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Tennis

14.05.2020

Sie strahlen um die Wette

Die Tennisspieler des TSV Königsbrunn (links Klaus Weiberg, 2. Abteilungsleiter und Sportwart Tennis, rechts Heiko Dieterich) sind froh, dass sie endlich wieder auf dem Platz stehen dürfen.
Bild: Reinhold Radloff

Endlich darf wieder gespielt werden. Doch das Vereinsleben leidet, wie das Beispiel TSV Königsbrunn zeigt

Da war richtig was los, mehr als sonst an einem Montag, viel mehr. Kein Wunder, es war ja auch ein Besonderer: Zum ersten Mal in diesem Jahr durfte Tennis gespielt werden, überall in Bayern, nicht nur beim TSV Königsbrunn.

So viele Plätze sind sonst an einem solchen Tag nie belegt auf der Tennisanlage des TSV Königsbrunn. Und alle strahlten um die Wette, auch wenn das Wetter nicht so ganz mitspielte. Macht nichts, Hauptsache spielen dürfen, war der allgemeine Tenor. Schon vor rund vier Wochen waren die Platzwarte mit ihren Saison-Vorbereitungsarbeiten quasi fertig. Der Ansturm konnte kommen. Doch er kam nicht: Corona, Platzsperre.

Jetzt war endlich der Lockdown vorbei, zwar unter Auflagen, aber immerhin: Doppel dürfen nicht gespielt werden, noch nicht, mehr als fünf Personen auf dem Platz sind verboten, die müssen natürlich den gebotenen Abstand einhalten und, ganz ungewohnt: Der Trainer sammelt die Bälle ein, nicht die Spieler.

Sie strahlen um die Wette

Und das Vereinsleben an sich? Das Sportheim, die Terrasse und die Duschen sind zu, überall wird desinfiziert und darauf geachtet, dass man sich nicht zu nahe kommt, auf den Wegen oder beim Betreten des Platzes.

„Wir halten uns ganz streng an die Auflagen. Wer gegen sie verstößt, wird der Anlage verwiesen. Wir wollen uns keinen Vorwürfen aussetzen und auf gar keinen Fall eine Platzschließung riskieren“, betonte Klaus Weiberg, 2. Abteilungsleiter und Sportwart Tennis des TSV Königsbrunn, der bedauert, dass durch Corona der Saisonauftakt verschoben werden musste. Dramatisch sei das allerdings nicht. „Dafür sind jetzt alle umso heißer aufs Spielen.“

Auswirkungen hat es trotzdem: Viele Aktionen sind verschoben oder abgesagt, Fortbildungen fielen aus, die jüngsten Mannschaften der Abteilung werden wohl nicht zu Wettkampfspielen antreten, manche Seniorenteams auch nicht, die Turniersaison ist von Ende Juni bis Ende September verschoben, die Punktspiele werden wohl ohne das obligatorische gemeinsame Essen stattfinden, die Form der Vereinsmeisterschaft steht in den Sternen, das Sommerfest ohnehin. Und die sonst so sehr geschätzte Geselligkeit in der Abteilung wird wohl sehr leiden.

Das größte finanzielle Problem durch Corona bei der Tennis-Abteilung des TSV Königsbrunn hatten die fünf Trainer, die ohne Einnahmen waren. Doch jeder Nachteil hat auch einen Vorteil: Bei den Brunnenstädtern traten einige Fußballer in die Tennis-Abteilung ein, um sich bewegen zu können. Auch dadurch wuchs die Abteilung auf inzwischen weit über 200 Mitglieder. Und alle Mitglieder erhielten Trainingsprogramme per Internet, um sich fit zu halten. „Bewegung, das ist einfach wichtig, für die Abwehrkräfte, für die Gesundheit, für das Denkvermögen und für die Lebensfreude“ betonte Klaus Weiberg, der sich freut, dass es während des Lockdowns weder Kündigungen noch Anfragen dazu gab.

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