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1. FC Köln
19.09.2021

Antony Modeste: Die Rückkehr des neuen alten Lieblings

Antony Modeste dachte nach seinem Treffer gegen Leipzig an seinen Vater.
Foto: Marius Becker, dpa

Antony Modeste war auf dem besten Weg, in der Versenkung zu verschwinden. Plötzlich aber ist der alte Liebling der Fans auch der neue.

Er hatte das beste aus seiner Karriere gemacht. Über mehrere Jahre hinweg wechselte Antony Modeste in selbst für Profiverhältnisse kurzen Abständen die Klubs. Zwischen 2010 und 2013 stand er in Nizza, Angers, Bordeaux bei den Blackburn Rovers und in Bastia unter Vertrag. Es folgte ein Wechsel nach Hoffenheim und 2015 nach Köln. Endlich schien der Franzose angekommen, er aber hatte andere Pläne.

Der große Zahltag rief: Nun sollten sich die ganzen Transfers auch endlich massiv aus seinem Konto auszahlen. Modeste unterschrieb beim chinesischen Erstligisten Tianjin Quanjian. Kein Traditionsverein wie der 1. FC Köln. Das sportliche Niveau weit unter der Bundesliga. Aber: Auch Devisen haben argumentative Kraft. Modeste schien in der lukrativen Sackgasse der Karriere angelangt zu sein.

Modeste kommen wegen dem Tod seines Vaters die Tränen

Vier Jahre später ist der alte Publikumsliebling der Kölner auch der neue. An den ersten fünf Spieltagen der Saison erzielte er vier Treffer. Zuletzt schoss er beim 1:1 gegen Leipzig die zwischenzeitige Führung. Schon beim Jubel hatte er Tränen in den Augen, ebenso später am Mikrofon TV-Senders Sky. "Mein Papa hat heute Geburtstag. Das sind sehr viele Emotionen für mich", sagte Modeste: "Ich habe meinen Papa vor drei Jahren verloren."

Modestes Gastspiel in China scheiterte

Nachdem Modestes China-Gastspiel schnell wieder beendet war, fand der Stürmer schnell wieder Aufnahme in Köln. Doch die aufgewärmte Liebe erkaltete schnell. Modeste konnte nicht mehr an die Leistungen seiner ersten Spielzeiten anknüpfen. Im vergangenen Jahr liehen ihn die Rheinländer sogar an den AS Saint-Étienne aus. Doch auch dort fand er nicht zurück in die Spur.

Unter Trainer Steffen Baumgart aber knüpft er nun wieder an vergangene Zeiten an: der neue alte Publikumsliebling.

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