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  4. Impfpflicht-Umfrage: Mehrheit der Deutschen bedauert Scheitern

Umfrage
11.04.2022

Mehrheit der Deutschen bedauert Scheitern der Impfpflicht ab 60

Die Einführung einer Corona-Impfpflicht hätte dazu beitragen sollen, die Impfquote in Deutschland zu erhöhen und so besser geschützt in den kommenden Herbst und Winter zu gehen.
Foto: Marijan Murat, dpa (Symbolbild)

Exklusiv Viele Bundesbürgerinnen und Bundesbürger hätten sich Corona-Impfpflicht ab 60 gewünscht. Durch die politischen Lager geht allerdings ein Riss.

Eine Impfpflicht ab 60 Jahren ist im Bundestag gescheitert, eine Mehrheit der Deutschen hätte sie sich allerdings gewünscht: In einer repräsentativen Civey-Umfrage für unsere Redaktion bewerten 57 Prozent der Befragten die jüngste Entscheidung des Parlaments als falsch. 46 Prozent der Bundesbürgerinnen und Bundesbürger halten es demnach sogar für "eindeutig falsch", dass es vorerst keine Impfpflicht ab 60 geben wird. 38 Prozent der Befragten begrüßen dies wiederum. Wie sehr die Frage einer staatlich verordneten Impfpflicht polarisiert, zeigt sich auch hier: Rund jede und jeder Dritte (32 Prozent) hält das Scheitern der Pläne von Teilen der Ampel-Koalition für "eindeutig richtig". Lediglich fünf Prozent der Befragten sind unentschieden.

Der Gesetzentwurf für eine verpflichtende Immunisierung gegen das Coronavirus hatte am Donnerstag im Bundestag keine Mehrheit erhalten, da zu wenige Politikerinnen und Politiker von SPD, Grünen und FDP zustimmten und Unions-Fraktionschef Friedrich Merz zugleich die Weisung ausgegeben hatte, nicht mit der Ampel-Koalition zu votieren.

Wie gespalten auch die Anhängerinnen und Anhänger der Parteien der Ampel-Regierung in der Frage sind, zeigt die Umfrage ebenfalls: Während unter den Wählerinnen und Wählern von SPD und Grünen rund vier von fünf Befragten eine Impfpflicht für Ältere befürwortet hätten, finden es knapp 70 Prozent der FDP-Unterstützerinnen und -Unterstützer richtig, dass diese vorerst nicht kommen wird. Größer ist die Ablehnung mit 88 Prozent nur unter denen, die der AfD nahestehen. Unter denen, die mit der Union sympathisieren, halten 55 Prozent das Scheitern des Gesetzentwurfs für falsch, 39 Prozent für richtig. Eine Mehrheit von ihnen hätte sich laut Umfrage also ein anderes Abstimmungsverhalten als von Merz ausgegeben gewünscht.

Unterstützung hätte eine Impfpflicht ab 60 Jahren vor allem in einer Gruppe gehabt, die von dem Gesetz betroffen gewesen wäre: Sieben von zehn der Über-65-Jährigen in Deutschland bedauern laut Umfrage das Scheitern der Pläne.

Das Meinungsforschungsinstitut Civey zählt für seine repräsentativen Umfragen nur die Stimmen registrierter und verifizierter Internetnutzerinnen und -nutzer, die Daten wie Alter, Wohnort und Geschlecht angegeben haben. Die Stimmen werden nach einem wissenschaftlichen Verfahren gemäß der Zusammensetzung von Deutschlands Bevölkerung gewichtet. Für die Frage "Wie bewerten Sie die Entscheidung des Bundestags, dass es vorerst keine allgemeine Impfpflicht ab 60 Jahren in Deutschland geben wird?" wurden im Zeitraum vom 07.04. bis 09.04.2022 die Antworten von 5055 bevölkerungsrepräsentativ ausgewählten Bundesbürgerinnen und Bundesbürgern berücksichtigt. Der statistische Fehler liegt bei 2,5 Prozent.

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14.04.2022

"Der Gesetzentwurf für eine verpflichtende Immunisierung gegen das Coronavirus"
Der Fehler steht ja bereits in der Überschrift! Die Impfung führt bekannterweise ja eben NICHT zu einer Immunisierung. Wer sich impfen lassen will, kann das ja tun. Aber der Staat hat kein Recht, seine Bürger zu einem körperlichen Eingriff zu zwingen, der nachweislich nur einen Eigenschutz bietet!

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11.04.2022

Ganz mein Humor als über 60-Jährige!
Die "Mehrheit der Deutschen" also die UNTER 60-Jährigen bedauern das Scheitern der Impfpflicht ab 60...
Na dann - Impfpflicht für die UNTER 60-Jährigen!
Mich lasst bitte damit in Ruhe - ich bin seit März 2020 nach zig Tests nicht ein einziges Mal positiv getestet worden, geschweige denn krank gewesen - obwohl ich ja zu denen gehöre, die unbedingt eine IMPFPFLICHT brauchen!
Sorry, aber das kann doch nur noch ein Witz sein - oder?

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11.04.2022

Ich verstehe nicht, weshalb es ausgerechnet die Ü 60-Personen das Scheitern des Gesetzentwurfs bedauern. Schließlich steht für sie einer freiwilligen Impfung nichts im Weg.
Ich bin jedenfalls froh darüber, dass es nicht zur Impfpflicht Ü60 kommt (hoffentlich). Denn seit davon die Rede ist, regt sich in mir Widerstand, obwohl ich geimpft bin

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11.04.2022

Richard M. ich fühle mich Gesund wie eh und jeh, wies bei ihnen nach der Impfung aussieht, bezweifle ich nach dem Kommentar.Was ich schrieb sind halt Tatsachen.

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11.04.2022

"Was ich schrieb sind halt Tatsachen."

Nein, Sie verbreiten Lügen eiskalt, warum auch immer.

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10.04.2022

Die einzigen denen impfen hilft ist die Pharma, welche mit dem Zeug steinreich werden, weil sie auch noch Wucherpreise verlangen, siehe Biontech, 19 Mrd Umsatz 10 Mrd. Gewinn, wenn das nicht nach Wucher riecht, versteh ich nichts vom Geschäft?

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10.04.2022

"Die einzigen denen impfen hilft ist die Pharma, ......."

Dass Ihnen Impfen nicht hilft ist durchaus gerecht, dafür hilft Impfen bei allen anderen Bürgern.
Biontech geht es gut, da haben Sie ausnahmsweise auch mal recht.

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