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20 Jahre Allianz Arena: Wie das Stadion den FC Bayern in eine neue Dimension katapultierte

FC Bayern München

Mehr als ein Stadion: Wie die Allianz Arena zum Symbol des FC Bayern wurde

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    Sie ist mittlerweile zum Symbol für den FC Bayern geworden: die vor 20 Jahren eröffnete Allianz Arena im Stadtteil Fröttmaning. Das Stadion hat den Rekordmeister in neue finanzielle Dimensionen gebracht.
    Sie ist mittlerweile zum Symbol für den FC Bayern geworden: die vor 20 Jahren eröffnete Allianz Arena im Stadtteil Fröttmaning. Das Stadion hat den Rekordmeister in neue finanzielle Dimensionen gebracht. Foto: dpa

    Gute Laune beim FC Bayern: Der deutsche Meister hat am Mittwoch mit Luis Díaz seinen drittteuersten Transfer der Vereinsgeschichte bekannt gegeben. Nur passend schien es, dass der Klub am Mittwoch Ehrengäste und Medienvertreter zur Jubiläumsfeier in der Allianz Arena einlud. Das Fußballstadion feiert in diesem Jahr seinen 20. Geburtstag. Eine Sonderausstellung im FC Bayern Museum stellt nun die Entstehungsgeschichte und die großen Momente der vergangenen zwei Jahrzehnte dar. Dass der Traditionsverein teure Spieler wie Diaz oder Harry Kane vor zwei Jahren nach München holen kann, hängt auch mit der Arena zusammen, die einst 340 Millionen Euro kostete.

    Es ist ein Investment, das sich längst ausgezahlt hat. Besagter Luis Díaz wechselt für rund 70 Millionen vom FC Liverpool nach München und steht nun bis 2029 unter Vertrag. Der Linksaußen soll neben Harry Kane eine entscheidende Rolle übernehmen, nachdem dem Klub nach Müllers Abgang und Musialas Verletzung wichtige Offensivspieler fehlen. „Mit Luis Díaz ist es uns gelungen, einen der besten Linksaußen der Premier League zu verpflichten“, lässt sich Jan Christian Dreesen, Vorstandsvorsitzender des FC Bayern, in einer Pressemitteilung zitieren. Díaz selber zeigt sich ebenfalls glücklich mit dem Transfer: „Es bedeutet mir sehr viel, Teil des FC Bayern zu sein – das ist einer der größten Clubs der Welt.“

    Die Allianz Arena feiert Geburtstag: 20 Jahre, die man von außen nicht sieht

    Im Museum des FC Bayern warten an diesem Mittwoch viele Besucher gespannt hinter den Absperrungen. Kinder drängeln sich zwischen den Podesten mit Meisterschalen des Vereins, um einen Blick auf den Mittelpunkt des Geschehens zu werfen. Auf einem Podium erinnern sich Ehrenpräsident Uli Hoeneß, Vorstandsvorsitzender Jan-Christian Dreesen sowie Jürgen Muth, der Geschäftsführer der Betreibergesellschaft des Stadions und Stadionsprecher Stephan Lehmann, an die ersten Ideen für ein eigenes Fußballstadion in München.

    Die Idee für die Allianz Arena kam ursprünglich von den Fans, die anstatt des genutzten Olympiastadions einen eigenen Ort für den Fußball forderten. Ursprünglich hatte es großen Widerstand und öffentliche Diskussionen um das Vorhaben gegeben. Uli Hoeneß erinnert sich an einen Streit mit Edmund Stoiber, dem damaligen bayerischen Ministerpräsidenten: „Ich habe dann zu ihm gesagt: ‚Vergiss nicht, der FC Bayern hat mehr Fans als die CSU Wähler‘.“ Mit dem Hintergrund, Spiele im Rahmen der Weltmeisterschaft 2006 austragen zu können, wuchs der Zuspruch. Auch die Stadt München unterstützte schließlich den Bau eines eigenen Fußballstadions.

    Die Allianz Arena – ein architektonisches Meisterwerk

    Heute ist das architektonisch einzigartige Bauwerk aus der Stadtkulisse nicht mehr wegzudenken. Das Konzept für das moderne Stadion mit der leuchtenden Fassade entwickelten die Schweizer Architekten Jacques Herzog und Pierre de Meuron, die später die Elbphilharmonie in Hamburg entwarfen. Mit der Fankulisse von etwa 75.000 Zuschauern bei nationalen Spielen und einer Lichtshow beeindruckt das Stadion Spieler und Besucher. „Da merkt man auch bei den Gegenspielern, dass die davor Respekt haben“, sagt Thomas Müller in einem Videoeinspieler.

    Markante Lichtshows wie beim Bundesligaspiel gegen RB Leipzig im Dezember 2024 sind beliebt bei Fans und Spielern.
    Markante Lichtshows wie beim Bundesligaspiel gegen RB Leipzig im Dezember 2024 sind beliebt bei Fans und Spielern. Foto: Gerhard Schultheiß, Jan Huebner, dpa

    Unter dem Motto der Ausstellung „Luftschloss, Wohnzimmer, Opernbühne“ geht die Sonderausstellung im FC Bayern Museum auf die Hintergründe zum Bau und die wichtigsten Meilensteine ein, die der Klub mit dem Stadion erlebt hat. Besucherinnen und Besucher können die verschiedenen Ideen vor Baubeginn besichtigen und ein Stück der markanten Außenhülle anfassen.

    Die Allianz Arena ist das „wirtschaftliche Rückgrat“ des FC Bayern

    Die Allianz Arena ist für den Verein mehr als eine Spielstätte, mehr als nur ein Stadion. Neben dem emotionalen Wert, der in den Anekdoten von Hoeneß und Co mehr als sichtbar wird, ist die Arena auch finanziell eine wichtige Säule. Das „wirtschaftliche Rückgrat“, wie Dreesen es betitelt, ist regelmäßig ausverkauft. Bereits jetzt sind alle Tickets der kommenden Spiele vergriffen, und das, obwohl die Saison nicht mal gestartet ist. Auch dadurch steht der FC Bayern da, wo er heute steht.

    Für Einnahmen sorgte kürzlich der Verkauf von Adam Aznou zum FC Everton. Der 19-jährige Marokkaner, der aus der Barca-Jugend kam, gilt als großes Talent. Bei Bayern kam er nur auf zwei Kurzeinsätze in der Bundesliga, bei der Klub-WM nur auf acht Minuten. Trotzdem zahlt der englische Verein nun neun Millionen Euro. Einnahmen, die der FC Bayern gerne in einen anderen Spieler stecken würde. Ob Nick Woltemade vom VfB Stuttgart kommt - das ist nach derzeitigem Stand fraglich, wie Dreesen sagte. „Wir haben ein Angebot abgegeben, das hat bis dato nicht zu einem Gespräch geführt. Das verstehen wir nicht.“ Selbst mit einer Allianz Arena im Rücken ist es also kein Automatismus, dass jeder begehrte Spieler zum FCB wechselt.

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