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Eishockey

07.01.2019

Bertele: Wir wollen unter die besten vier Bayernligisten

Willi Bertele, Vorsitzender des EHC Königsbrunn, hofft, dass sein Team auch in der Verzahnungsrunde eine gute Rolle spielt.
Bild: Norbert Staub

Was sich der Vorsitzende des EHC Königsbrunn, Willi Bertele, für die Verzahnungsrunde vorgenommen hat und wie er den bisherigen Saisonverlauf einschätzt.

Schon sehr früh hat der EHC Königsbrunn sein Saisonziel erreicht: die Verzahnungsrunde und damit den Klassenerhalt in der Bayernliga. Und für den Aufsteiger ist sogar noch mehr drin, denn in den kommenden Begegnungen mit den besten acht Bayernliga-Teams und zwei Oberligisten wird in den nächsten Wochen der bayerische Meister und der Aufsteiger in die Oberliga ausgespielt. Wir sprachen mit dem EHC-Vorsitzenden Willi Bertele über die Vorrunde und seine Ziele für die restlichen Spiele.

Sind Sie mit der Vorrunde zufrieden?

Bertele: Wir sind Sechster geworden – damit muss man als Aufsteiger mehr als zufrieden sein. Man darf ja auch nicht vergessen, wo wir herkommen. Schließlich haben wir erst vor fünf Jahren angefangen, sind zweimal hintereinander aufgestiegen und stehen jetzt in der Runde, in der die Oberliga-Aufsteiger ermittelt werden.

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Der EHC Königsbrunn gehörte in der Bayernliga zu den besten Auswärts- und zu den schlechtesten Heimmannschaften. Können Sie sich erklären, warum es zu Hause nicht so gut läuft wie auswärts?

Bertele: Wenn wir das wüssten... Vielleicht hat im einen oder anderen Spiel die Fitness gefehlt. Oft waren wir nach überragenden Vorstellungen am Freitag am Sonntag ziemlich platt. Und vielleicht hat es auch damit zu tun, dass man dem eigenen Publikum etwas Besonderes bieten will und sich so selber unter Druck setzt.

Sie haben ja drei ausländische Spieler unter Vertrag, von denen in der Bayernliga nur zwei eingesetzt werden durften. Da fällt die Entscheidung, wer draußen bleibt, doch oft schwer?

Bertele: Das ist tatsächlich keine einfache Sache. Aber ich denke, dass wir das gelöst haben. Torwart Donatas Zukovas war eine Top-Verpflichtung und hat uns einige Spiele gewonnen. Und Hayden Trupp gehört zu unseren Topscorern, so dass die beiden wohl hauptsächlich vor Luká Hruzík zum Einsatz kommen werden.

Kurz vor Saisonende hat ja ihr Trainer hingeworfen. Was waren die Hintergründe?

Bertele: Nach der desolaten Leistung gegen Pegnitz hat er auf der Pressekonferenz für mich völlig überraschend seinen Rücktritt erklärt. Das war wohl eine sehr emotionale Reaktion, da konnte er dann aber nicht mehr zurück. Als Spieler war er für uns ein echter Gewinn.

Und als Trainer?

Bertele: Da muss er meiner Meinung nach noch viel lernen. Aber wir hätten auf jeden Fall die Saison mit ihm zu Ende gespielt, zumal wir ja voll im Soll waren.

Wie geht es mit Sven Rampf weiter, der jetzt das Team coacht?

Bertele: Er wird uns bis Saisonende helfen, aber er ist keine Option für die nächste Saison, weil er auch nicht die Zeit dafür hat.

Sie haben auch unter der Saison noch einige starke Neuzugänge verpflichten können. Wie finanziert man so Spieler wie Aleksander Polaczek, die in der vergangenen Saison noch in der DEL gespielt haben?

Bertele: Wir haben die Finanzen im Griff und gehen davon aus, dass wir die Saison mit einem Plus abschließen. Wir haben sehr gute Sponsoren: Da ist an erster Stelle unser Hauptsponsor XMG zu nennen, aber auch die Spedition Girr und Zerspanungssysteme Hufschmied, bei denen auch Spieler von uns beschäftigt sind, sowie die Autohäuser Schuster und Siebelhoff. Aber es gibt auch viele kleine Sponsoren, die uns unterstützen. Ohne unsere Sponsoren wäre Eishockey auf einem solchen Niveau in Königsbrunn nicht möglich.

Was haben Sie sich für die Verzahnungsrunde vorgenommen?

Bertele: Wenn wir unter die besten vier Bayernligisten kommen würden, die in den Play-offs den bayerischen Meister ausspielen, wäre das eine tolle Sache. Topfavorit in der Verzahnungsrunde ist für mich Rießersee. Der andere Oberligist Waldkraiburg ist schwer einzuschätzen, die haben einige ihrer besten Spieler abgeben müssen. Deshalb erwarte ich am ehesten, dass Füssen Platz zwei belegt und aufsteigt. Auch Landsberg und Miesbach haben starke Teams. Ich freue mich sehr auf die Runde, weil für uns jetzt der Druck weg ist und bis auf Rießersee jeder jeden schlagen kann.

Wenn fast jeder schlagbar ist: Ist denn der Aufstieg in die Oberliga für Sie ein Thema?

Bertele: Eher mittelfristig. Königsbrunn in der Oberliga – das wäre auch für den AEV und natürlich für uns interessant, wenn die Förderlizenzspieler aus der DEL nicht mehr so weit fahren müssten.

Auf welches Spiel freuen Sie sich in der Verzahnungsrunde am meisten?

Bertele: Ganz klar – die Begegnungen gegen Rießersee sind für mich die Spiele des Jahres. Ich habe selber schon im Garmischer Olympiastadion gespielt, als es mit Königsbrunn um den Aufstieg in die 2. Liga ging. Da werden tolle Erinnerungen wach.

Sind denn für die Verzahnungsrunde noch weitere Verstärkungen geplant?

Bertele: Nein, da ist definitiv nichts geplant.

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