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Ein bayerischer Sir

Traditionalist und kreatives Kraftwerk – Landsbergs Ehrenbürger Hubert von Herkomer war beides in einer Person. Als Ideengeber sorgt das Multitalent bis heute für Inspiration.

„Diese Herkomers müssen alles anders machen als andere Leute“, entrüsteten sich in den späten Vierzigerjahren des 19. Jahrhunderts die Bewohner des kleinen Dorfes Waal unweit der Lechstadt Landsberg angesichts eines Hausumbaus im Stil der Gotik mitten in ihrem Ort. Der Bauherr, ein gelernter Tischler und kunstfertiger Holzschnitzer, hatte sich, so erinnerte sich später dessen Sohn „gründlich mit diesem Baustil befasst“ und das väterliche Haus „einfach, aber stilistisch korrekt“ umgestaltet. Ohne die Abrissverfügung gegen Vater Lorenz’ kleinen Turmanbau an diesem Anwesen allerdings hätte es Jahrzehnte später Sohn Huberts ungleich spektakuläreres Turmbauprojekt in Landsberg vermutlich nie gegeben.

Das Leben der aus diesem und anderen Gründen enttäuschten Herkomers nämlich geriet nun in Bewegung. Sie kehrten der Heimat den Rücken, suchten ihr Glück zuerst in Amerika, später in England und besannen sich zuletzt auch wieder ihrer deutschen Wurzeln. Hubert schließlich hielt die Balance zwischen beiden Ländern, lebte seine deutsch/englische Identität, bewegte sich – und dies überwiegend – ansonsten aber in seinem ganz eigenen Kosmos. Nicht zuletzt seine außergewöhnlichen Bauwerke zeugen davon.

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