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Fußball-Bayernliga

29.10.2019

Der Chefanweiser ist durchaus zufrieden

Auch wenn der Kader der Schwabmünchner Bayernligafußballer zum Saisonstart wieder kräftig umgebaut wurde, hat Trainer Paolo Maiolo mit der jungen Mannschaft eine erfolgreiche Hinrunde gespielt.
Bild: Christian Kruppe

Schwabmünchen steht nach der Hinrunde besser als erwartet da. Doch der Trainer übt auch Kritik

Am vergangenen Sonntag gab es in der Partie SSV Jahn Regensburg gegen den TSV Schwabmünchen ein klassisches 0:0-Remis. Es gab nicht wirklich viele hochkarätige Chancen und war ein sehr ausgeglichenes Spiel, mit teilweise fragwürdigen Schiedsrichterentscheidungen.

In der zweiten Hälfte wurde es dann zunehmend hektischer. Sowohl der Jahn, als auch die Menkinger hatten Aktionen im Strafraum, jedoch wurde der letzte Zug auf beiden Seiten nicht vollendet. In den letzten Minuten waren die Schwabmünchner nochmals etwas mehr am Drücker, doch es wurde nicht mehr als ein torloses Unentschieden daraus, was auf das ganze Spiel betrachtet auch gerechtfertigt war.

„Das Spiel hat eigentlich keinen Sieger verdient. Es war ein ganz typisches 0:0“, so Spielleiter Manfred Bock.

Der Chefanweiser ist durchaus zufrieden

Trainer Paolo Maiolo war mit dem Spiel gegen die Regensburger nicht ganz zufrieden: „Meines Erachtens nach war es ein zerfahrenes Spiel, von sehr viel Taktik geprägt. Gut war die kämpferische Einstellung meiner Mannschaft, jedoch haben wir spielerisch heute nicht die technische Leistung gezeigt, die ich sehen möchte. Wir hatten zwar ein, zwei Hochkaräter, dennoch bin ich mit dem Punkt zufrieden, denn Regensburg ist eine gute Truppe.“

Mit dem Unentschieden gegen den SSV Jahn Regensburg II hat der TSV Schwabmünchen eine fulminante Hinrunde abgeschlossen. Vor der Saison hat wohl keiner damit gerechnet, dass die Schwarz-Weißen nach dem 17. Spieltag mit 30 Punkten auf dem dritten Platz stehen.

„Die Hinrunde war Bombe. Das hätte ich nicht so erwartet“, so ein zufriedener Spielleiter Bock, welcher auch eine Prognose wagt: „Es ist kein negativer Trend zu erkennen, ich denke, dass es so weitergeht. Wir werden diese Saison nichts mit dem Abstieg zu tun haben. Dass man dies schon mit Ende der Hinrunde sagen kann, habe ich nicht erwartet.“

Vor allem durch die Personalrotation vor der Saison haben viele Fans und Außenstehende ein kritisches Auge auf die junge Maiolo-Truppe geworfen. „Nach der Vorbereitung habe ich erwartet, dass wir zum Ende der Hinrunde ein bisschen mehr als 20 Punkte haben, dass wir aber jetzt mit 30 Zählern auf dem Konto stehen, ist umso schöner“, so ein zufriedener Schwabmünchner Trainer.

Nach dem Eröffnungsunentschieden, gegen den TSV Landsberg, starteten die Menkinger eine Serie und waren drei Spiele ungeschlagen.

Dann folgte das Spiel in Pipinsried und spätestens dann waren, trotz der knappen Niederlage, auch die letzten kritischen Stimmen verstummt.

Auf die Frage, was sein Highlight in der Hinrunde war, pickt Trainer Maiolo nach kurzem Überlegen unter anderem das eben genannte Spiel: „Pipinsried war einfach eine sensationelle Leistung meiner Mannschaft, auch wenn wir nichts Zählbares mit nach Hause nehmen konnten. Auch das super Spiel gegen Wasserburg war einer meiner Höhepunkte.“

Nach der ersten Saisonniederlage gab es wieder viele Punkte für die „jungen Wilden“ aus Schwabmünchen. Einen Dämpfer erlitten die Schwabmünchner dann in Deisenhofen (7:2 verloren), jedoch wurde dieses Spiel schnell wieder wettgemacht und die Mannschaft zeigte damit, dass die vorigen Spiele nicht nur eine Anfangseuphorie waren. „Ich bin richtig zufrieden mit der Hinrunde, bis auf die letzten drei Spiele war alles richtig gut“, so Maiolo. Vor allem die Partie gegen Nördlingen hat ihm aber nicht gefallen. „Das war unser schlechtestes Spiel bisher,“ so Schwabmünchens Chefanweiser.

Doch nicht nur das Punktekonto stimmt. Auch die Mannschaftsstimmung ist toll: „Ich schätze vor allem den Zusammenhalt in meinem Team. Auch das Benehmen untereinander, vor allem zwischen den jungen und den etwas älteren Spielern ist einfach nur top“, schwärmt der Coach.

Maiolo kritisiert die Denkweise manch junger Spieler

Trotz dem vielen Lob, hat Paolo Maiolo auch einen kleinen negativen Punkt: „Ich finde die Art und Weise, wie uns einige junge Spieler verlassen haben und auch generell die Ungeduld von ein paar Jungen schade. Ich möchte, dass diese akzeptieren und verstehen, was für ein Privileg es ist, in so einer Mannschaft, in solch einer Liga und für so einen Verein auf dem Platz zu stehen. Herausragende junge Spieler schaffen es auch von Anfang an in die Startelf, andere brauchen einfach ihre Zeit und genau das müssen sie verstehen.“

Den positiven Trend, den die Schwabmünchner in der Hinrunde hingelegt haben, wollen sie natürlich fortsetzen. Vor allem um so schnell wie möglich die magische 40-Punkte-Marke zu überschreiten und somit nicht mehr absteigen zu können, was zwar jetzt bereits sehr unwahrscheinlich ist. Dennoch ist die Bayernliga Süd dafür bekannt, eine sehr kurze Spanne zwischen den oberen und unteren Plätzen zu haben.

Für die Rückrunde hat Trainer Paolo Maiolo einen Wunsch: „Ich wünsche mir, dass die Mannschaft weiterhin so mitzieht und solche tollen Leistungen zeigt.“

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