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18.03.2019

Ingolstadt spielt mit einer Botschaft

„Rechtsaußen? – Nur im 4-3-3“ steht auf den Trikots der Ingolstädter Spieler (von links: Sonny Kittel, Björn Paulsen und 1:0-Torschütze Konstantin Kerschbaumer). Am Ende unterlagen die Gäste in Paderborn 1:3.
Foto: Marcel Kusch, dpa

Der FCI reagiert auf die antisemitischen Vorfälle. Sportlich setzt er seine Negativserie mit der vierten Niederlage fort. Ein anderer Verein dagegen hat pausiert und gewonnen

Der FC Ingolstadt hat im Abstiegskampf der 2. Fußball-Bundesliga den nächsten Dämpfer kassiert. Die Oberbayern verspielten am Sonntag beim SC Paderborn beim 1:3 (0:0) innerhalb von zwei Minuten eine 1:0-Führung. Philipp Klement (75. Minute) und Christopher Antwi-Adjej (77.) drehten vor 10696 Zuschauern das Spiel, in dem die Gäste durch Konstantin Kerschbaumer in Führung gegangen waren. Antwi-Adjej (85.) legte noch mal nach und machte die vierte FCI-Niederlage nacheinander endgültig perfekt. Die heimstarken Ostwestfalen sind mit 41 Zählern Tabellen-Siebter. Die Ingolstädter waren in Paderborn in einem Sondertrikot mit dem Slogan „Rechts außen? Nur im 4-3-3“ aufgelaufen. Das sei eine Reaktion auf die Vorfälle des vergangenen Spieltages, sagte Trainer Jens Keller.

Kapitän Almog Cohen war vor einer guten Woche nach seiner Roten Karte in der zweiten Halbzeit beim 0:2 bei Union Berlin durch einen antisemitischen Hass-Internetbeitrag von einem User aufs Übelste beleidigt worden. „Das hat in unserer Gesellschaft nichts verloren“, sagte Keller. Der SV Sandhausen hat mit seinem Kantersieg die Abstiegsplätze verlassen, auch der 1. FC Magdeburg gewann beim 1:1 in Dresden einen wichtigen Zähler.

Durch den Treffer von Björn Rother lagen die Gäste vor mehr als 30000 Zuschauern sogar bis kurz vor Schluss in Führung, ehe Lucas Röser noch der Ausgleich für Dynamo Dresden gelang. Die Sachsen haben – bei einem Spiel Rückstand – fünf Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz.

Der 1. FC Köln profitiert dagegen im Aufstiegskampf von den Patzern der Konkurrenz. Vor allem die dritte Heimniederlage des Tabellenzweiten Hamburger SV passte den Kölnern gut. Der Tabellenführer konnte seine Partie am Sonntag beim MSV Duisburg nicht austragen, weil der Rasen im Duisburger Stadion nach der am Freitag ausgetragenen Drittligapartie des KFC Uerdingen in nicht bespielbarem Zustand war. „Wir hätten gerne gespielt und können es nicht ändern, dass die Voraussetzungen nicht gut genug sind“, sagte FC-Coach Markus Anfang.

Der HSV verpasste die Tabellenführung trotz einer 2:0-Führung gegen den SV Darmstadt 98. „Wir müssen uns schütteln und wieder aufrichten“, sagte Hamburgs Trainer Hannes Wolf nach der 2:3-Niederlage.

Dabei profitierte der HSV ebenfalls von den Niederlagen der unmittelbaren Verfolger. Der Tabellendritte Union Berlin hätte mit einem Sieg in Heidenheim an den Hamburgern vorbeiziehen können, verlor aber 1:2. Der FC St. Pauli kam beim vom Abstieg bedrohten SV Sandhausen gar mit 0:4 unter die Räder. Trainer Markus Kauczinski stellte klar: „Man hat in der letzten Woche schon gesehen, dass wir keine gestandene Spitzenmannschaft sind.“ Den höchsten Sieg feierte Holstein Kiel mit dem 5:1 gegen Erzgebirge Aue, dennoch liegen die Störche fünf Punkte hinter Platz drei. (dpa)

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