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FCA

30.01.2019

Bruch mit Hinteregger

Stefan Reuter greift beim FC Augsburg hart durch.
Bild: Krieger

Der Abwehrspieler spielt nach seiner Kritik an Manuel Baum keine Rollemehr in den Planungen des Bundesligisten. Stefan Reuter spricht auch über das Aus von Caiuby

Es waren turbulente Tage beim FC Augsburg. Nicht nur deshalb, weil der Verein Jens Lehmann als neuen Co-Trainer verpflichtet hat. Der FCA hat nach der 0:2-Pleite bei Borussia Mönchengladbach noch mehr Nägel mit Köpfen gemacht. Caiuby Francisco da Silva wurde vom Verein freigestellt und Verteidiger Martin Hinteregger vom Mannschaftstraining ausgeschlossen. Er darf ab sofort nur noch separat trainieren.

Der Österreicher hatte nach der 0:2-Niederlage bei Borussia Mönchengladbach seinen Trainer Manuel Baum heftig kritisiert. Nach zehn sieglosen Spielen sagte Hinteregger in Gladbach beim Interview: „Ich kann nichts Positives über ihn (Baum) sagen und werde auch nichts Negatives sagen. Ich weiß gar nicht, mit welcher Taktik wir spielten.“ Das war für die Verantwortlichen des FCA zu viel. Es gab einen Bruch, der vermutlich nicht mehr zu kitten ist. Selbst noch ein Wechsel in der Winterpause scheint nicht mehr ausgeschlossen. „Er darf sich jetzt gerne mit anderen Dingen beschäftigen. Sollte eine seriöse Anfrage bei uns ankommen, werden wir uns damit befassen.“ Im Klartext: Hinteregger darf sich einen neuen Verein suchen. Für Reuter war die Kritik von Hinteregger an Baum völlig deplatziert: „Wir haben ihm sehr deutlich gemacht, dass dies überhaupt nicht zu akzeptieren ist und dass wir eine Kritik an seinem Vorgesetzten in der Öffentlichkeit überhaupt nicht dulden. Zudem ist für uns derzeit entscheidend, dass wir alle in eine Richtung marschieren“, so Reuter. Der Manager des FCA scheint nicht mehr an eine Rückkehr von Hinteregger zu glauben: „Bei mir hat sich in diesem Gespräch verfestigt, dass Hinteregger aktuell diesen Weg nicht mitgeht. Deshalb macht es momentan auch keinen Sinn.“ Hintereggers Vertrag beim FC Augsburg läuft offiziell bis zum Jahr 2021.

Das Kapitel Caiuby scheint dagegen weitgehend abgeschlossen. Nachdem der Brasilianer zum zweiten Mal ein Trainingslager geschwänzt hatte, hat ihn der FCA am Montagabend freigestellt. Ob Caiuby vom FCA noch Bezüge erhält, wollte Reuter nicht sagen.

Persönlich hat ihn der ganze Zirkus um den Brasilianer mitgenommen: „Er ist für mich eine Riesenenttäuschung, weil wir gute Zeiten zusammen hatten. Aber dieses Verhalten ist nicht zu akzeptieren. Irgendwann ist das Fass dann auch übergelaufen.“ Laut Reuter gab es sowohl für Caiuby wie auch für Hinteregger „Geldstrafen in einer Höhe, wie es sie zuvor beim FCA noch nie gab“.

Doch wann ist Caiuby denn nun aus Brasilien zurückgekehrt? Reuter lächelt: „Wenn ich mich auf seine Aussage verlasse, dann ist er seit Donnerstag wieder in Augsburg. Ich habe ihm dann kurz geschrieben, dass wir uns am Montag zum Gespräch treffen. Aber da wusste ich noch nicht, ob er überhaupt zum Gespräch kommt.“ Er kam und durfte schon bald wieder gehen, weil ihn der FCA frei stellte.

Über die Gründe, warum Caiuby so lange abgetaucht ist, schweigt Reuter. Nur so viel: „Er weiß schon, dass er die Dinge anders hätte regeln können.“ Nach Aussagen des Vereins und seiner Schwester soll Caiuby aufgrund von privaten Problemen so lange in Brasilien geblieben sein. Dabei geht es wohl um Unterhaltszahlungen und das Sorgerecht für seinen fünfjährigen Sohn. Caiuby hat beim FCA einen Vertrag bis 2020.

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