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Olympia

11.02.2018

Bronze für Rodler Johannes Ludwig - nur Platz fünf für Favorit Felix Loch

Arnd Peiffer holte Gold im Biathlon üner zehn Kilometer.
Bild: Michael Kappeler, dpa

Arnd Peiffer hat im Biathlon-Sprint bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang die Goldmedaille gewonnen. Die News im Blog.

Olympische Winterspiele: Wichtigste News zu Olympia 2018

11. Februar: Rodler Johannes Ludwig holt Bronze beim Rodeln

Rodler Johannes Ludwig hat bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang die Bronzemedaille gewonnen. Felix Loch wurde beim Sieg des Österreichers David Gleirscher nach einem Fehler im letzten Lauf nur Fünfter und verpasste überraschend seinen vierten Olympiasieg. Silber holte Christopher Mazdzer aus den USA.

Biathlet Peiffer gewinnt die Goldmedaille im Olympia-Sprint

Der ehemalige Weltmeister Arnd Peiffer hat im Biathlon-Sprint bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang die Goldmedaille gewonnen. Der 30-Jährige triumphierte am Sonntag in Südkorea nach 10 Kilometern und einem fehlerfreien Schießen und sorgte für den dritten deutschen Erfolg in Südkorea.

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Olympia-Abfahrt wegen Sturms verschoben

Sturmböen mit bis zu 100 Stundenkilometern haben die alpinen Rennfahrer am Sonntag um ihre Olympia-Abfahrt gebracht und den Zeitplan für die erste Ski-Woche durcheinandergewirbelt. Weil bei den Bedingungen an eine Schussfahrt nicht zu denken war, wurde diese auf Donnerstag (03.00 Uhr MEZ) verschoben. Der an dem Tag eigentlich geplante Super-G soll tags darauf stattfinden, wie die Veranstalter entschieden. An der Austragung der Alpinen Kombination am Dienstag werde aber festgehalten, sagte Rennchef Markus Waldner.

Thomas Dreßen muss warten - die Olympia-Abfahrt wurde wegen des starken Winds verschoben.
Bild: Christophe Ena, dpa

10. Februar: Wellinger holt zweites Olympia-Gold für Deutschland

Skispringer Andreas Wellinger hat bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang Gold von der Normalschanze gewonnen. Der 22-Jährige holte damit die zweite Goldmedaille für Deutschland. Silber ging am Samstag bei schwierigen Bedingungen an Johann Andre Forfang aus Norwegen, den dritten Platz belegte dessen Teamkollege Robert Johansson. Biathletin Laura Dahlmeier hat bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang die erste Goldmedaille für Deutschland gewonnen. Die 24-Jährige aus Garmisch-Partenkirchen triumphierte am Samstag im Sprint über 7,5 Kilometer und sicherte sich den ersten Olympiasieg ihrer Karriere.

Die schwedische Langläuferin Charlotte Kalla hat die erste Goldmedaille der Olympischen Winterspiele in Pyeongchang gewonnen. Die 30-Jährige siegte im Skiathlon über 2 x 7,5 Kilometer vor der Norwegerin Marit Björgen und der Finnin Krista Parmakoski. Für Kalla ist es der dritte Olympiasieg ihrer Karriere. Beste Deutsche wurde Victoria Carl aus Zella-Mehlis auf dem 20. Platz, nachdem sie nach 3,75 Kilometern noch das Feld angeführt hatte. Katharina Hennig (Oberwiesenthal) wurde 22., Stefanie Böhler (Ibach) belegte Platz 25. Nicole Fessel (Oberstdorf) musste dagegen kurz vor dem Start wegen Atemwegsproblemen passen.

Medaillenchancen am zweiten Tag

Nach dem erfolgreichen Auftakt mit Gold für Biathletin Laura Dahlmeier und Skispringer Andreas Wellinger hat die deutsche Mannschaft bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang auch am zweiten Tag gute Chancen auf weitere Medaillen. Rodler Felix Loch geht am Sonntag als Führender nach zwei Läufen in die beiden letzten Durchgänge und hat beste Aussichten, zum dritten Mal Einzel-Gold zu gewinnen.

In der alpinen Ski-Abfahrt rechnet sich Thomas Dreßen nach seinem Kitzbühel-Sieg einiges aus. Die deutschen Biathleten Simon Schempp, Arnd Peiffer, Erik Lesser, Benedikt Doll wollen im Sprint über zehn Kilometer versuchen, in das Duell zwischen dem Franzosen Martin Fourcade und dem Norweger Johannes Thingnes Bö einzugreifen. Eisschnellläufer Patrick Beckert ist nach starken Vorleitungen im Weltcup nicht ganz chancenlos über 5000 Meter.

DOSB-Chef Hörmann voll des Lobes

Die deutschen Athleten sind von den Bedingungen bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang begeistert. "Alle sind einhellig voll des Lobes", sagte Alfons Hörmann, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes, am Samstag. "Dies gilt für die Quartiere in den olympischen Dörfern, die Wettkampfstätten und den Transport", berichtete er. 

Den ganzen Tag hatte Hörmann den Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier begleitet und mit ihm das Training der Eiskunstläufer, Eishockeyspieler und Rodlerinnen, das olympische Athleten-Bergdorf und das Biathlon-Rennen mit Laura Dahlmeier besucht. "Dies hat gezeigt, wie kompakt alles bei diesen Spielen ist", meinte Hörmann. "Wenn wir den Zuschlag für die Winterspiele 2018 in München bekommen hätten, hätten wir von München nach Garmisch-Partenkirchen, Berchtesgaden, Ruhpolding und zurück fahren müssen." Dies wäre nicht an einem Tag zu schaffen gewesen.

Zum Besuch Steinmeiers sagte er: "Ich habe noch nie einen politischen Besucher erlebt, der so mitgefiebert hat. Der mit seiner Frau die Wettkämpfe sichtlich genossen hat. Das war ein Auftakt nach Maß und viel Rückenwind für das Team Deutschland."

9. Februar: Olympisches Feuer brennt - Winterspiele in Südkorea beginnen

Das olympische Feuer der Winterspiele in Pyeongchang brennt. Um 22.09 Uhr Ortszeit entzündete die südkoreanischen Eiskunstläuferin Kim Yuna am Freitag im Olympiastadion die Flamme. 27 Minuten zuvor hatte Südkoreas Staatspräsident Moon Jae In mit der traditionellen Formel "Ich erkläre die XXIII. Olympischen Winterspiele von Pyeongchang für eröffnet" das Startsignal für das erste Weltfest des Wintersports in Südkorea gegeben.

Die Eröffnungszeremonie vor 35 000 Zuschauern und einem  Milliarden-Publikum weltweit vor den Fernsehern stand unter dem Motto "Frieden in Bewegung". Das vom Nordischen Kombinierer Eric Frenzel angeführte deutsche Team kam als neunte Mannschaft in das Stadion.

Das Programm hatte um 20.01 Ortszeit begonnen. Emotionaler Höhepunkt war der gemeinsame Einmarsch der süd- und nordkoreanischen Sportler. Die nordkoreanische Eishockeyspielerin Hwang Chung Gum und der südkoreanische Bobfahrer Won Yun Jong führten das Team an.

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11 Bilder
Das sind die Bilder der Eröffnungsfeier aus Pyeongchang
Bild: Angelika Warmuth, dpa

An den Spielen bis zum 25. Februar nehmen über 2900 Sportler aus 92 Ländern teil. Deutschland ist mit 153 Athleten in Pyeongchang vertreten. In 102 Wettbewerben werden Medaillen vergeben. Mit etwa zehn Milliarden Euro sind die Spiele in Südkorea wesentlich günstiger als die Spiele vor vier Jahren im russischen Sotschi, die mit 50 Milliarden Euro als die bislang teuersten in der Olympia-Geschichte gelten.

In Südkorea begannen die Olympischen Winterspiele mit einer Show.
Bild: Michael Kappeler, dpa

8. Februar: Doping-Causa: 47 Russen bleibt Olympia-Teilnahme verwehrt

45 weitere russische Sportler und zwei Betreuer bleiben von den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang ausgeschlossen. Der Internationale Sportgerichtshof CAS wies ihre Klage gegen die Entscheidung des Internationalen Olympischen Komitees am Freitag wenige Stunden vor der Eröffnungsfeier zurück. Schon am Vortag hatte die Ad-hoc-Kommission des CAS bei 13 russischen Athleten und Offiziellen ein ähnliches Gesuch abgelehnt und sich als nicht zuständig erklärt.

Russland muss somit auf zahlreiche Stars wie den sechsmaligen Shorttrack-Olympiasiger Viktor Ahn, Biathlet-Staffel-Olympiasieger Anton Schipulin, sowie die Top-Ski-Langläufer Sergej Ustjugow und Ruslan Sacharow und Eiskunstlauf-Olympiasiegerin Xenia Stolbowa verzichten.

Damit bleibt es bei 168 Sportlern aus Russland, die für die 23. Winterspiele vom Internationalen Olympischen Komitee zugelassen worden sind. Diese Sportler starten unter neutraler Flagge und ohne Hymne als Olympische Athleten aus Russland.

Vonn will Olympiasieg ihrem verstorbenen Opa widmen

US-Skistar Lindsey Vonn will bei ihrer vierten Olympia-Teilnahme vor allem für ihren kürzlich verstorbenen Großvater erfolgreich sein und zum zweiten Mal Olympiasiegerin werden. "Ich wünsche mir sehr, dass ich gut bin, für ihn. Ich vermisse ihn sehr. Ich weiß, dass er zusieht. Ich möchte für ihn gewinnen", sagte Vonn am Freitag in Pyeongchang. Nach dieser Aussage kamen ihr vor hunderten Journalisten die Tränen.

Auf einen Start im Riesenslalom am Montag verzichtet Vonn in Südkorea. "Ich fahre Abfahrt, Super-G und die Kombination. Ich habe mich gegen den Riesenslalom entschieden, weil das nicht gut ist mit meinem Knie", sagte die Abfahrts-Olympiasiegerin von 2010. Vonn hatte mehrere Kreuzbandrisse und verpasste deswegen auch die Spiele vor vier Jahren in Sotschi.

Olympische Winterspiele in Pyeongchang werden heute eröffnet

In Anwesenheit von Staatsgästen aus aller Welt werden an diesem Freitag (12 Uhr deutscher Zeit) die 23. Olympischen Winterspiele in Pyeongchang eröffnet. Bis zum 25. Februar wird es die Rekordzahl von 102 Entscheidungen geben. Mehr als 2900 Sportler aus 92 Nationen nehmen an den ersten Winterspielen in Südkorea teil, davon 153 aus Deutschland.

Als Fahnenträger wird der Nordische Kombinierer Eric Frenzel vor den Augen von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier die deutsche Mannschaft im Olympiastadion anführen. Nordkorea und Südkorea werden gemeinsam einlaufen, im Frauen-Eishockey werden die beiden verfeindeten Nachbarn ein gemeinsames Team bilden.

7. Februar: Mehr als 200 nordkoreanische Cheerleader für Olympia in Südkorea angekommen

Einen Tag nach einer Künstler-Delegation sind mehr als 200 Cheerleader aus Nordkorea anlässlich der Olympischen Winterspiele nach Südkorea gereist. Die jungen Frauen überquerten die Grenze zwischen den verfeindeten Staaten am Mittwoch als Teil einer 280-köpfigen Delegation. Sie sollen bei den Spielen in Pyeongchang Athleten aus dem Norden, aber auch aus dem Süden sowie ein gemeinsames Frauen-Eishockeyteam unterstützen.

Die Delegation überquerte die Grenze in Dorasan in der entmilitarisierten Zone. Außer den 229 Cheerleadern befanden sich in der Delegation 26 Taekwando-Sportler und 21 Journalisten. Pjöngjang entsandte zudem seinen Sportminister Kim Il Guk und drei Vertreter des nordkoreanischen Olympischen Komitees.

Die Cheerleader scherzten mit den wartenden südkoreanischen Journalisten. Im Anschluss bestiegen sie Busse, die sie in ihr Hotel brachten. Etwa 20 Sympathisanten schwenkten die sogenannte Flagge der Vereinigung, als die Frauen zu ihrem Hotel abfuhren. Die Fahne zeigt eine hellblaue Silhouette der Halbinsel auf weißem Grund.

Die Cheerleader waren dem Vernehmen nach sorgfältig ausgewählt worden. Die nordkoreanischen Behörden überprüften demnach die Familien der jungen Frauen, deren Aussehen, Geschick und Loyalität zur kommunistischen Staatspartei.

Frenzel wird deutscher Fahnenträger bei Olympia-Eröffnungsfeier

Nach einem Flug-Wirrwarr auf der Anreise zu den Olympischen Winterspielen wird Eric Frenzel erst mit reichlich Verspätung als deutscher Fahnenträger präsentiert. Der 29 Jahre alte Kombinierer soll am Donnerstagabend im Deutschen Haus von Pyeongchang vorgestellt werden, teilte der Deutsche Olympische Sportbund mit. Damit bestätigte die Mannschaftsleitung zugleich, dass der Olympiasieger von 2014 das deutsche Team bei der Eröffnungsfeier am Freitag anführen wird.

Frenzel folgt als Fahnenträger bei Winterspielen auf den früheren Alpin-Star Maria Höfl-Riesch. Der Athlet des WSC Erzgebirge Oberwiesenthal ist nach Georg Thoma vor 54 Jahren der erste Kombinierer, der eine gesamtdeutsche Mannschaft anführt. 1980 trug Kombinierer Urban Hettich die bundesdeutsche Fahne. Zur Wahl bei Sportfans und deutschen Athleten standen auch Eisschnellläuferin Claudia Pechstein, Skirennfahrerin Viktoria Rebensburg, Rodlerin Natalie Geisenberger und Eishockey-Nationalspieler Christian Ehrhoff.

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15 weitere Russen klagen vor Ad-hoc-Gericht gegen Olympia-Ausschluss

15 weitere Russen haben bei der Ad-hoc-Kommission des Internationalen Sportgerichtshofs CAS Einspruch gegen ihren Ausschluss von den Winterspielen in Pyeongchang eingelegt. Sie folgten damit der Klage von 32 Landsleuten, die am Mittwoch von den CAS-Richtern verhandelt wird. 

Bei den neuen Fällen handelt es sich um die 13 Athleten und zwei Betreuer, deren lebenslange Olympia-Sperren vom CAS in der Vorwoche aufgehoben worden waren, denen das Internationale Olympische Komitee aber trotzdem die Einladung nach Pyeongchang verweigert hatte. Das bestätigte das Team "Olympischer Athleten aus Russland".

Unter den Klägern sind Skeleton-Olympiasieger Alexander Tretjakow und der Langlauf-Goldmedaillengewinner von Sotschi, Alexander Legkow. Der CAS bestätigte den Eingang der Klage und die Eröffnung eines zweiten Verfahrens.

Die Ad-hoc-Kammer des Internationalen Sportgerichtshofs CAS kam in einer ersten Anhörung am Mittwoch noch zu keinem Ergebnis und will nun bis spätestens Freitagvormittag eine Entscheidung treffen.

Weitere Norovirus-Fälle in der Umgebung von Olympia-Stätten

In der Umgebung der Wettkampfstätten für die Olympischen Winterspiele in Pyeongchang sind weitere Norovirus-Fälle aufgetreten, für die deutsche Mannschaft besteht jedoch kein Anlass zur Sorge. Bis zum Mittwoch sei die Zahl der bestätigten Fälle auf 86 gestiegen, teilten die Gesundheitsbehörden in Südkorea mit. Am Dienstag war von 32 Infektionen die Rede. 

Die Fälle seien im Landkreis Pyeongchang und der Küstenstadt Gangneung aufgetreten, sagte der Leiter des Zentrums für die Kontrolle von Infektionserkrankungen, Kim Hyun Jun. Die beiden olympischen Dörfer für die Athleten in Pyeongchang und Gangneung seien nicht betroffen. In der Küstenstadt finden die Eiswettbewerbe der Winterspiele statt, die am Freitag eröffnet werden.

6. Februar: 32 Russen um Ahn und Schipulin klagen gegen Olympia-Ausschluss

Die russischen Olympiasieger Viktor Ahn und Anton Schipulin wollen mit Klagen beim Schweizer Bundesgericht und dem Internationalen Sportgerichtshof CAS doch noch ihre Teilnahme an den Winterspielen in Pyeongchang erzwingen. Insgesamt haben sich 32 Athleten der Klage gegen den Ausschluss durch das Internationale Olympische Komitee angeschlossen, wie der CAS am Dienstag mitteilte.

Neben Shorttrack-Star Ahn und Biathlet Schipulin wehren sich auch die Top-Ski-Langläufer Sergej Ustjugow und Ruslan Sacharow sowie Eiskunstlauf-Olympiasiegerin Xenia Stolbowa gegen den Olympia-Bann.

Die 32 Athleten waren auf Empfehlung der unabhängigen Prüfkommission unter Vorsitz der früheren französischen Sportministerin Valérie Fourneyron vom IOC nicht nach Pyeongchang eingeladen worden. Hintergrund ist der Skandal um organisierte Dopingmanipulationen der Russen bei ihren Heimspielen 2014 in Sotschi.

Der CAS wird die Fälle mit seiner Ad-hoc-Kommission am Mittwoch verhandeln. Zuletzt hatte das höchste Sportgericht die lebenslangen Olympia-Sperren gegen 28 russische Sportler aus Mangel an Beweisen aufgehoben. 15 Russen aus dieser Gruppe wollten daraufhin ihre Teilnahme in Pyeongchang erwirken, das IOC lehnte dies jedoch ab. 

Zu den Winterspielen hatte das IOC aus einer Liste von ursprünglich 500 Russen nach Empfehlung der Prüfkommission 169 Athleten eingeladen, die unter neutraler Flagge und ohne eigene Hymne starten. Sechs abgelehnte Russen waren zuletzt vor dem Schweizer Bundesgericht mit einer Klage gegen ihren Olympia-Ausschluss gescheitert.

5. Februar: IOC lehnt nachträgliche Olympia-Einladung für 15 Russen ab

Das Internationale Olympische Komitee hat 13 Sportlern und zwei Trainern aus Russland die Einladung zu den Winterspielen in Pyeongchang verweigert. Trotz der Aufhebung der lebenslangen Olympia-Sperre der Russen durch den Internationalen Sportgerichtshof CAS lehnte das IOC in allen 15 Fällen eine Teilnahme an den Wettbewerben in Südkorea ab, wie es am Montag mitteilte.

Der Entscheidung liege eine einstimmige Empfehlung der unabhängigen Prüfkommission unter Vorsitz der französischen Ex-Sportministerin Valérie Fourneyron zugrunde, hieß es. Die Kommission hatte zuvor 169 russische Athleten aus einer Liste von ursprünglich 500 Sportlern zu den Spielen in Südkorea eingeladen. Diese Sportler werden unter neutraler Flagge und ohne Hymne als "Olympische Athleten aus Russland" starten.

Durch die Aufhebung von IOC-Sanktionen gegen 28 Sportler hatten sich weitere Russen Hoffnung auf ein Nachrücken zu den Winterspielen gemacht. Das IOC hatte diese Athleten als Reaktion auf den Skandal um organisierte Dopingmanipulationen bei den Sotschi-Spielen 2014 eigentlich lebenslang für Olympia gesperrt. IOC-Chef Thomas Bach kritisierte das CAS-Urteil am Sonntag scharf. Einen Tag später lehnte das IOC weitere Einladungen für die Russen ab.

3. Februar: IOC hebt die Suspendierung des brasilianischen NOK auf

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat nach dem Verdacht auf einen Stimmenkauf bei der Olympia-Vergabe an Rio de Janeiro die Suspendierung des Nationalen Olympischen Komitees Brasiliens aufgehoben. "Die Regierung hat alle Probleme zur Zufriedenheit des IOC gelöst", teilte das IOC am Samstag mit. 

Das NOK Brasiliens hatte zuvor schon Konsequenzen aus der Affäre gezogen und in Paulo Wanderley einen Nachfolger für Carlos Nuzman gewählt. Der frühere NOK-Präsident und Organisationschef der Sommerspiele 2016 in Rio steht im Mittelpunkt des mutmaßlichen Bestechungsskandals.

2. Februar: Erste deutsche Athleten ziehen ins Olympische Dorf ein

Die ersten deutschen Athleten sind im Olympischen Dorf in Gangneung eingezogen. Angeführt von der fünfmaligen Olympiasiegerin und Fahnenträger-Kandidatin Claudia Pechstein haben acht Eisschnellläufer ihre Quartiere in der Küstenregion bezogen, wie Chef de Mission Dirk Schimmelpfennig mitteilte. Allein der Olympia-Vierte Nico Ihle wird erst am 11. Februar anreisen und bis dahin in der Heimat trainieren. 

Erwartet wurden am Freitag die Rodler unter anderen mit den Olympiasiegern von Sotschi 2014, Felix Loch und Natalie Geisenberger, sowie die beiden aus Dresden stammenden Short-Track-Starterinnen Anna Seidel und Bianca Walter. Sie werden in dem Olympischen Dorf in den Bergen wohnen. Die Winterspiele in Pyeongchang werden am 9. Februar eröffnet.

1. Februar: CAS hebt die meisten Olympia-Sperren für Russen auf

Der Internationale Sportgerichtshof CAS hat die lebenslangen Doping-Sperren gegen 28 russische Wintersportler wegen unzureichender Beweislage aufgehoben. Elf weitere Sportler bleiben für die Spiele in Pyeongchang ausgeschlossen, ihre lebenslangen Sperren für Olympia sind laut einer CAS-Mitteilung ebenfalls ungültig.

Das IOC hatte insgesamt 43 russische Wintersportler von künftigen Olympischen Spielen ausgeschlossen, weil die Athleten bei den Heim-Spielen in Sotschi 2014 von organisierten Manipulationen profitiert haben sollen. 42 der betroffenen Sportler hatten vor dem CAS Einspruch eingelegt.

Langlauf-Olympiasieger Alexander Legkow, Skeleton-Olympiasieger Alexander Tretjakow und Rodler Albert Demtschenko gehören zu den Athleten, deren Sperren der CAS nun aufgehoben hat. Der deutsche Rodler Andi Langenhan bleibt daher Vierter der Spiele von Sotschi und erhält nicht nachträglich Bronze. Bob-Olympiasieger Alexander Subkow zählt hingegen zu den Athleten, die für Pyeongchang gesperrt bleiben.

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hatte zuletzt zu erkennen gegeben, dass es auch im Falle eines Freispruchs durch den CAS diese Sportler nicht für die Spiele in Südkorea zulassen wird. Das NOK Russlands war nach der IOC-Entscheidung Anfang Dezember für die Winterspiele gesperrt worden. Allerdings dürfen russische Sportler unter neutraler Flagge und ohne Hymne starten. Sie werden als "Olympischer Athlet aus Russland" (OAR) geführt. Nach eingehender Prüfung hat das IOC 169 russischen Athleten erlaubt, in Südkorea anzutreten.

Die russische Regierung nahm die Aufhebung der lebenslangen Doping-Sperren für 28 Sportler mit großer Erleichterung auf. "Wir sind froh, dass die Gerechtigkeit endlich triumphiert hat", sagte Sportminister Pawel Kolobkow in Moskau. Die Entscheidung des CAS bestätige, dass die Athleten "sauber" seien. Nun erwarteten die Sportler, dass das IOC reagiere und sie auch zu den Olympischen Winterspielen in Südkorea zulasse, sagte Kolobkow der Agentur Interfax zufolge.

In den zurückliegenden Tagen waren 39 Russen vom Sportgerichtshof angehört worden, via Videoschalte ebenso Kronzeuge Grigori Rodschenkow - früher Chef des Anti-Doping-Labors Moskau - und der WADA-Chefermittler Richard McLaren. Über drei russische Biathletinnen wird der CAS voraussichtlich erst nach den Spielen in Südkorea entscheiden. Alle drei haben ihre Laufbahn beendet.

Grundlage der IOC-Beschlüsse in der Causa Russland waren die Aussagen von Rodschenkow und die Berichte von McLaren für die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA). Rodschenkow hatte nach seiner Flucht in die USA das Betrugssystem bei Olympia in Sotschi enthüllt. McLaren sammelte weitere Beweise für ein groß angelegtes Dopingprogramm. Die vom IOC eingesetzte Disziplinarkommission unter Leitung von Denis Oswald sah die Beweislast gegen die Russen nach weiteren "forensischen und analytischen Doping-Untersuchungen" als erdrückend an. Der CAS folgte dem aber offenbar nicht.

31. Januar: CAS-Entscheidung zu russischen Sportlern am 1. Februar

Der Internationale Sportgerichtshof CAS wird seine Entscheidung zu 39 vom IOC lebenslang gesperrten russischen Wintersportlern am 1. Februar bekannt geben. Das teilte das höchste Sport-Schiedsgericht mit. Eine Erläuterung des Urteils werde um 9 Uhr (MEZ) durch den Generalsekretär des CAS in der Olympia-Stadt Pyeongchang gegeben.

In den zurückliegenden Tagen waren die 39 Russen vom Sportgerichtshof angehört worden, ebenso wie Kronzeuge Grigori Rodschenkow, der frühere Chef des Anti-Doping-Labors Moskau, via Videoschalte und der WADA-Chefermittler Richard McLaren. Beide hatten die systematische Manipulation von Doping-Proben bei den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi öffentlich gemacht. Auf Grundlage der Erkenntnisse des McLaren-Berichts hatte die vom Schweizer Denis Oswald geleitete IOC-Kommisson insgesamt 42 Russen lebenslang gesperrt, darunter Olympiasieger und Medaillengewinner. Vor dem CAS kämpfen die Sportler nun gegen ihre Sperre.

Sollte der CAS die Sperre bestätigen, käme der deutsche Rodler Andi Langenhan nachträglich zu einer Olympia-Medaille. Der Thüringer war in Sotschi 2014 hinter Olympiasieger Felix Loch, dem nun gesperrten Russen Albert Demtschenko und Armin Zöggeler aus Italien Vierter geworden und könnte nach dem zu erwartenden CAS-Urteil auf den Bronze-Rang vorrücken.

30. Januar: Probenflaschen-Probleme bei Dopingtests: IOC "sehr besorgt"

Vor der Eröffnung der Winterspiele am 9. Februar in Südkorea sorgen die Probleme mit den neuen Urin-Probenflaschen für Verunsicherung. Die WADA war am 19. Januar vom Kölner Analyselabor informiert worden, dass die Flaschen beim Einfrieren einer Probe manuell geöffnet werden könnten. Die Behälter waren nach dem Doping-Skandal in Russland neu gestaltet worden. Bei einer Doping-Kontrolle werden zwei Flaschen für eine A- und B-Probe genutzt. Die B-Probe wird eingefroren und nur genutzt, wenn ein Athlet die Analyse der A-Probe anzweifelt.

Das Internationale Olympische Komitee hat sich darüber "sehr besorgt" über die Probleme gezeigt. "Wir haben sofort die WADA gebeten, dafür zu sorgen, dass die Anti-Doping-Tests in Pyeongchang glaubwürdig und zuverlässig durchgeführt werden können", sagte ein IOC-Sprecher am Dienstag. Die WADA habe mitgeteilt, dass sie Kontakt zum Flaschenhersteller Berlinger hat. "Wir haben volles Vertrauen in die WADA, dass eine Lösung für dieses Problem gefunden wird", hieß es. 

Bei den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi waren Dopingproben russischer Athleten mit Hilfe des Inlandsgeheimdienstes FSB geöffnet und der Inhalt gegen sauberen Urin ausgetauscht worden. Als Konsequenz aus den Doping-Manipulationen ist das russische Nationale Olympische Komitee von den Pyeongchang-Spielen suspendiert worden. Das IOC gewährt jedoch 169 individuell geprüften russischen Sportlern das Startrecht unter neutraler Flagge und als "Olympische Athleten aus Russland".

Gesperrter Skeletonpilot als Trainer in Pyeongchang dabei 

Das russische Nationale Olympische Komitee ROC will den wegen Doping gesperrten Skeletonfahrer Sergej Tschudinow als Trainer für das Team aus Russland mit nach Südkorea nehmen. Der 34-Jährige stehe auf einer Liste der 80 Trainer, die für die Winterspiele in Pyeongchang vorgesehen seien, teilte das Komitee auf seiner Webseite am Montag mit.

Das Internationale Olympische Komitee hatte für Tschudinow, Fünfter in Sotschi, im November 2017 eine lebenslange Sperre verhängt. Wegen Hinweisen auf systematisches Doping wurde auch das ROK von den Winterspielen ausgeschlossen. Das Internationale Olympische Komitee gewährt jedoch 169 individuell geprüften russische Athleten das Startrecht unter neutraler Flagge und als "Olympische Athleten aus Russland".

29. Januar: Deutsches Eishockeyteam bei Olympia ohne Co-Trainer

Knapp zwei Wochen vor den Olympischen Winterspielen steht die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft ohne Co-Trainer da. Tobias Abstreiter, Assistent von Bundestrainer Marco Sturm, muss nach seiner Beförderung zum Chefcoach bei der Düsseldorfer EG im Rheinland bleiben. "Das ist für uns alle natürlich nicht ganz optimal und etwas enttäuschend. Aber es ist nicht zu ändern", sagte Sturm.

Wegen der abgelaufenen Nominierungsfrist auch für Offizielle kann der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) keinen Ersatz mit nach Südkorea nehmen. Beim olympischen Turnier in Pyeongchang steht daher notgedrungen der eigentliche Videoanalyst Christian Künast mit an der Bande.

Wird Eishockey-Bundestrainer Marco Sturm bei Olympia nicht als Co-Trainer zur Seite stehen: Tobias Abstreiter.
Bild: Henning Kaiser (dpa)

Thomas Dreßen in Garmisch auf Rang sieben

Mit dem Erfolg von Thomas Dreßen auf der Streif ist die Hoffnung ins zuletzt gebeutelte deutsche Männerteam zurückgekehrt. Nach den Kreuzbandrissen von Felix Neureuther und Stefan Luitz herrschte ausgerechnet im Olympiawinter Katerstimmung. Von einem Tag auf den anderen findet sich ein DSV-Läufer in einer ungewohnten Rolle wieder: Der Abfahrer muss keine Pleiten, sondern den plötzlichen Erfolg erklären.  In Garmisch landete er auf Rang sieben.

28. Januar: Deutsche Rodler hoffen auf Goldmedaille bei Olympia

Die deutschen Rodler fliegen mit glänzenden Perspektiven zu den Olympischen Winterspielen und können darauf hoffen, in Pyeongchang ihren historischen Triumph von Sotschi 2014 mit viermal Gold in vier Wettbewerben zu wiederholen. Nachdem vor Wochenfrist in Lillehammer Olympiasiegerin Natalie Geisenberger zum sechsten Mal in Serie den Gesamtweltcup gewonnen hatte, sicherten sich beim Weltcup-Finale in Sigulda die Doppelsitzer Toni Eggert und Sascha Benecken am Samstag zum dritten Mal die Kristallkugel - und wurden mit ihrem Sieg im Eiskanal zugleich Europameister. 

Am Sonntag zog dann auch der Olympiasieger Felix Loch nach und sicherte sich den sechsten Gesamttriumph seiner Karriere. Nachdem der 28-Jährige im Rennen am Vormittag Zweiter wurde und EM-Silber holte, fuhr er im Sprint am Nachmittag ebenfalls auf den zweiten Platz. 

"Die Ergebnisse heute sind natürlich ein super Fundament für die Olympischen Spiele", sagte das Thüringer Weltmeister-Duo Eggert und Benecken nach dem Sieg am Samstag in Sigulda vor den lettischen Lokalmatadoren Andris und Juris Sics. Es war der achte Weltcup-Sieg der Dominatoren in diesem Winter, dazu kommen zwei erste Plätze im Sprint. Nach ihrem Sturz im Sprint-Rennen in Lillehammer zeigte sich das Duo trotz zweier kleiner Fehler im zweiten Lauf wieder souverän. 

Den dritten Platz belegten die Olympiasieger Tobias Wendl und Tobias Arlt aus Bayern. Sie wurden im Gesamtweltcup Zweite und sehen Südkorea ebenfalls selbstbewusst entgegen. "Unsere Form zeigt nach oben", sagte Arlt. "Wir kommen näher."

Bei den Frauen gilt Geisenberger (Miesbach) als Gold-Favoritin, auch wenn sie in Sigulda ihren sechsten Saisonsieg verpasste und EM-Silber gewann. Der EM-Titel ging an Tatjana Iwanowa, die nach derzeitigem Stand in Pyeongchang wegen der russischen Doping-Affäre aber nicht starten wird. "Ich weiß, dass ich in einer guten Form und auch relativ konstant bin, das gibt Selbstvertrauen", sagte Geisenberger. 

 "Vor einem Monat habe ich schon gesagt, Natalie ist in der Form ihres Lebens", sagte Bundestrainer Norbert Loch. Doch auch Weltmeisterin Tatjana Hüfner aus Blankenburg und Dajana Eitberger aus Ilmenau sind Medaillen-Kandidatinnen, auch wenn Eitberger in Sigulda Vierte wurde und Hüfner nach einem Sturz im ersten von zwei Läufen ausschied.

Loch musste sich im regulären Rennen nur Semjon Pawlitschenko geschlagen geben, der Russe ist damit auch Europameister. Zweitbester Deutscher war Johannes Ludwig auf Rang acht, in Andi Langenhan fuhr der dritte für Pyeongchang nominierte deutsche Rodler auf Rang 16.

Trotz aller guten Voraussetzungen: Dass Gold-Medaillen kein Selbstläufer sind, machte ihr Team-Kollege Loch schnell klar. Wer bei Olympia nur einen der dann vier Läufe verhaue, sei schnell raus aus den Medaillenrängen, sagte er der ARD. Geisenberger meinte, "Erfolg lässt sich nicht planen", auf einer schwierigen Bahn wie in Südkorea schon gar nicht. Nach den drei neuerlichen Triumphen im Gesamtweltcup ändert das an der Favoritenrolle der Deutschen allerdings nichts.

Rodler Felix Loch hat sich den Sieg im Gesamt-Weltcup gesichert.
Bild: Roman Koksarov (dpa)

27. Januar: Pechstein für Wahl des deutschen Olympia-Fahnenträgers nominiert

Claudia Pechstein gehört trotz ihrer umstrittenen Vergangenheit und des Wirbels um die Olympia-Akkreditierung für ihren Lebensgefährten zu den fünf Kandidaten für die Rolle des deutschen Fahnenträgers bei der Eröffnung der Winterspiele in Pyeongchang. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) benannte die 45 Jahre alte Eisschnellläuferin am Samstag in der Vorauswahl neben Skirennfahrerin Viktoria Rebensburg, Rodlerin Natalie Geisenberger, dem Nordischen Kombinierer Eric Frenzel und Eishockey-Nationalspieler Christian Ehrhoff. 

Pechstein gilt als kontroverse Wahl, weil sie vor einigen Jahren aufgrund erhöhter Blutwerte wegen Doping-Verdachts gesperrt war. Eine DOSB-Expertenkommission hatte dies aber später als "Fehlurteil" bewertet. Pechstein sei "Opfer, nicht Täter", sagte DOSB-Chef Alfons Hörmann und verwies auf ihre Erfolge von "historischem Ausmaß". Er habe aber "Verständnis, dass der eine oder andere auch Skepsis" habe.

Die Olympiasiegerin absolviert in Südkorea ihre siebten Winterspiele und kann dabei auch auf die Unterstützung ihres Partners Matthias Große vertrauen, der vom DOSB eine Betreuer-Akkreditierung als Mentalcoach erhielt. Von Große sollen sich in der Vergangenheit Funktionäre und Mitglieder des Bundestags-Sportausschusses bedroht gefühlt haben, der Berliner bestreitet dies aber.

Über den Fahnenträger entscheiden nun Fans in einer Internet-Abstimmung auf teamdeutschland.de sowie die Athleten der deutschen Olympia-Mannschaft. Die Abstimmung läuft bis zum 4. Februar. Beide Voten kommen zu gleichen Teilen in die Wertung. Das Ergebnis wird am 8. Februar verkündet, einen Tag vor der Eröffnungsfeier. 

26. Januar: Russland mit IOC über 169 nominierte Sportler für Pyeongchang einig

Russland ist sich nach eigenen Angaben mit dem IOC über den Start von 169 Sportlerinnen und Sportlern bei den Olympischen Winterspielen in Südkorea einig. Das Nationale Olympische Komitee Russlands (ROC) veröffentlichte am Donnerstagabend in Moskau eine Namensliste. "Die darin aufgeführten Athleten erhalten eine Einladung des Internationalen Olympischen Komitees", sagte Sportminister Pawel Kolobkow. Vom IOC gab es zunächst keine Bestätigung, dass die Aufstellung endgültig sei. Die IOC-Gremien wollten eigentlich erst am Samstag endgültig über die Einladungsliste entscheiden. 

Auf der Liste für die Spiele vom 9. bis 25. Februar fehlen russische Medaillenhoffnungen wie der Shorttracker Viktor Ahn, der Biathlet Anton Schipulin oder Skilangläufer Sergej Ustjugow. Bei ihnen hatte sich schon Anfang der Woche abgezeichnet, dass sie nicht eingeladen würden, auch wenn sie bislang des Dopings unverdächtig waren. Die Gründe für die Entscheidung sind noch nicht bekannt. 

Auf der Liste stehen vor allem viele Nachwuchssportler. Erstklassig besetzt - wenn auch ohne NHL-Stars - ist das russische  Eishockey-Team mit den Topspielern Ilja Kowaltschuk und Pawel Datschjuk. Im Eiskunstlauf gehören die Paarlauf-Europameister Jewgenija Tarasowa/Wladimir Morosow zu den größten Konkurrenten von Aljona Savchenko/Bruno Massot. Die 15 Jahre alte Europameisterin Alina Sagitowa und ihre drei Jahre ältere Teamkollegin Jewgenija Medwedjewa dürften Olympia-Gold unter sich ausmachen.

24. Januar: Eishockey-Fusion sorgt für Olympia-Frust in Südkorea

Dass es bei den Olympischen Spielen im Frauen-Eishockey eine gemeinsame Mannschaft aus Spielerinnen aus Nord- und Südkorea geben wird, stößt beim Team aus dem Süden auf wenig Gegenliebe. Auf ihrer heiklen Olympia-Mission als Spielball der Geopolitik wird es für Südkoreas Eishockey-Trainerin Sarah Murray jetzt ernst. Früher als erwartet sollen die zwölf Spielerinnen aus Nordkorea eintreffen.

Die Nordkoreanerinnen sollen auf Beschluss der beiden Länder und des Internationalen Olympischen Komitees bei den Winterspielen in Südkoreas Auswahl mitspielen und so ein Signal der Einheit setzen. Ihren ersten Schock über die sportlich fragwürdige Fusion hat Coach Murray inzwischen überwunden. "Wir wollen sie spielen lassen. Sie benötigen Spielpraxis mit unserem Team", sagte die 29-Jährige vor dem ersten gemeinsamen Training.

Doch die Kritik aus Südkorea an dem historischen Projekt, bei dem erstmals eine vereinte koreanische Mannschaft in einer Sportart bei Olympia antritt, ist unüberhörbar. Sie sei perplex und enttäuscht, verriet Nationaltorhüterin Shin So Jung der Zeitung "Chosun Ilbo". Ihre Mitspielerinnen seien "frustriert und entmutigt", fügte Shin hinzu. Da zeigten auch die Worte von IOC-Präsident Thomas Bach, das gemeinsame Eishockey-Team sei "ein großartiges Symbol der vereinigenden Kraft des olympischen Sports", nur wenig Wirkung.

So kurz vor dem Auftakt des Eishockey-Turniers am 10. Februar ein Dutzend Nordkoreanerinnen in eine eingespielte südkoreanische Auswahl zu integrieren, erscheint im Land des Olympia-Gastgebers vielen unsinnig. Umfragen zufolge sind mehr als 70 Prozent der Südkoreaner gegen ein gesamtkoreanisches Eishockey-Team, zumal die Nordkoreanerinnen sportlich eher keine Verstärkung sein dürften. Auch Coach Murray hatte in einer ersten Reaktion von einem "Schaden für unsere Spielerinnen" gesprochen.

Laut IOC-Beschluss darf das Team "Korea" einschließlich der 23 Südkoreanerinnen 35 Spielerinnen umfassen. Die Größe des Kaders bleibt jedoch für jedes Match auf 22 beschränkt. 13 Spielerinnen müssen also pro Partie zuschauen, mindestens drei Nordkoreanerinnen müssen jedes Mal dabei sein. "Es ist meine Entscheidung, wie die Aufstellung aussieht", betonte Trainerin Murray. Als beide Teams im Vorjahr gegeneinander spielten, siegte Südkorea 3:0.

Sport hatte in den wechselhaften innerkoreanischen Beziehungen schon immer eine große Symbolik. Südkoreas Sportminister Do Jong Whan hatte schon im Juni 2017 ein gemeinsames Olympia-Eishockeyteam der Frauen vorgeschlagen. Doch angesichts der zunehmenden Spannungen im Konflikt um das nordkoreanische Atomprogramm schien die Hoffnung, Nordkorea könne an den Winterspielen teilnehmen, schon fast begraben.

Dann schlug Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un an Neujahr überraschend vor, eine Delegation zu den Spielen in Südkorea zu entsenden. Die Regierung in Seoul nahm das Angebot dankend an. Sie sah die Gelegenheit gekommen, sich den Wunsch nach friedlichen und störungsfreien Spielen sowie die Hoffnung, durch den Sport mit dem isolierten Nachbarn ins Gespräch zu kommen, erfüllen zu können.

So waren sich beide Seiten bei hochrangigen Gesprächen schnell einig, dass Nordkorea auch mit Athleten an den Spielen teilnehmen sollte. Aus Nordkorea hatten sich zuvor nur die Paarläufer Ryom Tae Ok und Kim Ju Sik qualifiziert, sich jedoch nicht fristgerecht angemeldet.  

Das IOC gestattete schließlich, dass Sportler aus dem Norden der geteilten Halbinsel in fünf Disziplinen antreten können: neben dem Eishockey auch im Eiskunstlauf, Shorttrack, Ski Alpin und Skilanglauf. Die Werbung für das außergewöhnliche Eishockey-Projekt misslang Südkoreas Ministerpräsident Lee Nak Yon allerdings gründlich. Für die ungeschickte Bemerkung, die eigene Mannschaft habe doch ohnehin keine Chance auf eine Medaille, musste er sich später entschuldigen.

23. Januar: Das deutsche Olympia-Team steht fest

Mit 153 Athleten wird Deutschland zu Olympia 2018 in Pyeongchang fahren. Damit ist der deutsche Kader so groß wie vor vier Jahren in Sotschi. In Russland gewann Deutschland 19 Edelplaketten. "Das Ergebnis von Sotschi ist unsere Messlatte", sagte DOSB-Sportchef Dirk Schimmelpfennig in Frankfurt/Main zur Nominierung des Team Deutschland. "Wir fahren mit einem guten Gefühl nach Pyeongchang."

Bei der zweiten und letzten Nominierungsrunde wurden die Namen von weiteren 110 Athleten offiziell bekanntgeben. Bereits vor einer Woche waren 43 Sportler nominiert worden. Von den Goldmedaillengewinnern von 2014 sind in Südkorea neben den vor einer Woche nominierten Rennrodlern auch Kombinierer Eric Frenzel, Skispringerin Carina Vogt sowie aus dem Skisprungteam Andreas Wellinger erneut dabei.

Die fünfmalige Olympiasiegerin Claudia Pechstein blickt ihren siebten Winterspielen entgegen. Sie gilt als Kandidatin für die Rolle der Fahnenträgerin bei der Eröffnungsfeier. Zum Olympia-Aufgebot gehören auch die siebenmalige Biathlon-Weltmeisterin Laura Dahlmeier und Thomas Dreßen, der Sensations-Anfahrtssieger von Kitzbühel.

17. Januar: Nordkorea will Fangruppe zu Olympischen Winterspielen schicken - und gemeinsam mit Südkorea einlaufen

Süd- und Nordkorea wollen bei den Winterspielen zur Eröffnungsfeier am 9. Februar gemeinsam ins Olympiastadion einmarschieren. Das teilte das Vereinigungsministerium in Seoul mit. Bereits zuvor hatten die beiden Länder sich im Vorfeld von Olympia immer weiter angenähert.

Nach der Einigung mit Südkorea auf eine Teilnahme an den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang will Nordkorea auch eine 230-köpfige Fangruppe zu dem Großereignis im Nachbarland schicken. Diesen Vorschlag machte die nordkoreanische Seite am Mittwoch im Grenzort Panmunjom bei neuen Arbeitsgesprächen zwischen beiden Ländern über ihre Zusammenarbeit während der Spiele, wie südkoreanische Sender berichteten. Zudem soll die geplante nordkoreanische Delegation über den Landweg zu den Spielen in der grenznahen südkoreanischen Provinz Gangwon anreisen. 

Daneben bot Nordkorea an, wie zu den Olympischen Spielen im Februar auch zu den Paralympischen Spielen im März eine Delegation von Sportlern und Funktionären nach Pyeongchang zu entsenden. Details waren zunächst nicht bekannt. 

Neben der Größe der Delegationen berieten beide Seiten den Berichten zufolge auch über die Kostenaufteilung für die Teilnahme Nordkoreas und einen gemeinsamen Einmarsch während der Eröffnungsfeier bei Olympia. Es war das zweite Treffen auf Arbeitsebene in dieser Woche. Bereits am Montag hatte Nordkorea zugesagt, ein großes Orchester für das kulturelle Rahmenprogramm zu schicken. 

Beide Länder hatten sich in der vergangenen Woche bei ihren ersten offiziellen Gesprächen seit zwei Jahren auf weitreichende Maßnahmen zur Verbesserung ihrer angespannten Beziehungen verständigt. Die Annäherung hat die Angst vor einer Eskalation des Streits um das nordkoreanische Atomprogramm kurz vor Beginn der Winterspiele erheblich verringert.

16. Januar: Neureuther freut sich über Nordkorea-Teilnahme

Skirennfahrer Felix Neureuther sieht eine mögliche Teilnahme Nordkoreas an den Olympischen Winterspielen in Südkorea als Signal für die Zukunft. "Ich fände es super, wenn Nordkorea eine Mannschaft hinschicken würde", sagte Neureuther am Dienstag als Gast bei der deutschen Einkleidung für die Spiele in Pyeonchang. 

Zuletzt hatte es Verhandlungen zwischen den verfeindeten Ländern gegeben. Ein Start von Sportlern aus dem kommunistischen Norden bei den Spielen im Februar scheint derzeit möglich. 

Österreichs Wintersportler wollen in Südkorea 15 Medaillen holen

Österreichs Wintersport-Asse wollen bei den Olympischen Spielen in Südkorea rund 15 Medaillen holen. Diese Zahl nannte der Präsident des Österreichischen Skiverbands (ÖSV), Peter Schröcksnadel, am Rande der Damen-Weltcuprennen in Bad Kleinkirchheim am Wochenende. Zumindest sechs bis acht sollten dabei wieder aus dem Bereich der Alpinskifahrer kommen. "Das ist aber ein Ziel, keine Vorgabe, und der Rest muss aus den anderen Bereichen kommen", sagte Schröcksnadel.

Bei den Winterspielen in Sotschi 2014 holte das österreichische Olympia-Team 17 Medaillen. Als Favorit auf den ersten Platz im Medaillenspiegel sieht der ÖSV-Chef Norwegen. "Da hast du fast keine Chance, weil die im Langlauf, Biathlon und Skispringen, aber auch im Alpinski sehr gut sind." Bei den Winterspielen in Pyeongchang vom 9. bis 25. Februar wollen etwa 120 Athleten aus Österreich starten.

15. Januar: Nordkorea will großes Orchester zu Olympia schicken

Nach der Einigung mit Südkorea auf seine Teilnahme an den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang will Nordkorea ein großes Orchester für das kulturelle Rahmenprogramm schicken. Darauf hätten sich Delegationen beider Seiten bei Arbeitsgesprächen im Grenzort Panmunjom geeinigt, teilte das Vereinigungsministerium in Seoul am Montag mit. Das 140-köpfige Samjiyon-Orchester werde in Gangneung und in der Hauptstadt Seoul auftreten. In der östlichen Küstenstadt Gangneung finden die Eiswettbewerbe während der Spiele in Südkorea statt.

Getrennt davon einigten sich beide Länder darauf, am Mittwoch in Panmunjom die Gespräche über ihre Zusammenarbeit bei den Winterspielen zwischen dem 9. und 25. Februar und eine Verbesserung ihrer Beziehungen fortzusetzen. Am Samstag will sich außerdem das Internationale Olympische Komitee (IOC) mit Vertretern beider Koreas in Lausanne treffen. Dabei werde es auch um den Vorschlag Südkoreas gehen, mit Nordkorea ein gemeinsames Eishockeyteam der Frauen bei den Wettkämpfen zu stellen, sagte eine Sprecherin des Ministeriums.

Das Samjiyon-Orchester wäre nach Berichten der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap das erste Musikensemble aus dem Norden seit 2002, das in Südkorea auftritt. Damals hatte Nordkorea Sänger und Tänzer nach Seoul für eine gemeinsame Veranstaltung entsandt. Welche Musik das Orchester spielen wird, war zunächst unklar. Der nordkoreanische Delegationsleiter Kwon Hyok Bong sprach zum Auftakt der Gespräche am Montag von einer "großen Symphonie". Einzelheiten der geplanten Auftritte wollen beide Seiten noch bei Konsultationen klären.

Die Gespräche waren das erste Treffen auf Arbeitsebene, die nach der Einigung über die Teilnahme Nordkoreas stattfanden. Das weithin abgeschottete Land hatte zugesagt, unter anderem eine ranghohe Regierungsabordnung, Sportler, eine Fangruppe und Künstler zu Olympia zu entsenden. Die beiden Länder hatten sich am vergangenen Dienstag bei ihren ersten offiziellen Gesprächen seit zwei Jahren auf weitreichende Maßnahmen zur Verbesserung ihrer angespannten Beziehungen verständigt. Dazu gehörte auch die Einigung auf die Wiederaufnahme von Militärgesprächen.

Die jüngsten Signale der Annäherung zwischen beiden Koreas haben die Angst vor einer Eskalation des Streits um das nordkoreanische Atomprogramm kurz vor Beginn der Winterspiele erheblich verringert.

Über die staatlichen Medien hatte Nordkorea trotz der Annäherung noch am Sonntag Äußerungen des südkoreanischen Präsidenten Moon Jae In zu den innerkoreanischen Gesprächen kritisiert. Moon hatte gesagt, dass US-Präsident Donald Trump und seine Politik im Atomstreit dazu beigetragen hätten, dass die Gespräche mit Nordkorea zustande gekommen seien. In einer verhaltenen Drohung hieß es in Pjöngjang dazu: "Sie sollten wissen, dass der Zug und der Bus mit unserer Delegation für Olympia noch in Pjöngjang sind."

Auch die Skicrosserin Heidi Zacher fällt für Olympia

Die Verletztenserie im deutschen Skiteam ausgerechnet in der Olympia-Saison reißt nicht ab und sorgt für den weiteren Ausfall einer Medaillenkandidatin in Pyeongchang.

Wie bekannt wurde, erlitt Skicrosserin Heidi Zacher am Wochenende beim Training in Schweden einen Kreuzbandriss und wird mehrere Monate fehlen. Sie galt angesichts eines bislang exzellenten Weltcup-Winters als Anwärterin auf Edelmetall bei den Winterspielen - muss nun aber wie zuvor unter anderen schon Felix Neureuther und Severin Freund für den Saisonhöhepunkt passen. Zacher ist schon die sechste Athletin des Deutschen Skiverbands (DSV), der ein Kreuzbandriss die Olympia-Teilnahme vermasselt.

"So eine Verletztenserie, das ist einfach unglaublich", sagte DSV-Sportdirektor Wolfgang Maier bei der Einkleidung des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) in München. Vor der 29 Jahre alten Sportlerin aus Lenggries hatte es bereits die Alpin-Asse Neureuther und Stefan Luitz, die Skispringer Freund und Svenja Würth sowie die Freestylerin Lisa Zimmermann erwischt, die alle wegen Kreuzbandrissen oder den Folgen davon Pyeongchang verpassen werden.

Skicrosserin Heidi Zacher hat sich einen Kreuzbandriss zugezogen.
Bild: Patrick Seeger (dpa)

Gerade deshalb galt Zacher neben Alpin-Star Viktoria Rebensburg als größte Hoffnung für den gebeutelten DSV in Südkorea. Sie hatte sich seit Jahren in der Weltspitze etabliert und in diesem Winter im Weltcup einen Sieg und vier weitere Podestresultate eingefahren. "Sie war eine sichere Kandidatin auf eine Medaille", betonte Maier.

Erst am Sonntag hatte Zacher in Schweden Platz drei feiern dürfen. Bei einer zusätzlichen Trainingsfahrt passierte dann aber das Malheur, wie Skicross-Sportdirektor Heli Herdt berichtete. Auf der Zielgeraden wurde sie bei einem Sprung vom Wind gebremst und schlug statt im Auslauf auf der Kante auf. "Sie hat gleich bemerkt, dass sich ihr Bein nicht anfühlte, wie es sollte", sagte Herdt.

Vage Hoffnungen, dass der Unfall doch keine schweren Folgen hat, zerschlugen sich am Montagmorgen bei einer Untersuchung nach der Rückkehr nach München. Nur Stunden danach stand die Operation an.

"Wegen ihrer Erfahrung war sie eine feste Größe im Team", betonte Herdt und meinte, dass die Mannschaft nach dem Verletzungsschock gezeichnet zum nächsten Weltcup nach Kanada geflogen sei. "Da wird Arbeit vor uns liegen, dass die ihre Rennen fahren können", prophezeite er.

Auch Sportdirektor Maier glaubt, dass die Ausfälle ein Thema in seinem Olympia-Team sein werden. "Das beschäftigt alle, Sportler, Trainer und Betreuer. Das geht nicht spurlos an einem vorbei." Bei den Spielen im Februar aber gelte: "Das musst du ausblenden."

Ole Einar Björndahlen fällt sicher für Olympia aus

Es ist das endgültige Olympia-Aus für Ole Einar Björndahlen: Der erfolgreichste Winter-Olympionike der Sportgeschichte wurde vom norwegischen Verband nicht für die am 9. Februar in Pyeongchang beginnenden Winterspiele nominiert.

Der 43 Jahre alte Rekord-Weltmeister hatte die interne Qualifikationsnorm nicht erfüllt und verpasst damit seine siebten Olympischen Spiele in Serie. Der Björndalen hatte beim Weltcup in Ruhpolding seine letzte Chance verpasst, sich sportlich zu qualifizieren. Er war im Einzel nur 42. geworden. Um doch noch den Sprung ins Olympia-Team zu schaffen, hätte der erfolgreichste Biathlet der Welt in seinem 575. Weltcup-Rennen in die Top Sechs kommen müssen. Beim Staffelsieg der Norweger war er nicht mehr aufgestellt worden.

Der achtmalige Olympiasieger gewann in seiner einmaligen Karriere neben 94 Weltcuprennen noch 45 WM- und 13 Olympia-Medaillen, darunter 20 WM-Titel.

14. Januar: Shorttrackerin Anna Seidel gewinnt EM-Bronze im Einzel

Shorttrackerin Anna Seidel bei der Europameisterschaft in Dresden Bronze gewonnen, mit der Staffel aber eine Medaille verpasst.

Im Einzelrennen über 1000 Meter wurde die 19-jährige Dresdnerin am Schlusstag der Wettkämpfe vor 2780 Zuschauern Dritte und wiederholte damit ihren Erfolg von 2016. Sie musste sich im Finale nur der Italienerin Arianna Fontana, die Gold gewann, und der Niederländerin Suzanne Schulting geschlagen geben. Für die zweite deutsche Einzel-Starterin Bianca Walter war im Viertelfinale Endstation.

Ein Missgeschick ausgerechnet der beiden deutschen Olympia-Starterinnen beendete anschließend im 3000-Meter-Staffelfinale die Medaillen-Hoffnungen des deutschen Quartetts. Beim Wechsel verhakten sich beide mit ihren Schlittschuhen und mussten daraufhin die anderen drei Teams ziehen lassen. Den Sieg sicherte sich Russland vor Ungarn und Frankreich.

"Das war schon sehr ärgerlich, denn die Chance auf eine Medaille war greifbar nah", sagte Seidel, die im Einzelfinale über 3000 Meter einen guten fünften Rang erreichte und damit wie 2016 Mehrkampf-Sechste wurde. Insgesamt zeigte sich die beste deutsche Läuferin zufrieden: "Ich wusste, dass ich das Niveau habe, vorn mitzulaufen. Über 1000 Meter habe ich auch körperlich voll dagegen gehalten. So konnte ich Selbstvertrauen tanken und ein gutes Gefühl mitnehmen", betonte Seidel.

Christoph Schubert konnte seine letzte Chance auf das Olympia-Ticket nicht nutzen. Der 23 Jahre alte Dresdner verpasste im Viertelfinale über 1000 Meter als Letzter seines Laufes den Einzug ins Halbfinale und damit den möglichen Finaleinzug. Wie schon über 500 Meter und 1500 Meter konnte er damit die Vorgabe des DOSB für eine Nominierung für Pyeongchang nicht erfüllen.

"Ich bin traurig, aber hatte mich mental darauf vorbereitet. Trotzdem bin ich mit meinen Leistungen zufrieden und schaue jetzt nach vorn und gehe voll motiviert die nächsten vier Jahre an", sagte Schubert.

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