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Bundesliga
26.04.2014

Lage für Nürnberg und Braunschweig spitzt sich zu

Sinnbildlich: Dem Nürnberger Hanno Balitsch brummt nach einem Zusammenstoß der Kopf.
Foto: Fredrik von Erichsen (dpa)

Die Situation für Nürnberg und Eintracht Braunschweig wird im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga immer bedrohlicher. Der FC Bayern schoss sich für die Champions League warm.

Die Situation für den 1. FC Nürnberg und Eintracht Braunschweig wird im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga immer bedrohlicher. Drei Tage nach der Trennung von Gertjan Verbeek verloren die Franken beim FSV Mainz 05 mit 0:2 (0:2) und liegen weiter einen Punkt hinter dem Relegationsplatz. Bei zwei ausstehenden Partien unterlag Schlusslicht Braunschweig ebenfalls mit 0:2 (0:0) bei Hertha BSC. Der FC Bayern München feierte drei Tage vor dem Champions-League-Duell mit Real Madrid beim 5:2 (1:2) das erhoffte Erfolgserlebnis, offenbarte aber auch deutliche Schwächen.

Der VfL Wolfsburg bleibt nach dem 2:2 (1:0) gegen den SC Freiburg hinter dem Qualifikationsplatz zur Champions League. Eintracht Frankfurt ist der Klassenverbleib durch das 0:0 bei 1899 Hoffenheim kaum noch zu nehmen.

Schlechter Einstand für Roger Prinzen

Nürnbergs Interimstrainer Roger Prinzen erlebte einen denkbar schlechten Einstand: Nach einem Freistoß von Johannes Geis erzielte Shinji Okazaki nach einer halben Stunde per Kopf sein 14. Saisontor - häufiger hat noch kein Japaner in einer Bundesliga-Spielzeit getroffen. Kurz vor der Pause erhöhte Christoph Moritz (44. Minute). Damit blieb der erneute Trainerwechsel bei den Franken wirkungslos. Mit neun Niederlagen aus den vergangenen zehn Spielen und ausstehenden Partien gegen Hannover 96 und beim FC Schalke 04 schwindet die Hoffnung beim FCN mehr und mehr. Für die Mainzer war es hingegen ein großer Schritt zur Teilnahme an der Europa League.

Braunschweig verpasste den Sprung auf den 17. Platz, den der Aufsteiger letztmals am 12. Spieltag innehatte. John Anthony Brooks (61.) und Sami Allagui (77.) sorgten für den ersten Berliner Heimsieg 2014. Eintrachts Torwart Daniel Davari machte insgesamt einen unsicheren Eindruck.

Stotter-Start bei den Bayern

Nach einem Stotterstart funktionierte die Bayern-Offensive vor dem Rückspiel gegen Real, die Abwehr präsentierte sich wie schon zuletzt jedoch unkonzentriert und ungeordnet. Beim 0:1 durch Theodor Gebre Selassie war die Defensive schlecht gestaffelt (10.), der Tscheche schloss eiskalt gegen Manuel Neuer ab. Vor dem zweiten Bremer Treffer ließ Aaron Hunt (36.) den schon in Madrid unglücklichen Jerome Boateng mit einer einfachen Täuschung ins Leere laufen.

Mit dem zwischenzeitlichen Ausgleich konnte der in die öffentliche Kritik geratene Franck Ribéry (20.) glänzen, beim 2:2 verwertete Claudio Pizarro (53.) eine Kopfballvorlage von Thomas Müller und profitierte danach vom Zuspiel von David Alaba (56.). Bastian Schweinsteiger machte den Dreierschlag binnen acht Minuten perfekt. Arjen Robben sorgte für den Endstand (74.).

Im Kampf um den Qualifikationsplatz zur Champions League konnte Wolfsburg den Konkurrenten Bayer Leverkusen vor dessen Spitzenspiel gegen Borussia Dortmund nicht unter Druck setzen. Ivan Perisic sorgte schon nach vier Minuten für das frühe 1:0, Freiburgs Ahmed Mehmedi konnte jedoch ausgleichen (61.). Die erneute Führung von Perisic (70.) egalisierte Marco Terrazzino (83.). Bei 36 Punkten ist den Breisgauern der Klassenverbleib kaum noch zu nehmen. Mit der gleichen Ausbeute ist die Situation für Hannover 96 nach dem 0:0 gegen den VfB Stuttgart am Freitagabend ebenfalls komfortabel.

Vor der Partie des Tabellen-16. Hamburger SV am Sonntag beim FC Augsburg liegt Eintracht Frankfurt ebenfalls neun Punkte vor den Hanseaten. Hoffenheim verspielte durch das 0:0 auch die letzte theoretische Mini-Chance auf das internationale Geschäft. Eintracht-Keeper Kevin Trapp hielt einen Strafstoß von Roberto Firmino (84.), nachdem er Modeste gefoult hatte. Dieser sah nur eine Minute später Rot wegen Tätlichkeit.

Leverkusen verpasst Schritt Richtung Champions League

Bayer Leverkusen hat die Chance verpasst, einen großen Schritt Richtung Champions-League-Qualifikation zu machen. Die Werks-Elf kam am Samstagabend in der Fußball-Bundesliga zu einem 2:2 (2:2) gegen Borussia Dortmund. In der hochklassigen Partie brachten Lars Bender (7.) und Gonzalo Castro (35.) die Gastgeber zweimal in Front, Oliver Kirch (29.) und Marco Reus (39.) per Handelfmeter glichen jeweils aus. Während der BVB seinen zweiten Tabellenrang festigten und den Champions-League-Platz längst sicher hat, rangiert Bayer weiter an vierter Stelle. Der Vorsprung auf den Fünften VfL Wolfsburg beträgt zwei Spieltage vor Ende ein Zähler. dpa

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