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Biathlon

15.02.2019

Auf dem Podium

Franziska Hildebrand zeigte sich in den USA treffsicher.
Bild: afp

Franziska Hildebrand musste lange auf diesen Moment warten

Fast ein Jahr musste Franziska Hildebrand auf den achten Podestplatz ihrer Karriere warten. Doch nach vielem Hadern und Zweifeln kommt die 31-Jährige drei Wochen vor der Biathlon-WM immer besser in Schwung. Bei der WM-Generalprobe im US-amerikanischen Soldier Hollow lief Hildebrand in Abwesenheit von Doppel-Olympiasiegerin Laura Dahlmeier als beste Deutsche im Sprint auf einen starken dritten Rang. „Ich freue mich, dass es so gut funktioniert hat. Das fehlerfreie Schießen war die Grundlage für das Stockerl“, sagte die zweimalige Staffel-Weltmeisterin im ZDF, ehe sie auf das Siegerpodest sprang und sich feiern ließ.

Hildebrand hatte am Donnerstag nach 7,5 Kilometern 21,4 Sekunden Rückstand auf die ebenfalls fehlerfreie Siegerin Marte Olsbu Roeiseland aus Norwegen. Platz zwei sicherte sich nach einer Strafrunde die Finnin Kaisa Mäkäräinen. Über einen guten siebten Platz durfte sich auch Denise Herrmann freuen, die dank der zweitbesten Laufzeit nach zwei Strafrunden den Rückstand mit 42,4 Sekunden noch in Grenzen hielt. Das deutsche Duo hat damit eine gute Ausgangsposition für die Verfolgung am Samstag (18.10 Uhr/ZDF und Eurosport). Vanessa Hinz (34.), Karolin Horchler (42.) und die von einer Krankheit noch geschwächte Franziska Preuß (50.) enttäuschten.

Für Hildebrand war es nach Platz vier im Einzel von Canmore das mit Abstand beste Saisonergebnis. Die dienstälteste deutsche Skijägerin hatte es vor den beiden Übersee-Weltcups nur einmal in die Top Ten geschafft. Ansonsten standen Platzierungen von Rang 16 bis 46 zu Buche. Auf den Olympia-Strecken von 2002 klappte diesmal endlich wieder die Komplexleistung aus Laufen und Schießen. Zudem teilte sich die zweimalige Staffel-Weltmeisterin ihr Rennen auf der schwierigen und durch die Höhe von 1695 Meter kräftezehrenden Strecke gut ein. Hildebrand ließ sich auch nicht von dem Anreise-Chaos von Kanada nach Salt Lake City, bei dem neben zahlreichen Gepäckstücken zudem alle Waffen bei der Ankunft fehlten, beeindrucken. (dpa)

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