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Bundesliga-Auftakt
24.08.2018

Endlich Fußball: Das ist bei den 18 Klubs vor dem Start los

Brian the lion, Maskottchen von Bayer Leverkusen, freut sich auf den Start der Bundesliga. Heiko Herrlich (links) ist deutlich verhaltener.
Foto: Tim Groothuis, Witters

Die Bayern starten gegen Hoffenheim in die Saison. Zeit, die Situation der Liga zu beleuchten. Über Krankenakten, menschliche Abrissbirnen und heimliche Preziosen.

Bayern-Trainer Niko Kovac freut sich über die Konkurrenz aus Hoffenheim.
Foto: JOHANN GRODER/Expa/apa (dpa)

FC Bayern Ein Verein in der Krise. Der Erfolgstrainer: weg. Das Mentalitätsmonster Arturo Vidal: weg. In der Vorbereitung ein beschämendes 5:0 gegen Eintracht Frankfurt. Gegen einen Verein, der im Pokal gegen einen Viertligisten ausscheidet. Eigenes Gewürge gegen die Feierabendkicker von Drochtersen/Assel. Am Freitagabend gegen Hoffenheim (20.30 Uhr/ZDF) muss Trainer Kovac liefern.

Zielsetzung: Mit der Mannschaft scheint in der Liga nicht mehr als vergangene Saison möglich.

Domenico Tedesco hat aus der Schalke-Mannschaft eine Einheit geformt.
Foto: Ina Fassbender (dpa)

FC Schalke 04 Beliebter Witz in Gelsenkirchen: Wir haben bescheidene Saisonziele, wollen nur einen Platz besser sein als letztes Jahr. Wird wohl nichts draus. Spaß werden die meisten Mannschaften aber trotzdem kaum gegen Schalke haben. Mit Salif Sané bekommen die Maurermeister einen Vorarbeiter, der auch als Abrissbirne taugt.

Zielsetzung: Ein Platz besser als dieser Verein aus Lüdenscheid-Nord.

Den Bayern mal zeigen wo der Hammer hängt: Trainer Julian Nagelsmann will mit 1899 Hoffenheim um den Titel mitspielen.
Foto:  Uwe Anspach (dpa)

TSG Hoffenheim War neben Bayern in der vergangenen Saison die einzige Mannschaft, die tatsächlich den Ball haben und nicht nur kontern wollte. Gute Nachricht: Das ist auch nach den Abgängen der torgefährlichen Serge Gnabry (zum FC Bayern) und Mark Uth (zu Schalke) noch so. Schlechte Nachricht: Vielleicht nicht mehr lange, der Abgang von Trainer Julian Nagelsmann zu RB Leipzig ist nach der Saison beschlossen.

Zielsetzung: Bitte weiter Fußball spielen. Reine Kontermannschaften gibt es schon genug in der Liga.

Trainer Lucien Favre wünscht sich in Dortmund noch einen Stürmer.
Foto: Daniel Karmann (dpa)

Borussia Dortmund Vor gut einem Jahr lautete die Frage, wer neuer Trainer beim BVB wird: Bosz? Stöger? Favre? Mittlerweile ist klar: Alle drei durften mal ran. Mit Favre soll der dritte Versuch aber sitzen. Der Schweizer soll den BVB mit seiner talentierten Mannschaft nach einer Chaos-Saison stabilisieren. Problem dabei: Der Klub hat den Abgang von Aubameyang im Winter immer noch nicht kompensiert, ein neuer Torjäger wird dringend gesucht. Weil andere Klubs um die Dortmunder Not wissen, müsste der Klub tief in die Tasche greifen. Ob der BVB das will, ist fraglich.

Zielsetzung: Dortmund wird wieder ein Spitzenteam, wenn auch kein Meisterschaftskandidat.

Leverkusen setzt auf Talent Kai Havertz.
Foto: Federico Gambarini (dpa)

Bayer 04 Leverkusen Der Kader schaut nach einer gesunden Mischung aus Vernunft und Spektakel aus. Zu den erfahrenen Bender-Brüdern gesellen sich mit Julian Brandt und Kai Havertz zwei Hochbegabte. Vorne soll der 18-jährige 20-Millionen-Euro-Neuzugang Paulinho für Preziosen sorgen.

Zielsetzung: Kunst und Effizienz.

Leipzigs Trainer Ralf Rangnick will vor jedem Spiel einen neuen Kapitän ernennen.
Foto: Jan Woitas (dpa)

RB Leipzig In Leipzig kann es nur einen Ralf geben: Nach dem Abgang von Ralph Hasenhüttl suchte Ralf Rangnick nach dem besten verfügbaren Trainer – und fand ihn in sich selbst. Nach dem 60 Millionen schweren Abgang von Nabi Keita zu Liverpool hat Leipzig nun sogar ein Transferplus. Das soll in die Verpflichtung von Ademola Lookman gesteckt werden – nicht nur, aber bestimmt auch wegen des Namens.

Zielsetzung: Spiele gewinnen. Das mit den Herzen wird schwer.

Stuttgarts Trainer Tayfun Korkut startet mit dem VfB in die neue Saison.
Foto: Marijan Murat (dpa)

VfB Stuttgart Als Tayfun Korkut verpflichtet wurde, wurden Grablichter auf der VfB-Geschäftsstelle aufgestellt, Mitglieder drohten mit Vereinsaustritten, für Fans und so manchen Experten schien der Abstieg besiegelt. Mit Korkut wurde Stuttgart aber zur zweitbesten Rückrundenmannschaft hinter den Bayern. War uns natürlich immer klar. Mit den Neuzugängen kann’s jetzt nur nach oben gehen.

Zielsetzung: Kein Fan (oder Journalist) darf nochmals Prognosen über Tayfun Korkut anstellen.

Frankfurts Trainer Adi Hütter muss ein neues Team aufbauen.
Foto: Sebastian Gollnow (dpa)

Eintracht Frankfurt Ein Verein in der Krise. Der Erfolgstrainer: weg. Mentalitätsmonster Boateng: weg. Das Pokal-Aus gegen den Viertligisten Ulm. Aus der Modernisierung der Mannschaft scheint eine schwierige Renovierung zu werden. Immerhin spart man sich durch die Pokal-Niederlage die Dreifachbelastung.

Zielsetzung: 40 Punkte. Schnell.

Borussia Mönchengladbachs Cheftrainer Dieter Hecking.
Foto: Marius Becker (dpa)

Borussia Mönchengladbach Auch wenn es Dieter Heckings Gesichtsmuskeln nicht verraten können: Der Trainer der Gladbacher steht nach zwei neunten Plätzen in Folge unter Druck. Um frischen Wind reinzubringen, hat er taktisch umgestellt, greift jetzt mit gleich drei Spitzen an, die Tore soll Rekordtransfer Pléa schießen.

Zielsetzung: Gladbach will besser abschneiden als zuletzt. Entweder mit oder ohne Dieter Hecking.

Hertha-Trainer Pal Dardai hofft auf mehr Zuschauer.
Foto: Annegret Hilse (dpa)

Hertha BSC Wer Probleme mit dem Einschlafen hat oder allgemein ein viel zu aufreibendes Leben führt, sollte sich zum Runterkommen die Partien der Hertha ansehen. Erstaunlicherweise kommen aber trotzdem immer weniger Zuschauer. Jetzt gibt es freien Eintritt für Kinder unter 14 Jahren.

Zielsetzung: Spannung. Egal, wie.

Stürmt wieder für den SV Werder Bremen: Claudio Pizarro.
Foto: Carmen Jaspersen (dpa)

Werder Bremen Nach der Saison soll nun aber wirklich Schluss sein. Sagt Claudio Pizarro. Der 39-Jährige wechselte zum fünften Mal nach Bremen. Die glücklichste On-Off-Beziehung des deutschen Showbiz. Verabschieden will er sich mit dem Einzug in die Europa League. Klingt ähnlich wahrscheinlich wie ein fast 40-Jähriger im Sturmzentrum eines Bundesligisten.

Zielsetzung: Kruse und Pizarro nicht allzu oft gemeinsam abends ausgehen zu sehen

Alfred Finnbogason leidet unter einer Entzündung der Patellasehne im Knie.
Foto: Stefan Puchner (dpa)

FC Augsburg Die Weltliteratur hat dicke Schinken geliefert: Krieg und Frieden. Der Herr der Ringe. Alfred Finnbogasons Krankenakte. Das letztgenannte Werk wird fortlaufend aktualisiert und hat mehrere treue Fans in der Region Augsburg. FCA-Trainer Manuel Baum gehört zu den eifrigsten Lesern, hat die Hoffnung auf ein versöhnliches Ende aber noch nicht aufgegeben.

Zielsetzung: Der Krimi um Alfreds Wade, Knie oder Patellasehne muss zu einem guten Ende gebracht werden

Schaut nach dem Weiterkommen im Pokal optimistisch dem Liga-Auftakt entgegen: 96-Coach André Breitenreiter.
Foto: Peter Steffen (dpa)

Hannover 96 Der Verein, den man gerne verlässt. Salif Sané in Richtung Schalke. Manager Horst Heldt in der vergangenen Saison: irgendwohin. Klub-Boss Martin Kind ließ ihn nicht. Kind selbst will die Solidargemeinschaft verlassen, klagt gegen die 50+1-Regel. Etliche Baustellen, die mit dem Sportlichen wenig zu tun haben,

Zielsetzung: 50+1 kippen. Und wenn es geht, die Klasse halten.

Der FSV Mains 05 hat den Vertrag mit Ridle Baku bis 2022 verlängert.
Foto: Thomas Frey (dpa)

FSV Mainz 05 Einer der heimlichen Stars der Liga spielt in Mainz: Ridle Baku. Der 20-Jährige nahm den Vornamen in Anlehnung an das Idol seines Vaters an: Karl-Heinz Riedle. Schoss die 05er in der Schlussphase der vergangenen Saison zum Klassenerhalt.

Zielsetzung: Air Baku muss mit seinem Klub lange zittern.

Christian Streich ist Freiburgs Kult-Trainer.
Foto: Federico Gambarini (dpa)

SC Freiburg Warum nun in dieser Saison alles besser werden soll im Vergleich zur mäßigen vergangenen, erschließt sich den Betrachtern nicht auf Anhieb. Die 21 Millionen, die für Innenverteidiger Caglar Söyüncü von Leicester City in den Breisgau überwiesen wurden, liegen da noch recht unangetastet. Neuzugänge kamen von Absteigern.

Zielsetzung: Drei schwächere Vereine finden.

Bruno Labbadia möchte noch kein offizielles Saisonziel für den VfL Wolfsburg ausgeben.
Foto: Peter Steffen (dpa)

VfL Wolfsburg Welch herausragende Ausgangsposition für die zuletzt arg lahmenden Wölfe. Mittlerweile gilt das Motto: Es kann nur besser werden. Nach zwei Jahren in der Relegation hat sich der Verein Bescheidenheit verordnet. Man tue gut daran, mehr zu arbeiten als zu sprechen, sagt Trainer Bruno Labbadia. Eine Binse. Und doch neu für einige Wolfsburger.

Zielsetzung: Schweigen ist Silber, Siegen ist Gold.

Friedhelm Funkel und sein Team bleiben der Fortuna erhalten.
Foto: Daniel Karmann (dpa)

Fortuna Düsseldorf Der alte Mann und das Mehr: Trainer Friedhelm Funkel ist mit zarten 64 Jahren zum sechsten Mal in die Bundesliga aufgestiegen – einsamer Rekord. Mit der Fortuna steht dem Coach nun aber ein knüppelhartes Jahr in der Bundesliga bevor. Ein Blick auf den Kader dürfte Funkel aber um einige zusätzliche Jahre altern lassen. Sonderlich viele Gründe, warum Fortuna auch in der Spielzeit 2019/20 in der ersten Liga spielen könnte, finden sich darin nicht.

Zielsetzung: Den Mannschaftsbus vor dem eigenen Tor parken und vorne auf ein Wunder hoffen.

Michael Köllner will mit den Franken in Berlin punkten.
Foto: Patrick Seeger (dpa)

1. FC Nürnberg Seit diesem Sommer alleiniger Rekord-Aufsteiger in die Bundesliga. Das freut den Franken. Ist seit einigen Jahren aber auch Rekord-Absteiger. Das freut den Franken weniger.

Zielsetzung: Mit der diesjährigen Mannschaft kann es nur darum gehen, den Rekord nicht bald schon wieder auszubauen.

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