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Porträt
15.02.2021

Steckbrief: Das ist Marius Kusch

Schwimmer Marius Kusch aus Marktoberdorf hat ein großes Ziel: die Olympischen Sommerspiele in Tokio.
Foto: Bernd Thissen/dpa

Marius Kusch, 27, lebt und trainiert in den USA, der Schwimm-Nation Nummer 1. Dort hat er sich zu einem der besten Schmetterlingschwimmer der Welt entwickelt.

Marius Kusch lebt und trainiert in der Schwimm-Nation Nummer 1. Die USA sind es gewohnt, bei Weltmeisterschaften oder Olympischen Spielen die erfolgreichste Mannschaft zu stellen. Aus den USA kommen immer wieder legendäre Topstars wie Mark Spitz, Michael Phelps oder der momentan beste Schwimmer Caleb Dressel. Schwimmen hat dort, ähnlich wie die andere olympische Kernsportart Leichtathletik, einen sehr hohen Stellenwert in der Gesellschaft. Dementsprechend gut ist die Infrastruktur ausgebaut.

In den USA arbeiten zudem einige der besten Trainer und scharen Topschwimmer aus der ganzen Welt um sich. Auch viele Deutsche haben den Sprung gewagt.

Kusch ging 2016 mit einem Stipendium an die Queens University of Charlotte. Seit Anfang 2019 lebt er im kalifornischen San Diego. Dort gehört er dem Team Elite Aquatics unter der Leitung von Headcoach David Marsh an. Zu den Sommerspielen 2016 brachte der Trainer-Guru mehr Schwimmer als alle anderen Trainingsgruppen in den USA.

Die harte Arbeit zahlt sich aus. Bisheriger Höhepunkt: 2019 wurde Kusch Europameister über 100 Meter Schmetterling auf der Kurzbahn (25 Meter). Er schlug nach 49,06 Sekunden an, was gleichzeitig auch deutscher Rekord war. 2020 schaffte er dann erstmals die Olympia-Qualifikation, ebenfalls über 100 Meter Schmetterling. 2021 bestätigte der Deutsche Schwimmverband diese Leistung und nominierte Kusch auch für die um ein Jahr verschobenen Spiele. Auf dieses Ziel ist nun alles ausgerichtet.

Aufmerksam verfolgt wird die Entwicklung des 27-Jährigen vor allem in Marktoberdorf, denn dort leben dessen Eltern. Geboren wurde Marius Kusch in Datteln, einer kleinen Stadt im nördlichen Ruhrgebiet. Dort begann er auch seine Schwimmkarriere. Über den SV Blau-Weiß Recklinghausen, die SG Essen, die SG Stadtwerke München ging es dann in die USA.

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