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EU-Parlament fordert Sanktionen gegen Altkanzler Schröder
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Umfrage zum Ukraine-Krieg
26.02.2022

Mehrheit unzufrieden mit Krisenmanagement der Bundesregierung

Bundeskanzler Olaf Scholz und Außenministerin Annalena Baerbock beraten sich.
Foto: Michele Tantussi, Reuters/dpa

Exklusiv Eine Woche nach Scholz' Besuch bei Putin verübt Russland Angriffe auf die Ukraine. Die deutsche Bevölkerung kritisiert indes die Rolle der Bundesregierung.

Die Diplomatieversuche des Westens sind im Russland-Ukraine-Konflikt vorerst gescheitert. Putin hat die Ukraine angegriffen. Bundeskanzler Olaf Scholz hatte versucht, mit Reisen nach Kiew und Moskau genau das zu verhindern. Nun gehört er zu denen, die die härtestmöglichen Sanktionen, wie den Ausschluss Russlands vom Finanzsystem Swift auszubremsen. Das Krisenmanagement der Bundesregierung kommt dabei in den Augen der Deutschen nicht gut weg. 55 Prozent bewerten die Rolle der Ampel-Regierung negativ. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag unserer Redaktion. Nur gut jede und jeder Vierte ist hingegen zufrieden mit Deutschlands Handeln im Konflikt in Osteuropa. Der Rest ist unentschlossen. In Bayern lehnen sogar 58 Prozent der Menschen das Krisenmanagement der Regierung ab.

Am Montag sprach Putin in einer rund einstündigen Fernsehansprache der Ukraine de facto das Existenzrecht ab und erkannte die Unabhängigkeit der von prorussischen Separatisten geführten Gebiete Donezk und Luhansk im Osten der Ukraine an. In der Nacht zum Donnerstag folgte schließlich ein großangelegter Angriff Russlands auf die Ukraine. Der Westen reagierte mit Bestürzung und einem Sanktionenpaket. Die Bundesregierung stoppte unter anderem das Genehmigungsverfahren für die Gaspipeline Nord Stream 2.

Selbst FDP-Wählerinnen und -Wähler unzufrieden mit Krisenmanagement

Das beste Zeugnis stellen dem deutschen Krisenmanagement noch SPD- und Grün-Wählerinnen und -Wähler aus – der Parteien also, die den Bundeskanzler und die Außenministerin stellen. Doch selbst im Lager der FDP – ebenfalls Regierungspartei – überwiegt der Anteil derer deutlich, die unzufrieden mit dem Handeln der Bundesregierung sind (63 Prozent). Unter Unionsanhängerinnen und -anhängern kritisieren sogar 72 Prozent den Umgang Deutschlands mit dem Konflikt.

Das Meinungsforschungsinstitut Civey zählt für seine repräsentativen Umfragen nur die Stimmen registrierter und verifizierter Internetnutzerinnen und -nutzer, die Daten wie Alter, Wohnort und Geschlecht angegeben haben. Die Stimmen werden nach einem wissenschaftlichen Verfahren gemäß der Zusammensetzung von Deutschlands Bevölkerung gewichtet. Für die Frage "Wie beurteilen Sie das Krisenmanagement der deutschen Bundesregierung im militärischen Russland-Ukraine-Konflikt?" wurden im Zeitraum vom 24.02.2022 bis 25.02.2022 die Antworten von 5010 Teilnehmenden aus Deutschland berücksichtigt. Der statistische Fehler liegt bei 2,5 Prozent.

Alle Informationen zur Eskalation erfahren Sie jederzeit in unserem Live-Blog zum Ukraine-Konflikt.

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Die Diskussion ist geschlossen.

26.02.2022

So nicht, Gerhard Schröder!
Der Fall Schröder ist ein beispielloses Trauerspiel. wo ist das Sicherheit Bekenntnis für die Ukraine von den SPD Granden und allen anderen auch Putin ? so hat man sie Überredet ihre Atomwaffen abzugeben : auch die USA und alle anderen NATO Länder Haben aus Angst vor dem Neuen Zaren ihre verbrieften Versprechungen gebrochen !!!

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26.02.2022

Krisenmanagement erfordert Qualifikation und das ist nicht vorhanden, deshalb heißt es ja Krisenmanagement.

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26.02.2022

Die 80 Millionen Pandemie-Experten haben sich anscheinend weitergebildet zu Kriegsspezialisten...

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26.02.2022

Außer Lippenbekenntnisse hat Deutschland nichts beizutragen. Letztlich hatte die Regierung aber gar keine Wahl. Wollen die Deutschen wirklich im Kalten sitzen? Das wäre eine Folge ohne russisch Gas. Man kann leicht für alles sein, solange es einen nicht selber trifft.

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26.02.2022

billige Meinungsmache für die nächste Wahl

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