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Biathlon-WM 2020

14.02.2020

Biathletin Denise Herrmann fährt wieder am Podest vorbei

Denise Herrmann schoss erneut nicht fehlerfrei und kam im Sprint auf Rang fünf ins Ziel.
Bild: Hendrik Schmidt, dpa

Die deutschen Skijägerinnen kommen mit den drehenden Winden nicht zurecht und verpassen die Medaillenränge. Wie es besser geht, zeigte erneut eine Norwegerin

Der bayerische Fan fluchte. "Zefix, Sakrament noamol", kommentierte der Biathlon-Anhänger die Schieß-Leistung von Franziska Preuß in der Südtirol-Arena. Zwei Fehler leistete sich die 25-Jährige. Zuviel, um im Sprintrennen über 7,5 Kilometer auf das Treppchen zu laufen. "Man hat hellwach sein müssen, weil die Fähnchen links und rechts gegangen sind", beschrieb die Athletin vom SC Haag die Bedingungen am Schießstand. Mit den drehenden Winden kamen die deutschen Starterinnen schwer zurecht, wieder einmal. Preuß landete auf Platz acht.

Sogar drei Fehlversuche leistete sich Denise Herrmann und durfte dank ihrer starken Laufleistung einige Minuten lang dennoch auf Platz drei liegend von einer Medaille träumen. Doch Lucie Charvatova aus Tschechien verdrängte die Sächsin und holte sich Bronze. Da auch die Ukrainerin Olena Pidhruschna besser schoss (ein Fehler), landete Hermann auf Platz fünf. Die ehemalige Langläuferin legte, wenig überraschend, wieder einmal die beste Laufzeit hin.

Denise Herrmann fehlt weiterhin die Konstanz

Doch Biathlon kommt aus dem Griechischen und bedeutet so viel wie Doppelkampf – Laufen und Schießen im Wechsel. Mit dem zweiten Teil der Sportart hadert Herrmann immer wieder, es fehlt die Konstanz. "Mit drei Schießfehlern geht man nicht davon aus, dass es für vorne hält", meinte die Sächsin nach dem Zieleinlauf.

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Wie schon zum WM-Auftakt im Mixed reichte es für die Starter des Deutschen Skiverbandes wieder nicht für die erhoffte Medaille. 30,5 Sekunden fehlten Herrmann am Ende auf die Siegerin. Marte Olsbu Röiseland, die eine Strafrunde laufen musste, gewann im zweiten WM-Wettkampf die zweite Goldmedaille für Norwegen und holte sich nach dem Mixed bereits den zweiten Titel im Sprint.

Die führende Biathlon-Nation schickt sich an, die starken Weltcup-Ergebnisse dieser Saison genau zum Höhepunkt des Winters abzurufen und macht die Titelkämpfe in der Südtirol-Arena schon jetzt zu Norwegen-Spielen. Die fehlerfrei schießende Amerikanerin Susan Dunklee überraschte mit Platz zwei.

Die gute Nachricht: Der Rückstand auf Bronze ist relativ knapp

Der Rückstand von Herrmann auf die Bronzemedaille betrug lediglich 9,2 Sekunden und das macht der Skijägerin Hoffnung. Nach einem Ruhetag für die Frauen folgt die Verfolgung. Die 31-Jährige Oberwiesenthalerin sprach sich Mut zu. "Am Sonntag ist ein neues Rennen. Die Ausgangsposition ist gut und es gibt auch etwas zu verteidigen", sagte Hermann. Die achtplatzierte Preuß und Vanessa Hinz (14.) wollen am Sonntag ebenfalls angreifen.

Zunächst gilt es, die schwierigen Bedingungen am Schießstand zu meistern. Mit Problemen kämpften nicht nur die Deutschen. Die im Weltcup führende Norwegerin Tiril Eckhoff landete mit unglaublichen sechs Schießfehlern abgeschlagen auf Platz 59. Auch die als Favoriten gestarteten Italienerinnen Lisa Vittozzi und Dorothea Wierer hatten mit jeweils zwei Schießfehlern keine Medaillenchancen.

Am Samstag folgt mit dem Sprint das erste Einzelrennen der Männer. Bundestrainer Mark Kirchner stellte seine Starterliste nach den bisherigen Sprintergebnissen auf. Bedeutet: Dem Nesselwanger Philip Nawrath bleibt zwei Tage nach seinem 27. Geburtstag nur die Zuschauerrolle. Benedikt, Doll, Arnd Peiffer, Johannes Kühn und Philipp Horn starten am Samstag.

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