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Schulsport

15.03.2019

„Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin“

Sie fahren zur Endrunde des Schulwettbewerbs „Jugend trainiert für Olympia“ nach Berlin (von links): Katharina Böhm, Emma Wildegger, Mileen Sentürk, Sara Saskovic, Sesil Incidelen, Madita Steimer, Weltmeister Dominik Klein, Michelle Mühlbauer, Michelle Jakob, Julia Franz, Leonie Spatschek und Lea Lammich.
Bild: Lars Lammich

Wie es die Handballerinnen des Leonhard-Wagner-Gymnasiums schaffen, sich für die Endrunde des Wettbewerbs „Jugend trainiert für Olympia“ zu qualifizieren

Es ist unglaublich, aber wahr. Die Mädchenmannschaft Handball des Leonhard-Wagner-Gymnasiums Schwabmünchen hat es geschafft: Sie darf wieder zur Endrunde des Schulwettbewerbs „Jugend trainiert für Olympia“ nach Berlin reisen, da sie alle Spiele bei allen vorausgegangenen Turnieren auf allen Ebenen gewonnen hatten.

Die Jubelschreie waren gigantisch. Die Mädels des Leonhard-Wagner-Gymnasiums tobten durch die Halle: „Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin.“ Dieses Ziel zu erreichen, das war in den Köpfen der Mannschaft von Anfang an fest verankert. Doch davor waren schwierige Zwischenziele zu meistern.

Die kurze Chronologie: Da es auf Kreisebene keinen Gegner gab, kamen die Mädchen III/1 (Jahrgänge 2004/2005) kampflos zum Regionalentscheid und erarbeiteten dort klare Siege. Es folgten weitere Turniere auf schwäbischer und südbayerischer Ebene, die ebenfalls positiv und mit den jeweiligen Meistertiteln für Schwabmünchen abgeschlossen werden konnten.

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Als letzte große Hürde für Berlin war der Kampf um die bayrische Meisterschaft zu bestehen. Dafür reiste die Mannschaft mit einem Bus voller Fans, Mitschüler sowie Eltern, nach Planegg bei München, wo sie gegen das Team des Gymnasiums Oberviechtach antreten musste.

Sogar der Schulleiter, Oberstudiendirektor Alexander Pfaffendorf, kam und verfolgte das Spiel mit Begeisterung: „Zunächst war bei dem Team ein wenig Nervosität zu spüren. Doch nachdem die Mädels schnell mit ein paar Toren führten, gestalteten sie die Partie immer sicherer und gaben die klare Führung nie mehr ab. Es war toll zu sehen, wie souverän die Mannschaft auftrat und welch großes handballerisches Können schon vorhanden ist. Das ist natürlich auch der Erfolg der hervorragenden Vereinsarbeit bei der Handballabteilung des TSV Schwabmünchen.“ Pfaffendorf lobte nicht nur die Mädchenmannschaft, sondern auch die starke Unterstützung der Fans von den Rängen.

Das Team wurde in Planegg von Studiendirektorin Ulla Leuthmetzer betreut, da Lehrerin Helga Radloff im Schulskikurs unabkömmlich war. Sie wurde aber quasi live über die Partie unterrichtet. Die deutlichste Führung hatten die Schwabmünchnerinnen beim 18:9 herausgearbeitet. Nach dem 21:15 kurz vor Ende ließ wohl im festen Glauben an den Sieg die Konzentration etwas nach. Doch der klare Sieg stand trotzdem nicht infrage.

Die Partie endete mit 21:17 für das Leonhard-Wagner-Gymnasium. Damit hatte es den Titel bayrischer Meister in der Tasche und zusätzlich die Qualifikation für die Endrunde von Jugend trainiert für Olympia erkämpft, die vom 7. bis 11. Mai in Berlin ausgetragen wird.

Helga Radloff freute sich mit ihren Mädels aus der Ferne und lobte ihr Team: „Die Mannschaft ist dank der Vereinsarbeit in der Bayernliga und der Bezirksoberliga sehr gut eingespielt, tritt kompakt auf, ist schnell und zeigt gute Laufwege sowie Wurfvarianten als besondere Qualitäten. Ich gratuliere allen Beteiligten und freue mich auf Berlin.“

Welche Chancen ihre Mannschaft hat, auch dort zu gewinnen und den Titel deutscher Meister einzuheimsen, beurteilt sie so: „ Sollten wir in dem Turnier gleich gegen die Sportschulen aus dem Osten antreten müssen, haben wir keine Chance. Treffen wir zunächst auf reine Schulmannschaften, können wir es bis ins Halbfinale schaffen.“

Die Mädchenmannschaft des Leonhard-Wagner-Gymnasiums reist nach 2009 und 2012 inzwischen bereits zum insgesamt dritten Mal nach Berlin. (rr-)

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