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Streckentest

25.06.2019

Berge und Urwald beim Landkreislauf

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2 Bilder
Gerhard Michl von der LG Wehringen lief mit unserem Reporter die 5,7 Kilometer lange Strecke ab.
Bild: Reinhold Radloff

Wer sich die auf die erste Strecke des Landkreislaufs in Wehringen wagt, sollte schnell noch richtig gut trainieren. Denn die hat es in sich.

Zwei Strecken stehen beim heuer beim Landkreislauf in Wehringen zur Auswahl, der am Sonntag, 7. Juli, stattfindet. Unser Kollege Reinhold Radloff hat beide getestet. Hier seine Eindrücke von der ersten Strecke. Über die zweite Runde informieren wir Sie in den nächsten Tagen. Die Strecken können Sie auch schon selber testen – sie sind ausgeschildert.

Unterschiedlicher können zwei Strecken eines Laufes kaum sein. Die eine mit starken Anstiegen und Gefällestrecken, viel im kühlen Wald, relativ lang, die andere bretteleben und meist an der Sonne, ziemlich kurz. So könnte man die beiden Strecken des 37. Landkreislauf in Wehringen charakterisieren. Erst mal wollen wir uns mit der schwierigeren ersten Strecke beschäftigen.

Schweiß läuft aus allen Poren

Stellen Sie sich vor: Erbarmungslos sticht die Sonne vom Himmel. Die Temperaturen erreichen knapp die 40-Grad-Marke. Der Schweiß läuft aus allen Poren. Die so knapp wie möglich bemessene Laufkleidung wird feucht, obwohl man nur steht und wartet. Da taucht der Laufpartner für den Etappentest des Landkreislaufs auf. Ihm geht es nicht anders. Und trotzdem heißt es für die beiden: Joggen.

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Los geht es auf dem Trainingsplatz des FSV Wehringen. Runter vom Sportgelände, rauf auf den Parkplatz, vor bis zum Ende, dann rechts auf die Straße und gleich wieder links über die Wertachbrücke und anschließend der schmalen Teerstraße Richtung Westen folgen.

Grafik: Das sind die Strecken beim Landkreislauf

Der Schweiß läuft in Strömen. Ein Sonnenhut wäre jetzt recht, viel mehr noch eine kalte Dusche. Doch der Wald verspricht große Erleichterung: Schatten. „Freu dich nicht zu früh“, meint mein Laufpartner, Gerhard Michl, 3. Vorsitzender und in Personalunion Kassier der LG Wehringen. Ich verstehe ihn nicht. Noch nicht.

Ein gnadenloser Berg beim Landkreislauf

Gleich nachdem wir in den Wald einbiegen, der Teerstraße folgend, weiß ich was er meint: einen gnadenlosen Berg, der sich nicht abschwächt – nein, im Gegenteil, immer steiler wird, hunderte Meter lang. Wir keuchen, kochen, stellen die spannenden Gespräche ein, verlangsamen das Tempo, nichts hilft. Uns haut es den Dampf aus allen Löchern, wir schleppen uns nach oben.

„Jetzt kommt eine Genusstrecke“, betont Michl, erfahrender Marathonläufer, der natürlich viel schneller wieder zu Atem gekommen als ich.

Er hat recht. Auf einer gekiesten Waldstraße geht es kurz vor Kilometer zwei Richtung Nordwesten, vorbei an wunderschönen Baumriesen, ganzen Lupinenfeldern, an einem herrlichen Blick Richtung Großaitingen. Beim Gesperrt-Schild (2,7 Kilometer) heißt es links abbiegen in den Pfarrer-Kneipp-Weg. Nochmals links biegen wir bei den sogenannten Fünf Wegen, die eigentlich sechs sind, wieder ab. Schade, der Getränkestand, der am Wettkampftag dort stehen wird, ist noch nicht aufgebaut.

Der jüngste Urwald Bayerns

Trotzdem schön: Es geht bergab, etwa so weit runter wie vorher rauf. Wir lassen den jüngsten Urwald Bayerns rechts liegen, laufen immer weiter runter, bis der Weg in eine Teerstraße übergeht. Die Sonne hat uns wieder. Oh je. Nichts los ist heute auf dem schönen Modellflugplatz links des Weges.

Wir nähern uns wieder der Wer tachbrücke, überqueren sie, laufen rechts rein, wo wir vorher rausgekommen sind, biegen dann aber nicht auf das Sportplatzgelände ab, sondern joggen geradaus weiter, ignorieren die weiße Zehn-Kilometer-Markierung am Boden, sehen dann aber auch schon bald die für uns richtige gelbe Start/Ziel-Markierung auf der Straße neben dem Tennisgelände-Parkplatz, wo wir unsere Ablösung für zweite Strecke schweißtriefend erwarten. Keiner da? Klar. Ist ja auch noch nicht Wettkampftag in Wehringen. Eigentlich schade.

Es hilft nichts. Laufen wir eben nach den absolvierten 5,7 Kilometern gleich die zweite Etappe. „Die wird einfacher, kürzer, aber auch sonniger“, erklärt Michl. Mal sehen.

 

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