Schüler getan. Und das auch mit Erfolg, vor allem für drei junge Kampfsportler.

Eine davon ist Luca Ziegler. Die Schülerin ist im November erfolgreich bei den Deutschen Nachwuchsmeisterschaften angetreten. Am Ende stand ein Titel im Kampf und ein dritter Platz im Formenlauf zu Buche - und das bei nicht gerade optimalen Voraussetzungen. Denn die Wettkämpfe fanden ohne Unterstützung der Trainer statt. "Wir hatten schon die Zimmer gebucht, doch durch Corona wurde das alles storniert", erinnert sich Blätz. Ein befreundeter Trainer aus Duisburg stand der jungen Kämpferin ebenso vor Ort zur Seite wie Teamkollege Keyhan Afkhami.

Auch er war für die DM in Duisburg qualifiziert und holte dort einen dritten Rang in seiner Gewichtsklasse. Doch Afkhami feierte im vergangenen Jahr noch mehr Erfolge. Der Sportler erreichte zudem noch den schwarzen Gurt im Taekwon-Do und war dabei zweitbester Prüfling. Bei der Schwarzgurtprüfung im Kickboxen war er gar Prüfungsbester. Außerdem absolvierte er die Instructorausbildung in der Kampfsportvariante "Krav Maga" mit Erfolg. Dritte im erfolgreichen Trio ist Margarethe Ringler. Die Studentin erreichte im vergangenen Jahr ebenfalls den schwarzen Gurt im Taekwon-Do, zudem absolvierte sie die Ausbildung zur Kickbox-Trainerin mit Erfolg.

Normale Vorbereitung nicht möglich

"Das war nicht immer einfach", blicken die beiden zurück. Durch die fortlaufenden Einschränkungen war eine normale Vorbereitung nicht möglich. Die sonst gut einjährige Vorbereitungszeit hat sich so um einige Monate verlängert. Hart waren auch immer wieder die Absagen der eigentlich schon fixen Termine. "Aber es ist auch im Nachhinein schön zu sehen, dass wir das Niveau auch auf längere Zeit halten konnten", erklärt Keyhan.

Alle drei sind nicht nur als Kämpfer aktiv, sie kümmern sich auch mit viel Hingabe um den Nachwuchs. Keyhan ist dabei selbst ein wenig überrascht, wie viel Spaß im die Arbeit mit dem Nachwuchs macht. "Sobald es mit den Kids losgeht, sind die Alltagssorgen weg", stellt er fest. Da stimmt seine Kollegin Margarethe Ringler zu: "Unsere Kinder sind auch richtig toll."

Schulleiter Guido Blätz ist stolz auf seine drei Schützlinge, und das nicht nur wegen den sportlichen Erfolgen: "So wie sie sich auch in die Schule einbringen, das ist Einzigartig." Dass dies alles - die Erfolge wie auch der Trainingsbetrieb in Pandemiezeiten - unter dem Strich gut geklappt haben, dafür hat Blätz eine aus seinem Mund einfach klingende Erklärung: "Das ist der Spirit des Taekwon-Do."

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